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DIE HAUT, IN DER ICH WOHNE – Review Nr. 2
by mo. on Nov.16, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
Regisseur Pedro Almodovar hat uns schon immer einiges zugemutet, was die Abgründe der menschlichen Seele angeht. Seinem neuesten Werk, dem Thriller „Die Haut, in der ich wohne“, fehlt aber, was die früheren Filme trotz ihrer Grausamkeit verdaulich macht: die trashige Melodramatik, die einem half, das Entsetzen wegzulachen.
Zur Story sei nur kurz gesagt, dass der Chirurg Roberto Ledgard (Antonio Baderas, gut aber unattraktiv, kein Lachen, kein Charme) aus völlig überzogener und barbarischer Rache aus einem Menschen (leicht neurotisch, aber bezaubernd Elena Anaya) einen neuen Menschen näht. Es mischen sich da persönliche Motive mit den Allmachtsphantasien des wissenschaftlichen Schöpfers (die transplantierte Haut ist z.B. stabil vom Schwein, das Kreuzen von Mensch und Tier ist aber ein medizinisches Tabu). Die Frankensteinsche Kreatur namens Vera ist gänzlich Ledgards Eigentum; sie wird komplett mit Videokameras überwacht und nach Belieben untersucht und operiert. Vera kämpft um ihr seelisches Überleben durch Yoga, durch Kunst und dadurch, dass sie das symbiotische Verhältnis mit ihrem Peiniger bekräftigt.
Ledgards Verhalten wird nicht plausibel. Der Verlust von Frau und Tochter haben ihn nicht verrückt gemacht, er muss es schon immer gewesen sein. So schiebt sich der Film über zwei beklemmende Stunden an sein böses Ende heran, ohne dass der Protagonist eine wirkliche Entwicklung durchmacht, während Veras auch nur skizzenhaft bleibt.
THE KING’S SPEECH (2010)
by mo. on Aug.23, 2011, under 5 Minuten nach dem Film, DVD
The THE KING’S SPEECH von Regisseur Tom Hooper verbindet geschickt menschliches Drama (das Stottern von Prinz Bertie, dem Herzog von York) mit wahren historischen Begebenheiten. Prinz Bertie (Colin Firth) leidet seit früher Kindheit unter einer Sprachstörung. (continue reading…)
TRUE GRIT
by mo. on Aug.04, 2011, under DVD
Manche Film verpasst man, und weiss genau, dass sie nachgeholt werden müssen. TRUE GRIT von Ethan und Joel Cohen gehört definitiv dazu. Der Film überrascht durch nichts, außer durch seine Makellosigkeit und seine brillianten Darsteller.
Die Story dürfte bekannt sein. Die 14jährige Mattie Ross (Hailee Steinfield; Talent, ick hör dir trapsen!)) möchte den Tod ihres Vaters rächen und heuert dafür den abgehalfterten US Marshall Rooster Cogburn (Jeff Bridges) an. Der will die vorwitzige, aber um so eloquentere Göre nicht mitnehmen, aber die setzt sich durch. Gemeinsam mit dem Texas Ranger LaBoeuf (Matt Damon) durchqueren sie das Indianergebiet, erledigen Outlaws und stellen sich im finalen Showdown dem Mörder Chaney und seiner neuen Bande. (continue reading…)
NICHTS ZU VERZOLLEN
by mo. on Aug.01, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
Mit NICHTS ZU VERZOLLEN reist Dany Boon zum zweiten Mal in den Norden Frankreichs und zudem in das wackere Königreich Belgien. Diesmal hat sich Monsieur Boon der angespannten Beziehungen zwischen den Franzosen und den Belgiern angenommen. Während Belgier Franzosen für versnobt halten, finden Franzosen Belgier ungehobelt und sprachbehindert. Mit anderen Worten, Belgier sind für die Franzosen so etwas wie die Ostfriesen für die Deutschen. Schweizer kommen übrigens gleich nach den Belgiern.
