Posts Tagged ‘Max Ophüls Preis’

Selbstgespräche

Wednesday, July 16th, 2008

Deutsche Sommerkomödien sind nicht so schlecht wie ihr Bekanntheitsgrad. Gesehen haben aus dem letzten Jahren – was mir gerade so einfällt – sollte man “Wer früher stirbt, ist länger tot” (2006 top), “Shoppen” (2007), “Schwarze Schafe” (2007), “1.Mai” (2008! noch im Kino), “Solino” (2002), … – bestimmt habe ich wichtige Filme vergessen. Andere Genres ausgeschlossen.

Gar nicht so schlecht ist “Selbstgespräche”, der am 31. Juli 08 in die Kinos kommt. Dramen und Selbsterhaltungstriebe in einer Call-Center-Komödie, (more…)

Max Ophüls Preis

Wednesday, January 2nd, 2008

Das Nachwuchsfestival für deutschsprachige Filme findet vom 14. bis 21. Januar in Saarbrücken statt. Hier geht zur den Pressemitteilungen mit Wettbewerbsfilmen, Nebenreihen plus sonstigen Veranstaltungen und Treffs … (more…)

Dunkelblaufastschwarz / Trader’s Dreams / Reine Geschmackssache

Friday, June 29th, 2007

Dunkelblaufastschwarz

Dass Menschen bei sommerlicher Hitze auf zunehmend skurrilere Gedanken kommen, ist bekannt – auf welche, dann doch immer wieder eine besondere Erwähnung wert:

Bereits am 21. Juni gestartet, klettert ein spanischer Debütspielfilm gerade in den Arthaus-Kino-Charts ganz nach oben. “Dunkelblaufastschwarz” heißt der Coming-of-age Film, der den Zuschauer mit auf die Reise einiger träge agierender Figuren nimmt: (more…)

Full Metal Village – Sung-Hyung Cho

Wednesday, April 18th, 2007

Von Schlitzaugen und Langnasen

Mit “Full Metal Village” gewann zum ersten Mal ein Dokumentarfilm den diesjährigen Max Ophüls Preis, den Hessischen Filmpreis und den Schleswig-Holstein Filmpreis. Regisseurin Sung-Hyung Cho portraitiert das Leben im schleswig-holsteinischen Dorf Wacken, in das einmal im Jahr Musikfans aus der ganzen Welt zum Heavy Metal Festival einfallen (W:O:A). Der Film zeigt Bauern und Dorfbewohner, und wie sie sich mehr oder weniger symbiotisch mit einem Ausnahmezustand arrangieren.

Full Metal Village -

Umgesetzt von einer gebürtigen Südkoreanerin, die schon einige Zeit hierzulande lebt, mutet deutsche Heimatkunde einvernehmend heiter, amüsant und skurril an. Trailer Kinofinder

Am 19. April ist deutscher Kinostart.

Interview mit Sung-Hyung Cho (more…)

Preußisch Gangstar

Saturday, January 27th, 2007

‘The gang with no sleep’ das waren die Jungs (und Mädels – mancher vermutete, dass ganz brandenburgisch Buckow angereist war?:) von Preußisch Gangstar (www.preussisch-gangstar-film.de) beim Festival Max Ophüls Preis 2007 in Saarbrücken.

Preußisch Gangstar ist gleichzeitig Filmtitel, Band und Label (http://preussisch-gangstar.de). Unbedingt anhören, feine Reime! ‘Most Wanted’ heißt das aktuelle Album. Nicht umsonst bekam der Film den Preis für die beste Musik (Hiphop Hörprobe).

Preußisch Gangstar

Preußisch Gangstar ist ein krasser, ehrlicher und anrührender Film, bei dem man außer den drei Protagonisten, die sich sehr genial selbst verkörpern, auch die Regisseure und die Crew nennen muss: Bartosz Werner und Irma Stelmach (unten). Die machen nämlich aus einer lebennahen Geschichte, die im drogenreichen und perspektivlosen Jugendmilieu spielt, einen guten und ehrlichen Spielfilm mit dokumentarischem Feingefühl, der seine Protagonisten nicht blossstellt, sondern was (Leben!) rüberbringt.

