Leider, leider muss ich sagen, dass ich von dem Film ein wenig enttäuscht war. Also nicht nur ein wenig, sondern sogar ziemlich. Ich habe versucht, den roten Faden innerhalb des Filmes zu finden, aber leider ist es mir nicht so recht gelungen. Wohingegen sich mir der rote Faden im Buch eindeutig präsentiert hat: Es geht um die Vergangenheit Voldemorts und wie dieser zu dem wurde, was er ist. Gleichzeitig bekommt die ziemlich anonyme Figur Voledmort dadurch so etwas wie einen plastischen Charakter, der ihr bis dato gefehlt hatte (let’s face it, bisher war er einfach immer nur igendwie “der Böse”, ziemlich stereotyp und ohne irgendeine Tiefe). Dieser Aspekt kommt jedoch im Film leider überhaupt nicht raus. Es gibt zwei “Rückblenden” in die Kindheit Voldemorts mittels des Denkariums, aber das ist leider nicht genug, um die Figur für den Zuschauer hinreichend zu erklären. Stattdessen dümpelt der Film mit langweiligen Teenager-Love-Stories vor sich hin, die jedoch zur eigentlichen Story nicht viel beitragen und im Buch eher Beiwerk sind. Man mag argumentieren, dass die Mehrheit oder zumindest ein Großteil der Zuschauer das Buch sowieso schon kennt und daher weiß, worum es eigentlich gehen soll, aber das ist dennoch keine Rechtfertigung, die “literarische” Vorlage so zu entfremden.