Posts Tagged ‘Dok-Film’

GURU – Bhagwan, His Secretary & His Bodyguard

Thursday, June 24th, 2010

GURU - Bhagwan, His Secretary & His BodyguardKinostart: 23. September 2010. Absolut top! In „GURU – Bhagwan, His Secretary & His Bodyguard“ (offiz. Website) geht’s um die faszinierende Gestalt mit den lächelnden Glubschaugen, von der fast jeder Fotos kennt, und bei der man sich oft gefragt hat, wie er nun heißt? Wie war das damals mit den Hippies um Bhagwan, Osho, den sagenumwobenen Ashram in Poona oder den Sannyasins?

„GURU – Bhagwan, His Secretary & His Bodyguard“ dokumentiert die Geschichte um einen sehr bedeutenden Guru rein aus herrlich entrückten Originalbildern und mit 2 Interviewpartnern, wie sie besser nicht sein könnten. Sheela Silverman (Ma Anand Sheela), seine langjährige Sekretärin und Organisatorin der Kommune in Oregon (1981–1985), und Hugh Milne, des Gurus ehemaliger Leibwächter (more…)

Waltz with Bashir

Monday, June 29th, 2009

Relativ neu auf DVD und ein Tipp ist “Waltz with Bashir”! Er erzählt von der Suche nach Kriegsbildern Schrägstrich Wahrheiten. Stilisiert kann der Trickfilm von Unmenschlichkeit erzählen – eine unerträgliche Wahrheit filtern.
Die Story: Ein ehemaliger israelischer Soldat erinnert sich an ein Massaker im Libanonkrieg (1982 in Beirut), besser gesagt, er hat die schrecklichen Bilder aus seinen Träumen verdrängt. Nur eine verklärende Szene ist geblieben. Um weiterzukommen, besucht er seine Kameraden von früher, um sie nach ihren Erinnerungen zu befragen. So gelingen verschiedene Perspektiven auf eine Kriegsrache (mehr bei wikipedia) und eine Wahrheit wird ausgesprochen, die nur eigentlich nur Sprachlosigkeit hinterlassen kann. Der Filmemacher Ari Folman geht dabei seinen eigenen Erlebnissen nach und sammelt Interviews, die dann von Trickfilmzeichnern überarbeitet wurden. “Waltz with Bashir” wird als animierter Dokumentarfilm bezeichnet und ist ein großartiges Zeitdokument !!

Website mit Trailer

Nur ein YouTube-Filmchen über den Krieg

Thursday, July 17th, 2008

Den Entschluss bei cinemaZine einen YouTube-Beitrag zu posten, der eine kritische Betrachtung verdient, habe ich gefasst, weil zwischen meinem Bruder (Unidozent in Singapur, Muslime) und mir (Deutschland, Christin) eine begleitende Maildiskussion entstanden ist, die Euch vielleicht als Phänomen aktueller Medienrezeption interessiert. Auf YouTube wird der Beitrag natürlich kräftig kommentiert, nur eben so wie es auf Netzplattformen üblich ist. Schwarz-weiss. Selbstgemachte Filme genauso wie die sie promotenden Netzseiten (YouTube, MySpace, neu: Evolution, …) sind hingegen kein zu unterschätzender Beitrag zur Filmkultur (Stichwort: Dokumentarfilm). Irgend jemand hat das filmische Material schliesslich erstellt bzw. zur Verfügung gestellt. (more…)

Retour en Normandie

Tuesday, May 27th, 2008

Wer die Bedeutung des Begriffs Kino im Sinne der Franzosen aufgesogen hat, wird diesem am 26. Juni (Previewtermine weiter unten) in Deutschland startenden Dokumentarfilm, mit den Augen sehen, die dem Film gebühren. Der Regisseur Nicolas Philibert machte vor einigen Jahren mit einem ausserordentlichen Kinoerfolg “Être et avoir” (Sein und Haben, 2002) auf sich aufmerksam. Als er letzten Sonntag den Kinosaal des “Cinéma Paris” in Berlin betritt, um vor seinem Film einige Worte zu sprechen, ist es sein Anliegen zu sagen, dass sein neuer Film anders ist als der besagte: breiter, assoziativer. (more…)

