Tag: Drama

DIE HAUT, IN DER ICH WOHNE

by on Oct.30, 2011, under 5 Minuten nach dem Film

Antonio Banderas als moderner Frankenstein – bei dem Film “Die Haut, in der ich wohne”, handelt es sich um eine Mischung aus Drama und Thriller. Der Film wird nicht linear erzählt, was die Geschichte um so spannender macht.

Bereits am Anfang des Filmes werden wir in eine skurrile Szenerie hinein geworfen: Der gutaussehnde Chirurg Robert Ledgard (Antonio Banderas) hält sich eine “Patientin” (oder doch ein Versuchskaninchen? Wir sind nicht sicher, ob sie freiwillig dort ist oder gegen ihren Willen dort gefangen gehalten wird) und experimentiert mit ihr an der perfekten, feuerfesten Haut herum, als plötzlich Zeca (Roberto Álamo), der Sohn von Ledgard’s Haushälterin Marilia (Marisa Paredes), vor der Tür steht. Mit Zecas Besuch wird eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, die mit einer Rückblende zu einer Hochzeitsfeier einer von Robertos Patientinnen sechs Jahre zuvor beginnt. Diese Rückblende scheint zuerst keinen Zusammenhang zu den aktuellen Ereignissen aufzuweisen – langsam aber sicher deckt Regisseur Almodóvar jedoch auf, was es mit all diesen Elementen auf sich hat, und wie sich am Ende zu einer Geschichte von dramatischem (und traumatischem Ausmaß) zusammen fügen.

Als Zuschauer wird man lange Zeit im Dunkeln gelassen, wer die mysteriöse junge Frau namens Vera (Elena Anaya) ist, an der Ledgard seine Experimente vornimmt. Erst bei etwa der Mitte des Films wird das Rätsel gelüftet und offenbart den ganzen Schrecken dieses Experiments.

Hier geht es um Opfer und Täter, und um Rache. Und darum, dass wie im echten Leben, die meisten Täter gleichzeitig auch immer Opfer sind.

Die Haut, in der ich wohne
Spanien, ca. 117 Min.
Regie: Pedro Almodóvar
Drehbuch: Pedro Almodóvar
mit: Antonio Banderas, Elena Anaya
Deutscher Kinostart: 20.10.2011

 

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MELANCHOLIA

by on Oct.16, 2011, under 5 Minuten nach dem Film

Zuerst mal das Positive vorneweg: Die ersten 5 – 10 Minuten des Films “Melancholia” bestechen durch absolute optische “Prallheit”: Traumhaft-magische Sequenzen, die mit einer Slow-Motion Kamera gefilmt und offensichtlich digital nachbearbeitet wurden. Hier stapft Charlotte Gainsbourg in Gummistiefeln knöcheltief durch einen Golfplatz, Kirsten Dunst wird in ihrem Hochzeitskleid von Fesseln “verschlungen” und ein Araber-Hengst fällt in Zeitlupe zu Boden. Zum Schluss sieht man den Planet Melancholia, wie er die Erde trifft und mit ihr verschmilzt.

Anschließend sehen wir “Teil 1 – Justine”, in dem es um Justine’s Hochzeit geht. Der Bezug dieses Teils des Films zum restlichen Werk hat sich mir bis jetzt nicht wirklich erschlossen. Ich habe lediglich gemerkt, dass von Trier es meisterhaft versteht, Figuren zu zeichen, die allesamt verabscheuungswürdig sind – allen voran Justine selbst, gespielt von Kirsten Dunst. Wir sehen die gesamte Familie von Justine: Schwester Claire (Charlotte Gainsbourg), Vater Dexter (John Hurt), Mutter Gaby (Charlotte Rampling), Justines frisch gebackenen Ehemann Michael (Alexander Skarsgård), ihren Chef Jack (Stellan Skarsgård) sowie dessen Lakai Tim (Brady Corbet). Keine der Figuren ist so sympathisch, dass man Empathie für sie empfindet, dass man sich emotional an sie “dranhängen” möchte (am allerwenigsten Justine selbst, die man von Anfang an eigentlich nur hassen kann). Das war schon bei Dogville so und ich fand es furchtbar. Ich bin ein einfach gestrickter Zuschauer: Wenn ich mir einen Film ansehe, erwarte ich eine Geschichte in der es mindestens eine Person gibt, mit der ich mich auf irgendeine Weise identifizieren kann, aus deren Sicht ich das Geschehen beurteilen kann (normalerweise ist das der “Held”). Dies passiert hier nicht. Von Trier lässt einen sprichwörtlich “allein”, da keine der Figuren es schafft, genug Liebenswürdigkeit aufzubauen, dass man mit ihr fühlt.