Boon selbst mimt Mathias Ducatel, einen französischen Zollbeamten, der kurz vor dem Schengener Abkommen, seinen Dienst in einem verschlafenen Kaff leistet. Auf der belgischen Seite des Schlagbaums arbeitet Ruben Vandevoorde (Benoit Poelvoorde), der seinen Hass auf die Franzosen in langen Schimpftiraden, erniedrigen Leibesvisitationen und gelegentlichen Handgreiflichkeiten Luft macht. (continue reading…)
LE HAVRE
by mo. on Jul.08, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
Aki Kaurismäki ist ein bisschen soft geworden. In seinem neuen Film LE HAVRE sind (fast) alle Menschen gut, und alles wird auch gut, obwohl laut der kranken Arletty (berührend Kati Outinen, insbesondere, wenn sie französisch spricht) in ihrem Viertel keine Wunder geschehen.
Kurz zur Story. Marcel Marx (André Wilms) ist ein ehemaliger Autor und Bohemian, der jetzt zurück gezogen und leise mit seiner Frau Arletty und der Hündin Laika in Le Havre lebt und sich seinen bescheidenen Lebensunterhalt als Schuhputzer verdient. Kaurismäki ist ansonsten seiner Handschrift treu geblieben. Er zeigt Menschen mit bemerkenswerten Fressen in einem brökelnden Lebensumfeld, das von Melancholie durchzogen ist. Le Havre könnte auch in der Ukraine liegen, würden die Menschen nicht ihren Wein in einer Bar Tabac trinken und über Essen schwatzen. (continue reading…)
DAS SCHMUCKSTÜCK (POTICHE)
by mo. on May.25, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
Die Komödie DAS SCHMUCKSTÜCK (2010) von François Ozon führt uns zurück in das Jahr 1977, als die Fronten noch klar waren. Es gab die Bürgerlichen und die Kommunisten, es gab die Arbeiter und die Fabrikbesitzer (entweder Arschlöcher oder gütige Patriarchen, aber auf keinen Fall austauschbaren Geschäftsführer internationaler Finanzkonzerne), und es gab die Ehemänner und die Ehefrauen.

Susanne Pujols (Catherine Deneuve) Rolle im Leben scheint am Anfang sehr klar. Sie ist die wohlhabende Gattin des cholerischen Chefs einer Regenschirmfabrik, von ihm nicht ernst genommen und regelmäßig betrogen, die sich ihr Leben verschönt, indem sie Rosen züchtet, Gedichte schreibt und Zwiegespräche mit Eichhörnchen führt. Ihre Tochter Joelle sagt ihr, durchaus mit einiger Verachtung, „Du bist doch nur ein Schmuckstück!“ (continue reading…)
PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN
by mo. on May.16, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
Hier kommt er mit gehissten Segeln, der heiß ersehnte vierte Teil der PIRATES OF THE CARIBBEAN, zu deutsch FREMDE GEZEITEN (ab 19. Mai 2011). Ein Mann, wie Jack Sparrow (Johnny Depp, was soll man mehr sagen als „hmmm“, „aaaaah!“ und „Prost!“) ändert sich nicht. Kaum hat er seinen Freund Joshamee Gibbs (Kevin R. McNally), als Richter verkleidet, vor der Guillotine gerettet, wird er vom englischen König zwangsrekrutiert, um die englische Marine vor den Spaniern auf den sieben Weltmeeren zur Quelle der Jugend zu führen. Das kommt für ihn schon alleine deswegen nicht in Frage, weil als Kapitän der Mission sein alter Lieblingsrivale Hector Barbossa (Geoffrey Rush) vorgesehen ist.