Hacia el Mundo con tus Ojos – With your Eyes to the World

Sunday, February 3rd, 2008

Deutschlandpremiere des Dokumentarfilms

Fr., 08.02.08, 21:00 Uhr im Z-Bar Kino (Bergstrasse 2, Berlin Mitte) Film und Diskussion in Anwesenheit der Regisseurin – Eintritt frei

Dok. Sp. 2006, R: Astrid Oster, Video, OmU in engl./span./bask.

Die Westsahara ist Afrikas letzte Kolonie. Obwohl völkerrechtlich dazu verpflichtet, hat die alte Kolonialmacht Spanien die Dekolonisierung verweigert und stattdessen Marokko, der neuen Kolonialmacht, das Gebiet übertragen. Im Zuge des Einmarsches marokkanischer und mauretanischer Truppen im Jahre 1975 sahen sich die Saharauis gezwungen in die Wüste, in die Nähe von Tindouf, zu fliehen, 1000 km entfernt von ihrer ursprünglichen Heimat. (more…)

Dunkelblaufastschwarz / Trader’s Dreams / Reine Geschmackssache

Friday, June 29th, 2007

Dunkelblaufastschwarz

Dass Menschen bei sommerlicher Hitze auf zunehmend skurrilere Gedanken kommen, ist bekannt – auf welche, dann doch immer wieder eine besondere Erwähnung wert:

Bereits am 21. Juni gestartet, klettert ein spanischer Debütspielfilm gerade in den Arthaus-Kino-Charts ganz nach oben. “Dunkelblaufastschwarz” heißt der Coming-of-age Film, der den Zuschauer mit auf die Reise einiger träge agierender Figuren nimmt: (more…)

How to Cook your Life

Friday, May 11th, 2007

“Du bist, was du isst” klingt nach dem Titel eines Ratgebers der Bundesregierung zur brandaktuellen die-Deutschen-sind-zu-dick-Debatte. Gleichsam ist es eine zutreffende Metapher innerhalb des Erlebnishorizonts des Zen-Buddhismus und ein Zitat aus “How to Cook your Life. Wie man sein Leben kocht.”. Doris Dörrie hat über Leben und Essen einen Dokumentarfilm gemacht (more…)

Full Metal Village – Sung-Hyung Cho

Wednesday, April 18th, 2007

Von Schlitzaugen und Langnasen

Mit “Full Metal Village” gewann zum ersten Mal ein Dokumentarfilm den diesjährigen Max Ophüls Preis, den Hessischen Filmpreis und den Schleswig-Holstein Filmpreis. Regisseurin Sung-Hyung Cho portraitiert das Leben im schleswig-holsteinischen Dorf Wacken, in das einmal im Jahr Musikfans aus der ganzen Welt zum Heavy Metal Festival einfallen (W:O:A). Der Film zeigt Bauern und Dorfbewohner, und wie sie sich mehr oder weniger symbiotisch mit einem Ausnahmezustand arrangieren.

Full Metal Village -

Umgesetzt von einer gebürtigen Südkoreanerin, die schon einige Zeit hierzulande lebt, mutet deutsche Heimatkunde einvernehmend heiter, amüsant und skurril an. Trailer Kinofinder

Am 19. April ist deutscher Kinostart.

Interview mit Sung-Hyung Cho (more…)

Mañana al Mar – Anke Jungfleisch

Saturday, September 23rd, 2006

Über die Lust einen Dokumentarfilm zu machen

Mit “Mañana al Mar”, der am 28. September startet, findet ein witziger, lebensbejahender Film seinen Weg ins Kino. Der diesjährige Ophüls-Dokumentarfilmpreisträger wurde produziert von Anke Jungfleich. Sie ist Mitinhaberin von gop03, einer Filmproduktionsfirma im Berliner Prenzlauer Berg, und es ist nicht zu übersehen, Anke wird bald Mutter.