Auf die Hochzeitsszene, die damit endet, dass Justine den Lakai Tom auf dem Golfplatz fickt, ihre Stelle als Art Director kündigt, ihren Chef beschimpft und schließlich ihren frisch gebackenen Ehemann Michael in die Flucht jagt, folgt der zweite Teil des Films, in dem es um Justines Schwester Claire geht. Claire ist im Grunde eine Heldin, an die man sich emotional “dranhängen” kann: sie ist liebenswürdig, sie hat Schwächen, wir mögen sie. Aber Justine wurde bereits als so starke Figur eingeführt, dass Claire gegen sie komplett verblasst. Am Anfang des zweiten Teils sehen wir dann auch eine andere Justine, die als komplettes psychisches Wrack auf dem Gut ihres Schwagers John (Kiefer Sutherland) und ihrer Schwester eintrifft. Justine ist dermaßen neben der Spur, dass sie kaum in der Lage ist zu sprechen, zu essen, zu laufen – geschweige denn an einer normalen sozialen Situation teilzunehmen. Hier hat man schon wieder fast Mitleid mit ihr, egal, wie sehr man sie vorher gehasst haben mag. Ihre Schwester Claire fürchtet sich schrecklich vor dem Planeten Melancholia, der sich in einer rapiden Geschwindigkeit der Erde nähert, laut wissenschaftlichen Berechnungen aber an dieser vorbei fliegen soll. Claire’s Mann John übt einen beruhigenden Einfluss auf sie aus, schafft es aber nicht, alle Zweifel in ihr zu beseitigen. Justine scheint so etwas wie übersinnliche Fähigkeiten zu besitzen und “weiß einfach”, dass der Planet die Erde treffen und auslöschen wird.

Und so sollte es auch kommen: Am Ende ist alles futsch.

Was für ein positives Ende! Mehrmals innerhalb des Films (vor allem im ersten Teil) habe ich überlegt, ob ich das Kino verlasse. Im zweiten Teil sind zwar die Figuren nicht mehr so furchtbar, aber “Kinospaß” sieht für mich eben anders aus. Im Gegensatz zu Dogville (der letzte von Trier Film, den ich gesehen habe), muss ich jedoch die Bildwelt bzw. die Optik von “Melancholia” loben. Die Kameraführung (Methode: wackelige Handkamera) finde ich allerdings mindestens so furchtbar wie den Film insgesamt. Dieses Stilmittel trägt für mich zu einem großen Teil mit zu dem Unwohlsein bei, das der Film gerade in der ersten Hälfte erzeugt. Ferner fällt auf, dass von Trier hier eigentlich gar keine Geschichte erzählt. Es geht im Grunde die ganze Zeit nur um die Figuren und deren Beziehung zueinander. Die Tatsache, dass ein Planet die Erde zerstören könnte, rückt in den Hintergrund. Da ich gerne eine gute Geschichte sehe mit einem Helden, mit dem ich mitfühlen kann, ließ dieser Film mich mit einem Gefühl von Frustration und ein bißchen Wut zurück. Nun ja, ich bin halt ein einfach gestrickter Zuschauer.

Dänemark, Schweden, Frankreich, Deutschland, ca. 136 min.
Regie: Lars von Trier
Drehbuch: Lars von Trier
mit: Kirsten Dunst, Charlotte Gainsbourg, Kiefer Sutherland, Charlotte Rampling u.a.
Deutscher Kinostart: 06.10.2011

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EAT DRINK MAN WOMAN (1994)

by on Aug.01, 2011, under 5 Minuten nach dem Film, DVD

Es passiert mir häufig, dass ich morgens aufwache, und mein erster Gedanke am morgen gilt dem Film, den ich am Abend zuvor gesehen habe. So auch heute. Je nach Film kann diese Erfahrung sehr unterschiedlich sein. Der Film, den ich gestern Abend gesehen habe, heißt “Eat Drink Man Woman” und hat mich mit einem sehr schönen Gefühl der Ruhe und inneren Zufriedenheit aufwachen lassen.