Außerdem ist Sparrow zu Ohren gekommen, dass jemand, der sich als Sparrow höchst selbst ausgibt, Seemänner rekrutiert. Wie sich herausstellt, handelt es sich um Angelica (betörend: Penélope Cruz), mit der Sparrow schon einmal das Vergnügen hatte und die ihm an Furchtlosigkeit und Skrupellosigkeit in nichts nachsteht. Angelica zwingt Sparrow, sie zusammen mit dem berüchtigten Piraten Blackbeard (Ian McShane) zur Quelle der Jugend zu begleiten, die auch ihr Ziel ist. (continue reading…)
WILLKOMMEN IN CEDAR RAPIDS
by mo. on May.10, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
CEDAR RAPIDS erzählt eine gängige Geschichte: ein Kleinstadt-Blauauge namens Tim Lippe (Ed Helms) reist in eine Metropole (nun gut, in diesem Fall eine mittlere Großstadt in Iowa) und erlebt dort allerlei bizarre Abenteuer. Seine gute Seele nimmt, zu unser aller Freude, aber keinen Schaden. Was als Story erstmal klischeehaft und langweilig klingt, hat Regisseur Miguel Arteta in eine schnelle und witzige Komödie verwandelt.
Tim ist 34 Jahre alt und Versicherungsagent mit einem „Tu Gutes“-Berufsethos. Tims Eltern sind tot. Sein Boss hat die Rolle des Vaters übernommen, und als Mutterersatz dient ihm seine Grundschullehrerin Macy (sehr charming: Sigourney Weaver), mit der er eine Affäre hat, nicht ohne in Folge eine Ehe anzustreben.
Als ein Kollege unter dubiosen Umständen stirbt, muss ausgerechnet Tim das erste Mal in seinem Leben ein Flugzeug besteigen und die Firma auf der Jahresversammlung der Versicherungsagenturen des Mittleren Westens vertreten. Speziell geht es darum, eine Auszeichnung zu gewinnen (continue reading…)
BARFUß AUF NACKTSCHNECKEN / PIEDS NUS SUR LES LIMACES
by mo. on May.01, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
Lily (Ludivine Sagnier) ist 17 und macht, was sie will. Sie näht aus toten Felltieren Pantoffeln, lebt mit einem Truthahn zusammen, dem sie gelegentlich die Krallen lackiert, und fummelt auch gerne mit der Dorfjugend herum. Lily leidet an einer geistigen Behinderung. Sie ist liebenswert, unverblümt und ehrlich, aber auch anstrengend und unberechenbar. Als Lilys Mutter überraschend stirbt, bleibt ihr nur ihre große Schwester Clara (Diane Kruger). Clara ist – auch optisch -das Gegenteil ihrer Schwester. Verheiratet mit einem Anwalt, urban, elegant und selbstbeherrscht.
Schnell stellt sich heraus, dass Lily weder alleine noch in der Stadt mit Clara und ihrem Mann leben kann. Clara zieht auf unbestimmte Zeit zu ihrer Schwester ins mütterliche Landhaus. Inspiriert durch Lily, fängt Clara an, die Zwänge ihres eigenen Lebens zu reflektieren und beginnt, den Augenblick zu leben und Lust zuzulassen. (continue reading…)
Klaus Kinski – KINSKI TALKS 2
by mo. on Apr.08, 2011, under Diverses
Nachdem KINSKI TALKS 1 sich offensichtlich gut verkaufte, hat Kinski-Nachlassverwalter Peter Geyer nachgelegt und, getreu der Maxime, dass Kinski niemals aufhört zu reden, die KINSKI TALKS 2 herausgebracht. Die Edition besteht aus folgenden Interviews (bzw. Versuchen) mit Kinski:
- “Zeit zu zweit” mit Désirée Nosbusch
- “NDR Talkshow” mit Alida Gundlach
- “Dinocittà” mit Jay Miracle