Preußisch Gangstar

Die Eröffnungsfilme:
Prädikat steigerungsfähig

Tuesday, January 16th, 2007

Unn? Wie wars? Tja, wie war’s. Heimat… Darum geht’s diesmal bei Max Ophüls und in der Tat waren die vier Filme der Eröffnung heimatlich. Zwei Dokus, zweimal Erzählkino… und die Dokus liegen ganz klar vorne…

Als ich an diesem 15. Januar in meine Heimat zurückkehrte — die Saarlouiser Altstadt — und dort gefragt wurde – wie war’s? – war meine Antwort: Steigerungsfähig. Da kommt noch was, da muss noch was kommen.

Der totale Flop war wohl Sarrelibre über die mutmaßliche Entführung des saarländischen Ministerpräsidenten für ein unabhängiges Saarland. Dünn, hauch dünn, lieblos, uninspiriert, flach. Einziger Pluspunkt: Der Kurzfilm war auch tatsächlich kurz. Da mag es kleinlich klingen, dass die saarländischen Untergrundler mit einem Mainzer Nummernschild herum fahren, aber es ist dann doch symptomatisch für die oberflächliche Mache des Kurzfilms. Da hat es sich der Filmemacher aus dem hohen Norden, Arne Ahrens, doch etwas zu leicht gemacht. Denn was von Saarlibre übrigbleibt, ist die unterschwellige Arroganz eines Filmemachers, der es sich offensichtlich zu leicht gemacht hat. Halbgar, unglaubwürdig: setzen, sechs.

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X Heimatwohnungen

Tuesday, November 7th, 2006

X Heimatwohnungen

Das Thema “Heimat — die Renaissance des regionalen Films in Europa” ist Schwerpunkt des 28. Filmfestivals Max Ophüls Preis vom 15.-21. Januar 2007 in Saarbrücken.

Teilnehmen können alle, die bereit sind, sich auf das “Blind Date” einzulassen und sich in unbekannter Runde und in unbekanntem Ambiente den ausgesuchten Film anzuschauen. Die Veranstaltung startet demnächst und ist kostenlos. Anmeldungen werden unter Angabe von Telefonnummer/e-Mail und der zwei Filme, die am liebsten angeschaut werden möchten, unter Telefon 0681-90689-16 und orga@max-ophuels-preis.de angenommen.

Unter folgenden Filmen kann ausgewählt werden:
• “Der Meineidbauer” 1956, Regie: Ludwig Anzengruber
• “Kohlhiesels Töchter” 1962, Regie: Axel von Ambesser
• “Herbstmilch” 1989, Regie: Joseph Vilsmaier
• “Händler der vier Jahreszeiten” 1972, Regie: Rainer Werner Fassbinder
• “Lampedusa” oder “Respiro” (OT) 2002, Regie: Emanuele Crialese
• “Bashu, der kleine Fremde” 1989, Regie: Bahram Beyzai
• “Der geplatzte Traum von Europa: die Saarabstimmung 1955″ 2005, Regie: Rüdiger Mörsdorf
• “Musikfestspiele Saar” 2006, noch in Produktion
• “Geierwally” 1956, Regie: Franz Cap
• “Samurai Fiction” 1998, Regie: Hiroyuki Nakano
• “Pharao” 1966, Regie: Jerzy Kawalerowicz
• “Solino” 2002, Regie: Fatih Akin
• “Indien” 1993, Regie: Paul Harather
• “Marias letzte Reise” 2005, Regie: Rainer Kaufmann
• “Louis mit den Leichentick” 1971, Regie: Jean Girault
• “Exodus” 1960, Regie: Otto Preminger
• “Eat the peach” 1986, Regie: Peter Ormrod

Mañana al Mar – Anke Jungfleisch

Saturday, September 23rd, 2006

Über die Lust einen Dokumentarfilm zu machen

Mit “Mañana al Mar”, der am 28. September startet, findet ein witziger, lebensbejahender Film seinen Weg ins Kino. Der diesjährige Ophüls-Dokumentarfilmpreisträger wurde produziert von Anke Jungfleich. Sie ist Mitinhaberin von gop03, einer Filmproduktionsfirma im Berliner Prenzlauer Berg, und es ist nicht zu übersehen, Anke wird bald Mutter.