Das liegt vielleicht daran, dass in dem Film die ganze Zeit gekocht wird: Taipeh, Mitte der neunziger Jahre: Die drei Schwestern Jia-Ning, Jia-Chien und Jia-Jen leben mit ihrem Vater zusammen unter einem Dach. Die Mutter ist vor einiger Zeit gestorben. Alle drei Schwestern sind unverheiratet und partnerlos und führen ganz unterschiedliche Leben. Die jüngste Schwester Jia-Ning jobbt in einem Fast Food Restaurant, die mittlere Jia-Chien ist erfolgreiche Geschäftsfrau in einer Fluggesellschaft und die älteste Jia-Jen hat sich dem Christentum zugewendet und arbeitet als Lehrerin. Vater Chu hilft als ehemaliger Chefkoch nach wie vor in der Küche eines teuren Hotels in Taipeh aus und bekocht seine drei Töchter jeden Sonntag aufs Üppigste mit traditioneller Chinesischer Küche (was Chu da alles zubereitet sieht wirklich köstlich aus!!!). Diese Sonntagsessen stellen gleichzeitig die Wendepunkte des Films dar, denn zu jedem Essen (ich zähle vier insgesamt) hat mindestens einer der Beteiligten den anderen etwas Wichtiges mitzuteilen.
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FASTEN AUF ITALIENISCH

by on Jul.17, 2011, under 5 Minuten nach dem Film

Nachdem ich das Wochenende davor Almanya gesehen hatte, habe ich mir letzten Montag “Fasten auf Italienisch” (L’Italien) angesehen, denn ich dachte, das reiht sich da vielleicht ganz gut ein. Der Film ist okay, aber ich hatte mir offen gesagt etwas mehr davon erhofft. Ich hatte auf so etwas wie wie das Französische Pendent zu Almanya gehofft, das ist es jedoch leider nicht.

Worum es geht: Dino Fabrizzi (Kad Merad – u.a. “Willkommen bei den Sch’tis“) ist erfolgreicher Verkäufer bei Maserati, seit einem Jahr glücklich in einer Beziehung zu Helené (Valérie Benguigui) und auch sonst ist in seinem Leben eigentlich alles in Butter. Die Sache hat nur einen Haken: Dino Fabrizzi ist eigentlich Mourad Ben Saoud. Um es im Alltag leichter zu haben, hat sich der Algerisch-stämmige Mourad einfach eine zweite Identität als lebenslustiger Italiener zugelegt. Das hat auch ganz gut funktioniert, bis Mourads Vater ernsthaft erkrankt und Mourad ihm verspricht, für ihn den Ramadan zu halten. (continue reading…)

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THE KING’S SPEECH

by on Jun.05, 2011, under 5 Minuten nach dem Film

THE KING’S SPEECH hat mir sehr gut gefallen. Erstaunlicherweise passiert in diesem Film jedoch nicht viel. Was hier erzählt wird, ist nicht in erster Linie eine Geschichte im klassischen Sinne, sondern die Entwicklung einer Person und einer Freundschaft. Und obwohl das eigentlich relativ unspektakulär klingt, fesselt der Film von der ersten Minute. Am Ende hat man zwei Stunden im Kino gesessen und kann sich selbst nicht erklären, wo die Zeit geblieben ist.

Worum es in dem Film geht, ist wohl hinreichend bekannt – Albert Frederick Arthur George, Herzog von Yorkshire und Vater von Elizabeth II. (ja genau, DIE Queen Elizabeth) stottert. F-f-f-fürchterlich. Er hat schon diverse Ärzte ausprobiert und eigentlich die Hoffnung aufgegeben, als seine Frau (die reizende Helena Bonham Carter – u.a. bekannt aus Fight Club oder Harry Potter) ihn zu dem australischen Sprachtherapeuten Lionel Logue (Geoffrey Rush) schleift. Die beiden äußerst starrköpfigen Männer entwickeln über die Zeit hinweg aus ihrer Arzt-Patienten-Beziehung eine richtige Freundschaft. Am Ende soll “Bertie” (wie er von Logue genannt wird) zum König gekrönt werden und anlässlich des Eintritts Großbritanniens in den zweiten Weltkriegs eine Rede im Rundfunk halten. Mit dieser Rede endet der Film dann auch. (continue reading…)

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SNOW CAKE

by on Jan.28, 2011, under 5 Minuten nach dem Film

Ganz überraschend sah ich, dass dieser Film, der schon seit Monaten auf meiner “To watch”-Liste steht, gestern Abend im Fernsehen lief (Arte). Leider 15 Minuten zu spät (der Film lief schon) schaltete ich ein. Was für ein wunderschöner, leiser Film! Ich weiß gar nicht, wo ich mit Schwärmen anfangen soll – bei der Story, den Schauspielern, den Bildern?

