Archive for the ‘Interviews’ Category

Full Metal Village – Sung-Hyung Cho

Wednesday, April 18th, 2007

Von Schlitzaugen und Langnasen

Mit “Full Metal Village” gewann zum ersten Mal ein Dokumentarfilm den diesjährigen Max Ophüls Preis, den Hessischen Filmpreis und den Schleswig-Holstein Filmpreis. Regisseurin Sung-Hyung Cho portraitiert das Leben im schleswig-holsteinischen Dorf Wacken, in das einmal im Jahr Musikfans aus der ganzen Welt zum Heavy Metal Festival einfallen (W:O:A). Der Film zeigt Bauern und Dorfbewohner, und wie sie sich mehr oder weniger symbiotisch mit einem Ausnahmezustand arrangieren.

Full Metal Village -

Umgesetzt von einer gebürtigen Südkoreanerin, die schon einige Zeit hierzulande lebt, mutet deutsche Heimatkunde einvernehmend heiter, amüsant und skurril an. Trailer Kinofinder

Am 19. April ist deutscher Kinostart.

Interview mit Sung-Hyung Cho (more…)

Pingpong

Thursday, November 16th, 2006

Dt. Kinostart: 16. Nov 06. Der Mikrokosmos hat seine Tücken. Der Debütspielfilm von Matthias Luthardt wurde mehrfach ausgezeichnet unter anderem in Cannes und München mit Drehbuch-, Autoren- und Kritikerpreisen. Als Apéritif zum Film ein Interview mit Regisseur Matthias Luthardt und Darsteller Sebastian Urzendowsky über Frankreich, Vorbilder und Naturtalente:

Matthias Luthardt

Was sagst du zum Label “französischer Film”?
Matthias Luthardt: Es klingt nicht schlecht, das über meinen Film zu hören. Ich assoziiere damit glaubwürdige Charakterstudien und einen eleganten Erzählstil.
Es gibt auch Leute, die, wenn sie “französischer Film” hören, an viel Dialoge und wenig Handlung denken. Das trifft meiner Meinung nach auf “Pingpong” nicht zu. (more…)

Mañana al Mar – Anke Jungfleisch

Saturday, September 23rd, 2006

Über die Lust einen Dokumentarfilm zu machen

Mit “Mañana al Mar”, der am 28. September startet, findet ein witziger, lebensbejahender Film seinen Weg ins Kino. Der diesjährige Ophüls-Dokumentarfilmpreisträger wurde produziert von Anke Jungfleich. Sie ist Mitinhaberin von gop03, einer Filmproduktionsfirma im Berliner Prenzlauer Berg, und es ist nicht zu übersehen, Anke wird bald Mutter.

Mañana al Mar - Anke Jungfleisch

?Wie sieht dein Job als Producerin eines Dokumentarfilms aus?
Jungfleisch: Zuerst bekommen wir ein Treatment oder ein Exposé zu lesen, je nachdem mit was die Autoren vorbei kommen. Darin versuchen wir eine spannende Geschichte zu entdecken. Wenn wir denken, es könnte auch andere interessieren, greifen wir uns den Stoff, überarbeiten ihn mit den Autoren zusammen und versuchen ihn finanziert zu kriegen. (more…)

Emmas Glück – Sven Taddicken

Thursday, August 17th, 2006

Ein brillianter unter Deutschlands Darstellern Jürgen Vogel spielt Max, einen totkranken Autoverkäufer, der nach einem geeigneten Platz zum Sterben sucht. Emma, verkörpert durch Kino-Neuentdeckung Jördis Triebel, ist eine bis über beide Ohren verschuldete junge Bauersfrau, die ihre Schweine aus einer tiefen Überzeugung heraus eigenhändig schlachtet. Ihr fallen mit Max — um bei den Bildern des Films zu bleiben — eines Nachts plötzlich Geld und Mann mitten auf dem Hof.

Kinostart heute, Interview mit Regisseur Sven Taddicken (in der Kurzfassung – demnächst dann ganz):

?Du magst Geschichten, in denen tragische und witzige Momente nah bei einander liegen?
Taddicken: Ist ja jedem klar, dass es da hin und her gehen muss! Bei “Emmas Glück” wusste ich, filmisch gesehen ist das ein Melodram. Wichtig, dass es da diese Szenen mit dem Dorfpolizisten gibt. Der Film erlaubt es sich, in Momenten Humor sogar Slapstick zu zeigen, gerne albern zu wirken, ohne dass das eine der Figuren irgendwie verrät oder sie nicht mehr im Kern getroffen wird. Mit dieser Frische kommt man in die tragischen Szenen zurück. (more…)

Schläfer – Benjamin Heisenberg

Tuesday, January 31st, 2006

Benjamin Heisenberg (Regie & Drehbuch) gewann vor zwei Tagen beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2006 Hauptpreis, Drehbuchpreis und den Preis für die beste Filmmusik.
Das Mail-Interview entstand Anfang Januar 2006.