Mañana al Mar - Anke Jungfleisch

?Wie sieht dein Job als Producerin eines Dokumentarfilms aus?
Jungfleisch: Zuerst bekommen wir ein Treatment oder ein Exposé zu lesen, je nachdem mit was die Autoren vorbei kommen. Darin versuchen wir eine spannende Geschichte zu entdecken. Wenn wir denken, es könnte auch andere interessieren, greifen wir uns den Stoff, überarbeiten ihn mit den Autoren zusammen und versuchen ihn finanziert zu kriegen. (more…)

Aktuelle Dokumentarfilm-Tipps — schillernd, lebensbejahend, skandalös

Saturday, September 23rd, 2006

Dieses Jahr haben wir es mit einem wahren Boom des Genres zu tun, und schon die Zuschauer beim Ophüls Festival 2006 wurden von einigen Perlen dokumentarischer Realitätsfindung überrascht. Drei der fünf Wettbewerbfilme finden gerade ihren Weg auf die Kinoleinwand:


Beetween the Lines – Buntes Transgender
Am 31. August startete “Between the Lines”, der nicht anders zu beschreiben ist als absolut faszinierend. Er entführt in eine fremde Sphäre des Seins, die schillernd und einzigartig ist auf dieser Welt. Die Deutsch-Französische Schülerjury beim Ophüls Festival kürte den Film überraschend zu ihrem Favoriten. “Between the Lines” erzählt von den Hijras, den “Dritten Geschlecht Indiens’ wie sie der Film beschreibt. Hijras können segnen oder verwünschen, sie lassen sich bezahlen für ihre privaten Dienste und sind fester Bestandteil der indischen Gesellschaft, deren allgegenwärtige Spiritualität die europäische bei weitem übersteigt. Regisseur Thomas Wartmann berichtet von einem irritierenden Eindruck beim Betreten der Welt der Hijras: “… Die ersten Recherchen in Dehli, Bombay, Bangalore brachten keine wirkliche Nähe. Sie (die Hijras) feierten ihre Kastration als Neugeburt, die Entscheidung weder Mann noch Frau zu sein, als große Freiheit. (…) Dann begegnete ich Anita, einer Fotografin, einer Inderin — und vor allem einer Frau. Mit ihr hatte ich einen Zugang gefunden. …”.
>>“Between the Lines”, “Mañana al Mar” und “Gambit” im Netz.

Between the Lines von Thomas Wartmann

Mañana al Mar – Anti-Aging
Neuestes Spezialprodukt zur Gesellschaftsdiskussion mit garantiertem Lach- und somit Schönmach-Effekt ist “Mañana al Mar”. Der Sieger des Ophüls-Dokumentarfilmwettbewerbs 2006 startet am 28. September. Da jeder von uns das Altwerden vor sich hat und den meisten von uns die Hoffnung bleibt, das ohne seelischen Schaden zu überstehen, kann man sich körperlich nie früh genug darauf vorbereiten. Also schaut “Mañana al Mar”, die zeigen wie’s geht, nämlich mit viel viel Humor. Ines Thomsen, die Regisseurin, lebte einige Zeit in Barcelona und lernte diese Clique alter Menschen kennen, die sich jeden Tag am Strand treffen, schwimmen, singen, laufen gehen oder Burgen bauen und so bemerkenswert “würdevoll’ altern. Thomsen, die mittlerweile auch für ihre Kameraarbeit ausgezeichnet wurde, beschreibt ihren ersten Eindruck: “… Ich lief am Strand entlang und hörte eine Frau Boleros trällern, die fröhlich ihre Pirouetten im Wasser drehte. Am Ufer stand ihre Krücke und wartete auf sie. …” (siehe auch Interview mit Produzentin Anke Jungfleisch).
>>“Between the Lines”, “Mañana al Mar” und “Gambit” im Netz.