Fangen wir mal den Schauspielern an: Sigourney Weaver spielt eine Autistin. Erst einmal: Großen Respekt davor, sich überhaupt an so eine Rolle heran zu trauen. Aber, nicht nur das: Sie ist darin auch noch umwerfend gut!
Als nächstes: Alan Rickman (auch bekannt als Professor Snape aus Harry Potter): Eigentlich jemand, den ich sowieso anschmachte (allein wegen seiner Rolle als Snape), aber in dieser Rolle ist er absolut hinreißend! Er spielt einen Engländer, der vor nicht allzu langer Zeit aus dem Knast entlassen worden ist. Er nimmt eine Anhalterin mit, und bei einem Autounfall stirbt diese. Jene Anhalterin Vivienne ist eben genau die Tochter von Linda, der Autistin. (continue reading…)

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MARY UND MAX – ODER SCHRUMPFEN SCHAFE, WENN ES REGNET?

by on Dec.03, 2010, under 5 Minuten nach dem Film

Mary & Max

Meine Meinung zu diesem Film ist gespalten. Einerseits gefällt mir die Optik des Films sehr gut, dass es sich um einen Animationsfilm in Stop-Motion-Technik handelt sowie die Tatsache, dass ein Animationsfilm so ein ernstes Thema aufgreift. Andererseits ist gerade letzteres das, was nicht gerade bewirkt, dass man gut gelaunt aus dem Film heraus geht. (continue reading…)

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THE SOCIAL NETWORK

by on Dec.03, 2010, under 5 Minuten nach dem Film

Zugegeben: Ich bin großer Facebook-Fan. Ich bin süchtig. Es gibt keinen Tag, an dem ich nicht mindestens einmal auf Facebook schaue, was meine “Peers” so machen. Daher war es für mich klar, dass ich den Film über den Facebook-Gründer Marc Zuckerberg (gesprochen “Sackerbörg” – wie in Englisch “Sucker”) sehen musste. Ich hatte im Vorfeld bereits einiges über den Film gelesen, z.B. dass die Darstellung von Herrn Zuckerberg sich nicht an der realen Person Zuckerbergs orientiert, sondern fiktiv sei.

Das ist dann auch gleichzeitig mein Hauptkritikpunkt an “The Social Network”: Mark Zuckerberg wird als ziemlich asozialer Charakter mit Anflügen von Asperger Syndrom gepaart mit einer pseudo-coolen “Mir is eh alles scheißegal”-Haltung dargestellt – und das als Gründer der weltweit größten sozialen Netzwerkanwendung! Von der Storytelling-Warte her natürlich ein schöner Schachzug, den Gründer von Facebook als gefühlslosen und anti-sozialen Authisten darzustellen. Inwieweit das der Realität entspricht, bleibt allerdings dahingestellt. Mir persönlich hat diese Art der Darstellung Zuckerbergs nicht gefallen, da sie dem Film einen sehr negativen Touch verleiht. Der erste Impuls nach dem Film war bei mir “Ich möchte sofort meinen Facebook-Account löschen!” und erst als ich mir auf YouTube einige Interviews mit dem echten Mark Zuckerberg angeguckt hatte, legte sich meine Entrüstung wieder. Und ja, wahrscheinlich hat Mark Zuckerberg Ideen geklaut. Und ja, wahrscheinlich hat er auch seinen Freund beschissen. Aber eigentlich ist Mark Zuckerberg nichts anderes als ein geniales Nerd-Kid, und ich bewundere Leute, die wie er so straight ihre Visionen verwirklichen.

“The Social Network” ist dennoch ein “Must see” für jeden der wie ich Facebook mindestens täglich nutzt, denn er bietet schöne Einsichten in die Facebook-Gründungsstory.

Und ich bin jetzt Fan von Mark Zuckerberg – auf Facebook, wo sonst.

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UP IN THE AIR

by on Jul.14, 2010, under 5 Minuten nach dem Film

Ryan Bingham ist ein Antiheld mit Charakter. Er fliegt durchs Land und wird von Firmen gebucht um Leute zu feuern. Sein Lebenscredo ist die Perfektion der Ungezwungenheit. Eine entstehende Beziehung und eine neue, junge Kollegin sorgen für eine kritische Betrachtung seines Lebenskonzeptes. Jason Reitman (Juno) erzählt die Geschichte mit einem großartigen Gespür für Timing – mal mit schnell Blenden im Zeitraffer, mal langsam den Schauspielern (George Clooney, Vera Farmiga & Vera Farmiga) Raum lassend für ihre hervorragenden Künste. Und da das alles nach viel Pathos klingt sei euch versichert – es geht hier auch ohne.