Mañana al Mar - Anke Jungfleisch

?Wie sieht dein Job als Producerin eines Dokumentarfilms aus?
Jungfleisch: Zuerst bekommen wir ein Treatment oder ein Exposé zu lesen, je nachdem mit was die Autoren vorbei kommen. Darin versuchen wir eine spannende Geschichte zu entdecken. Wenn wir denken, es könnte auch andere interessieren, greifen wir uns den Stoff, überarbeiten ihn mit den Autoren zusammen und versuchen ihn finanziert zu kriegen. (more…)

Aktuelle Dokumentarfilm-Tipps — schillernd, lebensbejahend, skandalös

Saturday, September 23rd, 2006

Dieses Jahr haben wir es mit einem wahren Boom des Genres zu tun, und schon die Zuschauer beim Ophüls Festival 2006 wurden von einigen Perlen dokumentarischer Realitätsfindung überrascht. Drei der fünf Wettbewerbfilme finden gerade ihren Weg auf die Kinoleinwand:


Beetween the Lines – Buntes Transgender
Am 31. August startete “Between the Lines”, der nicht anders zu beschreiben ist als absolut faszinierend. Er entführt in eine fremde Sphäre des Seins, die schillernd und einzigartig ist auf dieser Welt. Die Deutsch-Französische Schülerjury beim Ophüls Festival kürte den Film überraschend zu ihrem Favoriten. “Between the Lines” erzählt von den Hijras, den “Dritten Geschlecht Indiens’ wie sie der Film beschreibt. Hijras können segnen oder verwünschen, sie lassen sich bezahlen für ihre privaten Dienste und sind fester Bestandteil der indischen Gesellschaft, deren allgegenwärtige Spiritualität die europäische bei weitem übersteigt. Regisseur Thomas Wartmann berichtet von einem irritierenden Eindruck beim Betreten der Welt der Hijras: “… Die ersten Recherchen in Dehli, Bombay, Bangalore brachten keine wirkliche Nähe. Sie (die Hijras) feierten ihre Kastration als Neugeburt, die Entscheidung weder Mann noch Frau zu sein, als große Freiheit. (…) Dann begegnete ich Anita, einer Fotografin, einer Inderin — und vor allem einer Frau. Mit ihr hatte ich einen Zugang gefunden. …”.
>>“Between the Lines”, “Mañana al Mar” und “Gambit” im Netz.

Between the Lines von Thomas Wartmann

Mañana al Mar – Anti-Aging
Neuestes Spezialprodukt zur Gesellschaftsdiskussion mit garantiertem Lach- und somit Schönmach-Effekt ist “Mañana al Mar”. Der Sieger des Ophüls-Dokumentarfilmwettbewerbs 2006 startet am 28. September. Da jeder von uns das Altwerden vor sich hat und den meisten von uns die Hoffnung bleibt, das ohne seelischen Schaden zu überstehen, kann man sich körperlich nie früh genug darauf vorbereiten. Also schaut “Mañana al Mar”, die zeigen wie’s geht, nämlich mit viel viel Humor. Ines Thomsen, die Regisseurin, lebte einige Zeit in Barcelona und lernte diese Clique alter Menschen kennen, die sich jeden Tag am Strand treffen, schwimmen, singen, laufen gehen oder Burgen bauen und so bemerkenswert “würdevoll’ altern. Thomsen, die mittlerweile auch für ihre Kameraarbeit ausgezeichnet wurde, beschreibt ihren ersten Eindruck: “… Ich lief am Strand entlang und hörte eine Frau Boleros trällern, die fröhlich ihre Pirouetten im Wasser drehte. Am Ufer stand ihre Krücke und wartete auf sie. …” (siehe auch Interview mit Produzentin Anke Jungfleisch).
>>“Between the Lines”, “Mañana al Mar” und “Gambit” im Netz.