Manana al Mar

Gambit – Skandalöse Enthüllungsgeschichte
Ein Stoff wie für einen Polit-Thriller und ein Bauernopfer, Jörg Sambeth, der Jahre später vor der Dokumentarfilmkamera Rede und Antwort steht. “Gambit” von der Schweizerin Sabine Gisiger startet am 21. September in Deutschland. Der die Firmenhierarchien der Siebziger detailreich rekonstruierende Film bringt genau 30 Jahre später Aufklärung in den Skandal über die hochgiftige Dioxinwolke, die im italienischen Seveso akute Hautverätzungen bei vielen Menschen, Tier- und Umweltsterben brachte. Nur der Chemiker und technische Direktor des verantwortlichen Großkonzerns Hoffmann-La Roche mußte für fünf Jahre ins Gefängnis, das Weltunternehmen vertuscht bis heute die Details. Als bewegend schilderte die Regisseurin in Saarbrücken den Augenblick, als der zu Unrecht zur Verantwortung gezogene Sambeth in Seveso gemeinsam mit den Menschen die Premiere von “Gambit” feierte. Fast 30 Jahre danach bat Sambeth um Vergebung – bei der Film-Premiere in Seveso.
>>“Between the Lines”, “Mañana al Mar” und “Gambit” im Netz.

GAMBIT 2005 Sabine Gisiger

GAMBIT 2005 Sabine Gisiger

>>“Between the Lines”, “Mañana al Mar” und “Gambit” im Netz. Weitere sehenswerte Dokumentarfilme, demnächst auf DVD erhältlich: “We feet the World” und “What the Bleep do we know”

Schläfer – Benjamin Heisenberg

Tuesday, January 31st, 2006

Benjamin Heisenberg (Regie & Drehbuch) gewann vor zwei Tagen beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2006 Hauptpreis, Drehbuchpreis und den Preis für die beste Filmmusik.
Das Mail-Interview entstand Anfang Januar 2006.

? Wie kommt es, dass Du dich gerade in den USA aufhältst? Hängt das mit dem Filmemachen zusammen? Wie genau?

Benjamin Heisenberg: Mein Aufenthalt hängt mit meinem Film zusammen. Ich besuche gerade noch gute Freunde tief in den Wäldern Oregons, bin aber zwischen dem 12. und 17.1. beim Berlin & Beyond Festival des Goethe Instituts in San Francisco. Dort wird “Schläfer” gezeigt und ich nehme an einem Panel über Widerstand und Überwachung teil.

? Hitchcock meinte zu Truffaut einmal im Interview “Das Publikum interessiert sich im Kino nicht für Politik”. Hat sich das geändert?

Benjamin Heisenberg: Ich glaube dieser Satz bezieht sich eher auf die Frage nach dem Verhältnis zwischen emotionalen und faktischen Inhalten. Aber ich denke das Interesse an politischen Zusammenhängen hat sich seit dem 11. September sicher sehr gesteigert, unter anderem weil in dieser Zeit nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich vieles unsicherer und härter geworden ist. Die Menschen machen sich mehr darüber Gedanken wie politische Entscheidungen ihr Leben beeinflussen und das spiegelt sich in den Filmen wieder. Über die heutige Situation hinaus halte ich politische Themen im Kino für genauso spannend wie andere und Hitchcock hat dafür die besten Beispiele geliefert. (more…)

Ralph Schwingel – Wüste Filmproduktion

Wednesday, January 25th, 2006

5000 Euro für saarländisches Drehbuch

Mit seiner Firma Wüste Filmproduktion gelang dem in Hamburg arbeitenden Saarländer Ralph Schwingel der furiosen Filmerfolg “Gegen die Wand” (Regie: Fatih Akin), der 2004 u.a. den Goldenen Bären der Berlinale, den Europäischen und den Deutschen Filmpreis gewann.
Bei der Preisverleihung des Max Ophüls Festivals 2005 rief Schwingel spontan einen saarländischen Drehbuchpreis von 5000 Euro aus. Soviel hatte er für sein erstes Drehbuch von der Saarländischen Filmförderung erhalten. Jetzt will er sich bedanken, sagte er, und stiftet beim Max Ophüls Preis 2006 5000 Euro für ein saarländisches Drehbuch.