Die “Zeit zu zweit” mit Kinski und der 20jährigen Désirée Nosbusch ist vergleichbar mit 44 Minuten Wurzelkanalbehandlung ohne Betäubung. Der Anfang (schmollenden Mundes fährt Désirée im offenen roten Cabrio zum Interview und denkt laut über den Klaus und das Leben nach, im Hintergrund dudelt Fahrstuhlmusik) ließ mich ein Remake von Deep Throat antizipieren. Statt einem Porno (sieht man einmal davon ab, dass sich Kinskis Kopf in weiten Teilen des Interviews auf Désirées Schenkel befindet) wohnt man dann der “Schönen und das Biest” bei und muss unendlich zuhören, wie die Kleine belehrt wird, mal aggressiv, mal zärtlich. “Das ist ja geradezu rührend, wie dumm du bist!”, verkündet das Biest. (continue reading…)
DER NAME DER LEUTE / LE NOM DES GENS
by mo. on Apr.04, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
Regisseur Michel Leclerc hat eine Komödie vorgelegt, die nicht immer zum Lachen ist. Bahia (Sara Forestier) ist eine selbstbewusste junge Frau, die scheinbar keine Angst und keine Scham kennt. Ihre Mutter, eine Politaktivistin, die Bahias Vater vor allem geheiratet hat, weil er ein algerischer Flüchtling war, hat ihr das soziale Engagement in die Wiege gelegt, und Bahia hat ihre ureigene Methode der Umsetzung gefunden. Sie schläft mit konservativen Männern, um sie ideologisch zu umzudrehen. Ihre sexuelle Opferbereitschaft hat allerdings einen ernsten Hintergrund: Bahia wurde als Kind missbraucht.
Bei einer Radiosendung lernt Bahia Arthur Martin (Jacques Gamblin) kennen. Der ist zwar ein Anhänger Jospins, des bekehrenden Beischlafs also an sich nicht bedürftig, aber dafür ist er privat äußerst vorsichtig und konventionell. Das hat seinen Grund. Die Eltern seiner Mutter wurden in Auschwitz vergast, und nun gilt es in der Familie Martin vor allem, nicht aufzufallen, brave französische Bürger zu sein, und Leidenschaft nur für technischen Fortschritt zu entwickeln und zu zeigen. (continue reading…)
RANGO
by mo. on Mar.08, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
Rango (gesprochen von Jonny Depp) ist ein Chamäleon ohne Mission, bis der Zufall es aus seinem terrariumgebundenen Leben hinaus in die wahre Welt katapultiert. Ein geheimnisvolles Gürteltier weist ihm den Weg in das Westernstädtchen Dirt, mitten in der Wüste. Rango tritt auf wie eine Mischung aus John Wayne und Otto und wird flugs zum Sheriff ernannt. Die Bewohner des Städtchens setzen all ihre Hoffnungen in das grüne Großmaul. Als plötzlich das Wasser versiegt und das Leben der Locals in Gefahr ist, merkt Rango, dass schöne Worte nicht reichen und entwickelt sich schließlich zu einem wirklichen Held. (continue reading…)
THE ADJUSTMENT BUREAU / DER PLAN
by mo. on Mar.07, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
David Norris (Matt Damon) lebt als junger erfolgreicher Politiker in New York. Er liebt es, die Massen zu begeistern; alles scheint nach seinem Plan zu gehen, selbst Schlappen verwandelt David mit seinem Charme noch in Triumphe. Er lernt die schöne Tänzerin Elise (Emily Blunt) kennen und schickt sich an, sie in gewohnter Manier erobern. Doch dann wird David das Ruder aus der Hand genommen. Er kriegt mit, wie sein Freund und Geschäftspartner von geheimnisvollen Männern rekalibriert wird – und muss den Mund halten, wenn an ihm nicht ein komplettes Reset vorgenommen werden soll. Schlimmer noch: dieselben Männer beweisen große Kunst darin, die Welt so umzubauen, dass das verliebte Paar nicht zueinander kommen kann.