Manana al Mar

Gambit – Skandalöse Enthüllungsgeschichte
Ein Stoff wie für einen Polit-Thriller und ein Bauernopfer, Jörg Sambeth, der Jahre später vor der Dokumentarfilmkamera Rede und Antwort steht. “Gambit” von der Schweizerin Sabine Gisiger startet am 21. September in Deutschland. Der die Firmenhierarchien der Siebziger detailreich rekonstruierende Film bringt genau 30 Jahre später Aufklärung in den Skandal über die hochgiftige Dioxinwolke, die im italienischen Seveso akute Hautverätzungen bei vielen Menschen, Tier- und Umweltsterben brachte. Nur der Chemiker und technische Direktor des verantwortlichen Großkonzerns Hoffmann-La Roche mußte für fünf Jahre ins Gefängnis, das Weltunternehmen vertuscht bis heute die Details. Als bewegend schilderte die Regisseurin in Saarbrücken den Augenblick, als der zu Unrecht zur Verantwortung gezogene Sambeth in Seveso gemeinsam mit den Menschen die Premiere von “Gambit” feierte. Fast 30 Jahre danach bat Sambeth um Vergebung – bei der Film-Premiere in Seveso.
>>“Between the Lines”, “Mañana al Mar” und “Gambit” im Netz.

GAMBIT 2005 Sabine Gisiger

GAMBIT 2005 Sabine Gisiger

>>“Between the Lines”, “Mañana al Mar” und “Gambit” im Netz. Weitere sehenswerte Dokumentarfilme, demnächst auf DVD erhältlich: “We feet the World” und “What the Bleep do we know”

Die grosse Depression – Konstantin Faigle

Wednesday, August 31st, 2005

August 2005: Konstantin Faigle stand Frage und Antwort zu seinem Dokfilm.
“Die Grosse Depression” – made in Germany.

Michael Moore hätte es schwer in Deutschland …

Demoskopie kann super bekömmlich sein! Der gebürtige Schwabe Konstantin Faigle beweist das augenzwinkernd in “Die Grosse Depression”. Wie der Zufall es will drehte der Filmemacher 2004 in Zusammenarbeit mit den ZDF einen lebensbejahenden Dokumentarfilm über einen wunden Punkt der deutschen Volksseele, das Miesepetrig sein. Wie die Faust aufs Auge zur Wahl Mitte des Monats passend, startet die Komödie ab 01. September in unseren Kinos.

Faigle und sein Team begaben sich dazu mit dem Kleinbus auf eine Reise durch Deutschland – ausgestattet mit einem irgendwann untrüglichen iss-was-Lächeln, tollen Ideen bezüglich Umsetzung und deutscher Gründlichkeit bei der Recherche. Zu Wort kommt Faigles Vater genauso wie öffentliche Personen aus Glauben, Gesellschaft und Lehre.

?Wie kamst du auf die Idee zum Film?
Konstantin Faigle: Die Welt war voll Hiobsbotschaften, Fußballdeutschland lag danieder, ich sollte, wie ich es ja auch im Film berichte, Vater werden und Friedrich Merz sagte den Satz: jedes neugeborene Kind kommt mit 16500 DM Schulden zur Welt. Es waren eindeutig die vielen apokalyptischen Reiter. Ich wollte die Stimmung im Land einfangen und etwas über die Selbstsicht der Deutschen erfahren. Jeder sagt über sich, er sei optimistisch, doch man kennt das, es gelingt nicht wegen der vielen anderen Deutschen. Es bewegte mich persönlich, bin ja genauso.

?Bist du ein politischer Mensch?
Faigle: In anderer Form. Ich engagiere mich nicht auf die üblichen Arten. Politik und Gesellschaft interessieren mich, weil es mich umgibt. Filmemachen ist meine Art Stellung zu beziehen. Oft fällt in diesem Zusammenhang der Name Michael Moore, der im Cowboystil Amerika befragte. Da bin ich natürlich anders und Amerika ist anders. Michael Moore hätte es schwer in Deutschland. (more…)