Das Interview entstand während der Berlinale im Februar 2005.

?Hat sich das Leben als preisgekrönter Produzent verändert?

Ralph Schwingel: Kann man nicht direkt sagen. “Gegen die Wand” läuft gerade erst in Italien und den USA an. International wird der Respekt größer, doch bleibt es gleich schwer Filme zu finanzieren. Das ist natürlich Klagen auf hohem Niveau in einem stromlinienförmigen Moment des Erfolges.

? Welchen Film würden Sie drehen, wenn Geld keine Rolle spielen würde?

Ralph Schwingel: Geld hat mir nie wirklich gefehlt – das darf man eigentlich gar nicht öffentlich sagen. Mein Traum ist aber auch nicht 1000 Statisten und riesige Actionsequenzen. Die Filme, die ich mache, sind Plot- oder Charakter-geführt. Es gibt ein Buch, das mich interessiert, “Tod und Teufel” von Frank Schätzing, das ist ein Film der Größenordnung, wie sie in Deutschland zur Zeit nur Bernd Eichinger machen kann. Ich muss sicher sein, dass meine Filme sich refinanzieren. (more…)

The Future World of Movies & Games

Tuesday, January 24th, 2006

“Games – Über die Wechselwirkung zwischen Film und Computerspielen” 1. Dezember, 13-16 Uhr, Vortragssaal des Saarland Museum

Seit Ende Oktober läuft DOOM im Kino. Der seit Anfang unseres Denkens in Nullen und Einsen kontrovers diskutierte Egoshooter war stets auch ultimativ in Bezug auf die höchste Evolutionsstufe seiner Game-Engines. Nun erobert er die Top 10 der Kino-Charts – ein weiteres, erfolgreiches Computer-Game nach TOMB RAIDER und RESIDENT EVIL.
Derweil läuft auf der ganzen Welt die Synergieeffekte-Maschinerie auf Hochtouren. Ein amerikanischer Rapper bedient seine Fans aktuell mit Musik, Biografie, Film und Game gleichzeitig. Die absatzgebeutelten Mobiltechnologien mischen überall mit — getreu dem Motto: irgendwas iss immer.
In der nahen Zukunft angekommen, liegen die unendlichen Weiten der Möglichkeiten weiterhin vor uns. Irgendwann geschah die Kernschmelze Kino und Computer-Game. Was folgt daraus?!
In Deutschland hecken Menschen genau wie jenseits des großen Teiches Zukünftiges zum Thema aus. Einige wichtige Experten aus dieser Szene treffen sich am 1. Dezember 2005 zu einem Symposium in Saarbrücken. Es handelt sich um eine Veranstaltung des vom 23. bis 29. Januar stattfindenden Filmfestivals Max Ophüls Preis und ist wegen kulturgesponsort umsonst.

Vom Game zum Film: Eine Prominenz auf dem Podium heißt Dr. Uwe Boll. Der in Westphalen geborene Regisseur und Produzent sicherte sich wichtige Lizenzen und realisiert mittlerweile ‘die Movies zum Computerspiel’ mit traumhaften Millionen-Budgets. Über Filmfonds finanziert und vermarktet er seine Filme, wie u.a. ALONE IN THE DARK, HEART OF AMERICA oder der gerade in Postproduktion gegangene DUNGEON SIEGE. Schauspieler wie Christian Slater, The Rock, Ben Kingsley, Jürgen Prochnow oder das Model Eva Padberg spielen für ihn. Sein Konzept ist erfolgreich (und umstritten), Uwe Boll ist ein absoluter Genrespezialist.

