Der Fluch der Goldenen Blume

Ab 26. April 2007. Golden, schillernd, prächtig, blutig ….

Ein böses Geheimnis steckt hinter den rätselhaften Blüten-Stickereien der Kaiserin und den Schweißperlen auf ihrer Stirn. Gold und Rot sind die Farben der Könige und je erfolgreicher ein Herrscher früher war, desto mehr Gold lies er in seinen Palästen anbringen. In “Der Fluch der Goldenen Blume” präsentieren sich der Königspalast und seine Bewohner überbordend prächtig und strahlend schön. Die klassische chinesische Geschichte, die Erfolgsregisseur Zhang Yimou zu einem neuen grandiosen Filmwerk verarbeitete, entspringt den Überlieferungen der Tang Dynastie, die vor mehr als 1000 Jahren ihre mythologischen Wurzeln hat. “Eine der schillernsten Phasen der chinesischen Geschichte und eine Zeit enormer Extravaganz und Prachtentfaltung.”, schreibt Yimou selbst über die Zeit, in der sein neuer Film angesiedelt ist. “Eine Fassade aus Gold und Jade, aber darin krabbeln die Spinnen”, lautet ein überliefertes Sprichwort, das die Diskrepanz zwischen äußerem und innerem Wesen der damals Herrschenden beschreibt.

Curse of the Golden Flower

Zum Plot: Als Kronprinz Jie nach langjährigen Kriegen an den Palast zurückkehrt, wird ihm schnell klar, dass die Fronten innerhalb der kaiserlichen Familie äußerst verhärtet sind. Es geht um Macht, Habgier, Liebe und Untreue. Lange unverheilte seelische Wunden sind zu Krebsgeschwüren gewachsen. Sie drohen hinter dem wunderschönen Schein aus opulenten Kleidern und Palastpracht hervorzubrechen und während der Kaiser unter dem Deckmantel einer Krankheit seiner Frau nach dem Leben trachtet, schmiedet die Kaiserin ihre ganz eigene Ränke.

Genau wie bei seinen berühmt gewordenen Werken “Hero” oder “House of the Flying Daggers” ist es erstaunlich, wie erhaben, präzise und modern Zhang Yimou überlieferte Schicksale für die Kinoleinwand aufzubereiten weiss. “Der Fluch der Goldenen Blume” ist eine große Königsgeschichte, ein Epos. Der Film steckt voll Riten, voll Zeremonien, voll Menschen und in Form gegossener Masse wie wir sie bewundernd in Asien beobachten. Ausstattung, Kostüme und Choreografien sind atemberaubend. Einen Off-Kommentar strukturiert Zeit und verleiht der Tradition eine Bedeutungsschwere. Als Kaiserpaar brillieren die absoluten Schauspielstars Chinas Gong Li und Chow Yun Fat.

“Der Fluch der Goldenen Blume” hätten Shakespear, Balsac oder Dostojewski nicht besser dramatisieren können. Unbedingt anschauen. Großes, ganz prächtiges Kino!

>> ab 26. April 2007

>> R: Zhang Yimou, D: Gong Li, Chow Yun Fat, Jay Chou u.v.m.

>> Curse of the Golden Flower

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One Response to “Der Fluch der Goldenen Blume”

  1. [...] Ihre Rolle in “Sakuran” (Japan 2006) ist die einer jungen Geisha, die in einer gold-rot-bunt berauschten Welt à la “Fluch der goldenen Blume” ihr trendiges Unwesen treibt. Anna Tsuchiya spielt wie ein modernes ‘böses Mädchen’, unschlagbar sexy und biestig. Versteckt hinter der harten Schale ist eine selbstbewußte junge Frau. [...]

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