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9TO5 – DAYS IN PORN

by on Aug.02, 2009, under 5 Minuten nach dem Film

Um es vorweg zu nehmen: Ich habe kein besonders entspanntes Verhältnis zu Pornographie. Genauer gesagt finde ich Pornographie ziemlich abstoßend. Daran hat dieser Film nicht viel geändert. Ich finde Pornographie nicht besser oder schlechter als vorher, habe aber einige (mehr oder weniger) interessante Dinge über die Menschen erfahren, die in diesem Metier arbeiten. (continue reading…)

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UP

by on Jul.19, 2009, under 5 Minuten nach dem Film

Was für ein großartiger Film! Ich habe lange nicht mehr so einen bewegenden Zeichentrickfilm gesehen. Es geht um einen alten Mann namens Carl Frederickson, der seine Lebensmitte weit überschritten hat und nun noch einmal ein großes Abenteuer in Angriff nimmt: Der Lebenstraum von ihm und seiner Frau war es immer gewesen, ein Haus in Südamerika zu haben. Wie es nun aber im Leben so ist, kam immer irgendetwas dazwischen, das die beiden daran gehindert hat, ihren Lebenstraum zu verwirklichen. (continue reading…)

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BURN AFTER READING

by on Oct.15, 2008, under 5 Minuten nach dem Film

Burn after reading – warum der Film diesen Titel trägt, kann ich nur erahnen. Dreh- und Angelpunkt der Story ist tatsächlich eine selbstgebrannte CD, die unvermittelt in einem Fitnessstudio auftaucht. So viel kann man hier glaub ich verraten, ohne dem Film allzu doll vorzugreifen. Ansonsten ist der Streifen herrlich erfrischend, ohne Moral, ohne Sinn und auch ohne “kartasischen” Reinigungseffekt – und eben gerade deswegen erfrischend. Im Gegensatz zu “Fargo”, der noch annähernd so etwas wie eine moralische Komponente hatte (für die Guten – schwangere Komissarin – wird alles gut, die anderen kommen irgendwie unter), fehlt diese hier tatsächlich völlig. Es gibt kein Gut und Böse und auch die Story ist bereits nach einer halben Stunde nur noch schwerlich innerlich zu rekapitulieren. Spielt auch eigentlich keine Rolle. Am Ende geht alles irgendwie aus. Und lustig ist der Film! Ich habe an einigen Stellen herzhaft gelacht. Empfehlung: Auf jeden Fall angucken (wenn möglich im Original, aber ohne mU).

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STRANGER THAN FICTION

by on Jan.18, 2008, under 5 Minuten nach dem Film

Stranger than Fiction - Will Ferrell

Ich habe diesen Film auf Video gesehen. Keine Ahnung, wann der überhaupt im Kino lief, ich hatte vorher noch nie von dem Film gehört. Aber ich fand ihn super! Er ist ein bißchen wie “Being John Malkowich”, aber auch irgendwie anders. Heiterer, finde ich, und möglicherweise mit etwas weniger Tiefgang. Der Soundtrack ist auch hübsch und sehr erfrischend! Mal wieder ein bißchen alte Punkmusik…

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LITTLE MISS SUNSHINE

by on Feb.26, 2007, under 5 Minuten nach dem Film

Ein großartiger Film! Berührend und lustig zugleich. Eine Familie fährt mit einem alten VW-Bus zu einem Schönheitswettbewerb für “little misses” von Albuquerque nach Californien. Auf Ihrem etwa 800 Meilen langen Weg gibt nicht nur das Auto immer weiter den Geist auf, sondern auch die Familie wird mit einigen Zerreißproben konfrontiert – was die sechs unterschiedlichen Charaktere jedoch am Ende nur umso mehr zusammen schweißt. Zum Schluss gibt es noch eine lustige Überraschung, die im Zuschauer die Frage aufwirft, wer in diesem Film die richtigen Freaks sind… Was mir an diesem Film am besten gefallen hat war, dass er nicht die Standard-Moral à la “Loser sind am Ende doch die eigentlichen Gewinner” vertritt, sondern dass die Loser in diesem Film einfach mal verdammt cool sind und damit zeigen, dass es eigentlich ganz okay ist, auch mal ein Loser zu sein.

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Science of Sleep

by on Oct.29, 2006, under 5 Minuten nach dem Film

Ich bin hingerissen. Vollständig diesem Film verfallen. Der fantasievolle Film – mit sehr viel Mut zum Experiment, viel Eigenwilligkeit und surrealer Umsetzung von Träumen und Realität (Einbau von Stopmotion-Animation und liebevollsten Papp-Modellen) – ist ein optischer Rausch und dabei so lustvoll und abwechslungsreich. Gael Garcìa Bernal als Stéphane und Charlotte Gainsbourg als Stéphanie sind das schwierige Traumpaar und spielen entzückend. Unbedingt ansehen.

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