Vom TV zum Game: Die Sat.1-Telenovela “Verliebt in Berlin” entpuppt sich als ein wahres Cross Media Wunder. Nach Saarbrücken kommt Lukas Kugler, der verantwortliche Projektleiter für das V.I.B.-PC-Spiel beim Berliner Spieleentwickler Random Labs.

Experimenteller Prototypbereich: “Pervasive gaming” (wörtlich: ‘durchdringendes’ Spielen) heißt das zukünftige Schlagwort für eine spezifische Form von Spielen, bei denen man sich im Idealfall jederzeit und jederorts beteiligen kann. Zwei Frauen, die international zu diesem Thema forschen, werden auf dem Podium über ihre Projekte berichten: Irma Lindt vom Fraunhofer Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) und Sabiha Ghellal von Sony NetServices.
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Mehr Infos:
www.boll-kg.de
www.radonlabs.de
www.pervasive-gaming.org
www.iuk.fraunhofer.de

http://iperg.fit.fraunhofer.de

Wettbewerbsfilme Max Ophüls 06

Friday, January 20th, 2006

Wichtigstes deutsches Debüt-Filmfestival: Max Ophüls Preis 2006

“Film ab’ heißt es vom 23. bis 29. Januar in den vier Kinos Cinestar, Filmhaus, Kino achteinhalb und camera zwo. Unter den zahlreichen Filmen ist klar der Wettbewerb der Langfilme das non plus ultra. Und weil man über nagelneue Filme nichts wirklich sagen kann, kommen (fast) alle Filmemacher selbst zu Wort.

Between the Lines
Dokumentarfilm: Thomas Wartmann
Zitat: “… weibliche Seelen in männlichen Körpern, schrill, obszön, provokant, immer umgeben von einem Hauch von Skandal. Ein Freund warnte vor ihren Lebensgeschichten. Die wären meist frei erfunden, …”

Falscher Bekenner
Fiction: Christoph Hochhäusler
Zitat: “In jeder Gruppe von Menschen, in der die Macht und die Liebe ungleich verteilt sind, gibt es Konflikte, gibt es Konkurrenz. Ich glaube, Menschen sind immer so grausam wie möglich.”

Futschicato
Fiction: Olav F. Wehling
Zitat: “Der Spagat zwischen persönlichen Egoismen und familiärer Verantwortung ist für mich das zentrale Thema des Films. Die ideologischen Altlasten ersticken den spontanen Geist von einst in dieser WG.”

Gambit
Dokumentarfilm: Sabine Gisiger
Inhalt: 1976 explodierte nahe der italienischen Stadt Seveso ein Atomreaktor. Hochgiftiges Dioxin entweicht …

Gisela
Fiction: Isabelle Stever
Zitat: “Der Film handelt von zwei Jungs, die hinter demselben Mädchen her sind und beide so tun, als fänden sie sie Scheiße. Für mich ist es ein Film über Freiheit. Georg, Paul und Gisela wollte ich nicht verurteilen, sondern ihnen eine Authentizität geben.”

Keller
Fiction: Eva Urthaler
Zitat Produzenten Franz Novotny: “Die Urthaler zu produzieren habe ich gegen jede Vernunft entschieden (absoluter no name, kein Meterchen Film belichtet). Und das war gut so. Mir reichte die ausgezeichnete Qualität ihrer Schreibe, um mir zu suggerieren, dass sie ebensolche Qualität auch inszenatorisch liefern würde.”

Ladybug
Fiction: Sebastian Ko
Inhalt: Die Geschichte zweier Menschen, die wie Aliens in die Welt der Einfamilienhaussiedlungen und Einkaufspassagen gefallen sind.

Liebeskind
Fiction: Jeanette Wagner
Zitat: “Meine Recherche begann mit Missbrauch und endetet mit einer Liebesgeschichte zwischen Vater und Tochter. Mir war klar, dass ich mich an ein Tabu wage und trotzdem wollte ich Vater und Tochter nicht bewerten.”