Als sich gegen alle Widrigkeiten ein zartes Glück anbahnt, wird David von den Männern eingeschüchtert. Für Elise und ihn sind große Dinge vorherbestimmt, aber nur, wenn er sich an das Drehbuch hält. Denn der freie Wille ist den Menschen nach verschiedenen Probephasen im Anschluss an die letzten Weltkriege endgültig genommen worden, weil sie mit ihm nichts als Unfug angestellt haben. David gibt auf und konzentriert sich auf das Karriere. Doch die Liebe ist bekanntlich eine starke Macht. (continue reading…)
DREI
by mo. on Jan.17, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
Tom Tykwers DREI ist eine Versuchsanordnung, ist ein Spiel und dazu noch ein toller Film.
Hanna (die hinreißende Sophie Rois) und Simon (Sebastian Schipper) sind ein gut situiertes, kulturell interessiertes Paar mittleren Alters, irgendwie glücklich miteinander und doch ein bisschen auf der Suche. Durch das plötzliche Ableben seiner Mutter und seine eigene Hodenkrebserkrankung sicherlich unterbewusst auf die Endlichkeit des Lebens und das Schwinden der Möglichkeiten eingestimmt, nimmt Simon eine Möglichkeit wahr. Er lässt sich von einem Fremden auf dem Badeschiff einen runterholen.
Mit diesem Fremden namens Adam (Devid Striesow, der mit dem liebsten aller Lächeln) probiert auch Hanna etwas, nämlich eine heiße Nacht, zum selben Zeitpunkt, als Simon in einer Notoperation ein Hoden entfernt wird. Die anwesende Krankenschwester kommt ihm bekannt vor und enthüllt auf Nachfrage, dass Simon Hanna vor fast 20 Jahren mit ihr betrogen hat, dass sie schwanger wurde und dass sie dieses Kind abgetrieben hat. Möglichkeit Kind verpasst. Aber mit Hanna, Simon und Adam geht es weiter. Einmal reicht den dreien nicht, sie verlieben sich ineinander, Hanna wird schwanger, der Doppelsimultanbetrug fliegt auf. (continue reading…)
NOWHERE BOY
by mo. on Jan.07, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
Eigentlich wollte ich „Das Ende ist mein Anfang“ sehen, den Film von Jo Baier über den Journalisten Tiziano Terzani. Der lief aber nicht. „Sie wissen doch“, sagte die sympathische Kinokartenverkäuferin, „in der zweiten Woche klappt das oft nicht mit den Programmvorschauen bei Tip und Zitty.“ Zur Ausfall hatte ich stattdessen den neuen Woody Allen, der sei ganz nett (wollte ich aber nicht, weil der a) schon in cinemazine besprochen wurde und b) Woody Allen seit ein paar Jahren auf „ganz nette Filme“ spezialisiert scheint) oder eben den „Nowhere Boy“.
Regisseur Sam Taylor-Wood zeigt uns das Leben, das der 15jährige John Lennon (Publikumsliebling Aaron Johnson) führt. (continue reading…)
EIN MANN VON WELT
by mo. on Dec.17, 2010, under 5 Minuten nach dem Film
Eine Komödie ist lustig. Eine schwarze Komödie ist ebenfalls lustig. Lachen kann man auch mal, wenn jemand auf einer Bananenschale ausrutscht. Führt der Sturz aber zu einer Querschnittslähmung, bleibt – zumindest mir – der Lacher im Hals stecken.
So ging es mir bei Hans Petter Molands EIN MANN VON WELT. Was als „bitterböse schwarze Komödie“ verkauft wird, entpuppt sich als Universum von Krampfadern, Goldkettchen, Fettschlieren im Schnellimbiss und jeglicher Art von menschlicher Niederung.
Die Story ist schnell erzählt. Nach 12 Jahren Haft wegen Mordes wird der ohnehin deliktaffine Ulrik (Stellan Skarsgård) aus der Haft entlassen. (continue reading…)