Mañana al mar
Dokumentarfilm: Ines Thomsen
Inhalt: “Vor ein paar Jahren habe ich in Barcelona gelebt. Ich lief am Strand entlang und hörte eine Frau Boleros trällern, die fröhlich ihre Pirouetten im Wasser drehte. Am Ufer stand ihre Krücke und wartete auf sie.”

Mondscheinkinder
Fiction: Manuela Stacke
Zitat: “Traurig, aber versöhnlich finde ich die Geschichte um Lisas Erfahrungen zwischen liebevoller Verantwortung für den todkranken Bruder und ihrer ersten Liebe. Die drei Hauptfiguren schöpfen Hoffnung aus ihren nächtlichen Abenteuern.”

Prinzessin
Fiction: Birgit Grosskopf
Zitat: “Schauplatz ist eine westdeutsche Vorstadt. Alles ganz sauber und monoton, gleichförmig. So dass man eigentlich nur weg will. Meine Protagonistinnen suchen sich Auswege. Mit fünf war jeder noch ganz klar, was mal aus ihr werden soll: eine Prinzessin.”

Schläfer
Fiction: Benjamin Heisenberg
Zitat: “Schläfer ist ein Film über einen gesellschaftlichen Zustand der Verunsicherung, mehr als über die Gefahr durch den islamischen Terror oder die Schuld oder Unschuld einzelner Charaktere …”

Swingerclub
Fiction: Jan Schütte
Zitat: “Lässt sich die Vision eines treu liebenden Paares heutzutage noch verwirklichen?”

Unter der Sonne
Fiction von Baran bo Odar
Zitat: “Wir sind zwar eine Generation, die nicht in einem Krieg und in Hungersnot aufgewachsen ist und dennoch hatten auch wir unsere Probleme. Über dieses Gefühl wollte ich erzählen.”

Zeit ohne Eltern
Dokumentarfilm: Celia Rothmund
Zitat: “Mit 10 Jahren ist die Kindheit für Franziska und Jana mit einem Schlag zu Ende, als die Stasi sie gewaltsam von ihren Eltern trennt. Ich wollte einen Film darüber machen, was innerhalb der Familie passiert, nachdem die politische Unterdrückung der DDR eigentlich vorbei ist.”

Zur falschen Zeit am falschen Ort
Dokumentarfilm: Tamara Milosevic
Zitat: “Der Mord gab mir den Anstoß zum Film, aber er sollte keinen zentralen Platz in der Handlung des Filmes einnehmen. Vielmehr hat mich der Alltag und das soziale miteinander dieser Menschen in diesem Dorf interessiert. Vielleicht haben manche Schwierigkeiten damit, weil ich keine Moral oder Antworten vorgebe, aber Kontroversen gefallen mir.”

Der Festivalkatalog mit allen Filmen und Beschreibungen kostet 6 Euro.
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Think digital

Thursday, January 12th, 2006

Denk’ digital !
Veranstaltungen zur digitalen Techniken zwischen dem 23. bis 29. Januar 2006 während dem Max Ophüls Filmfestivals in Saarbrücken.

Michael Krane, der ab Anfang Januar künstlerischer Leiter des Kinos “Camera Zwo” sein wird, sagte im Interview, es gebe keine besondere Vision hinter seiner neuen Aufgabe, “denn die wirkliche Revolution im Kino wird digital sein.” Mit dieser Aussage spielt er den perfekten Pass zum sich augenblicklich im schnellen Antritt befindenden Ophüls Festival.
Dem Team um die neue Festivalleiterin Birgit Johnson sind die technischen Innovationen unserer Zeit ins Auge gesprungen und so heißt die diesjährige Vortrags- bzw. Weiterbildungsschiene “Think digital! – Forum des digitalen Films auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis 2006″.
Was wie auch immer quartzig klingen mag, ist höchstinteressant, denn selten trifft man soviel geballte Informationen an einem Ort wie zu Filmfestivalzeiten. Zum regen professionellen Austausch zieht der MOP bis zu 25.000 Menschen aus der Branche in die Landeshauptstadt und da Sponsoring mit im Spiel ist, sind Expertendiskussionen und Vorträge umsonst beziehungsweise gut erschwinglich. Geld, dass dann bei den diversen Festivalparties in der Garage ausgegeben werden kann.

Connected to the future wirst du auf folgenden drei Veranstaltungen:

Produktionstechnik live! erleben während des Digilab (Digitales Laboratorium) vom 24. bis 28. Januar 06 (vollständige Informationen im Internet*), es werden Aufnahme-, Server- bzw. Projektionstechniken demonstriert, die beim digitalen Screening zur Anwendung kommen. Firmen und Institutionen zeigen digitale Schnittsysteme und HD-Kameratechnik in der Testvorführung.
Das DigiLab ist umsonst und zugänglich für jedermann.

Dokumentarisch revolutionär. Theoretische Einblicke in die Welt der Dokumentarfilmschulen ZeLIG (Bozen) und HFF Potsdam wird es bei einer Gesprächsrunde geben, im Festivaljargon Werkstattgespräche genannt. Veränderungen in der Ausbildung werden bei der Werkstatt: Digitalisierung im Dokumentarfilm diskutiert. Die Veranstaltung findet am Samstag, 28. Januar im Saarlandmuseum, Bismarchstraße 11-19. Der genaue Beginn ist über die Festivalsite zu erfragen*.
Die Werkstatt: Digitalisierung im Dokumentarfilm ist umsonst und zugänglich für jedermann.

Für Rechtsvertreter und Juristerei-Interessierte gibt es den Vortrag: Digitaler Vertrieb, in dem der Anwalt Dr. Albert Kitzler über die weltweite Verbreitung von Inhalten über digitale Netze, sowie neue Vertrags- und Rechtslagen informieren wird. Das Erich Pommer Institut in Kooperation mit der Kanzlei Lovells, Berlin, sind die Veranstalter am Donnerstag, 26. Januar 06, 10 bis 12 Uhr im Audela im Domicil Leidinger.
Der Vortrag: Digitaler Vertrieb kostet eine Gebühr von 20 Euro. Anmeldung über Nadja Radojevic 0331-72128-85 oder radojevic@epi-medieninstitut.de

*Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es demnächst unter: www.max-ophuels-preis.de
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Begleitveranstaltungen 2006

Thursday, January 12th, 2006

Du willst Teil einer Festivalbewegung sein?

Think’ digital! – ist Leitspruch des 27. Max Ophüls Preis. Die wichtigsten Veranstaltung der Festivalwoche vom 23.-29. Jamuar 2006.

Medienkunstprojekt, 23.-29.1.06, 15-21 Uhr, K4 galerie (Karlstr.)

Digilab, 24.-27.1.06, Aufnahme-, Server- bzw. Projektionstechniken beim digitalen Screening. Schauplatz im Filmhaus, tgl. 12-17 Uhr. Freier Eintritt.

Lesung: “Gerda’s Schweigen” mit Knut Elstermann, 25.1.06, 18 Uhr, Kino achteinhalb

Vortrag: Digitaler Vertrieb und Recht, 26.1.06, 10-12 Uhr, Audela im Domicil Leidinger, 20 Euro, Anmeldung 0331-72128-85 oder radojevic@epi-medieninstitut.de

Podiumsdiskussion: “Sind Nazis Pop?”, 26.1.06, 17.30 Uhr, Filmhaus

Verleihung Saarländischer Drehbuchpreis “Saar 06″, 26.1.06, 20.00 Uhr, Filmhaus

Podiumsdiskussion: Der digitale Film – Chancen und Risiken für den Nachwuchs, 27.1.06, 14-17 Uhr, Audela

Vortrag: Arena frei für HD, 27.1.06, 18-19 Uhr, Schauplatz, Filmhaus

Werkstatt: Digitalisierung im Dokumentarfilm 28.1.06, 11-16.30 Uhr, Saarlandmuseum. Freier Eintritt.

Sehen & Gesehen werden: Lolas Bistro, 24.-27.1.2006, 22 Uhr, Garage

Weitere Infos unter: www.max-ophuels-preis.de
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