? Wie kommt es, dass Du dich gerade in den USA aufhältst? Hängt das mit dem Filmemachen zusammen? Wie genau?

Benjamin Heisenberg: Mein Aufenthalt hängt mit meinem Film zusammen. Ich besuche gerade noch gute Freunde tief in den Wäldern Oregons, bin aber zwischen dem 12. und 17.1. beim Berlin & Beyond Festival des Goethe Instituts in San Francisco. Dort wird “Schläfer” gezeigt und ich nehme an einem Panel über Widerstand und Überwachung teil.

? Hitchcock meinte zu Truffaut einmal im Interview “Das Publikum interessiert sich im Kino nicht für Politik”. Hat sich das geändert?

Benjamin Heisenberg: Ich glaube dieser Satz bezieht sich eher auf die Frage nach dem Verhältnis zwischen emotionalen und faktischen Inhalten. Aber ich denke das Interesse an politischen Zusammenhängen hat sich seit dem 11. September sicher sehr gesteigert, unter anderem weil in dieser Zeit nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich vieles unsicherer und härter geworden ist. Die Menschen machen sich mehr darüber Gedanken wie politische Entscheidungen ihr Leben beeinflussen und das spiegelt sich in den Filmen wieder. Über die heutige Situation hinaus halte ich politische Themen im Kino für genauso spannend wie andere und Hitchcock hat dafür die besten Beispiele geliefert. (more…)

Ralph Schwingel – Wüste Filmproduktion

Wednesday, January 25th, 2006

5000 Euro für saarländisches Drehbuch

Mit seiner Firma Wüste Filmproduktion gelang dem in Hamburg arbeitenden Saarländer Ralph Schwingel der furiosen Filmerfolg “Gegen die Wand” (Regie: Fatih Akin), der 2004 u.a. den Goldenen Bären der Berlinale, den Europäischen und den Deutschen Filmpreis gewann.
Bei der Preisverleihung des Max Ophüls Festivals 2005 rief Schwingel spontan einen saarländischen Drehbuchpreis von 5000 Euro aus. Soviel hatte er für sein erstes Drehbuch von der Saarländischen Filmförderung erhalten. Jetzt will er sich bedanken, sagte er, und stiftet beim Max Ophüls Preis 2006 5000 Euro für ein saarländisches Drehbuch.

Das Interview entstand während der Berlinale im Februar 2005.

?Hat sich das Leben als preisgekrönter Produzent verändert?

Ralph Schwingel: Kann man nicht direkt sagen. “Gegen die Wand” läuft gerade erst in Italien und den USA an. International wird der Respekt größer, doch bleibt es gleich schwer Filme zu finanzieren. Das ist natürlich Klagen auf hohem Niveau in einem stromlinienförmigen Moment des Erfolges.

? Welchen Film würden Sie drehen, wenn Geld keine Rolle spielen würde?

Ralph Schwingel: Geld hat mir nie wirklich gefehlt – das darf man eigentlich gar nicht öffentlich sagen. Mein Traum ist aber auch nicht 1000 Statisten und riesige Actionsequenzen. Die Filme, die ich mache, sind Plot- oder Charakter-geführt. Es gibt ein Buch, das mich interessiert, “Tod und Teufel” von Frank Schätzing, das ist ein Film der Größenordnung, wie sie in Deutschland zur Zeit nur Bernd Eichinger machen kann. Ich muss sicher sein, dass meine Filme sich refinanzieren. (more…)

Wettbewerbsfilme Max Ophüls 06

Friday, January 20th, 2006

Wichtigstes deutsches Debüt-Filmfestival: Max Ophüls Preis 2006

“Film ab’ heißt es vom 23. bis 29. Januar in den vier Kinos Cinestar, Filmhaus, Kino achteinhalb und camera zwo. Unter den zahlreichen Filmen ist klar der Wettbewerb der Langfilme das non plus ultra. Und weil man über nagelneue Filme nichts wirklich sagen kann, kommen (fast) alle Filmemacher selbst zu Wort.

Between the Lines
Dokumentarfilm: Thomas Wartmann
Zitat: “… weibliche Seelen in männlichen Körpern, schrill, obszön, provokant, immer umgeben von einem Hauch von Skandal. Ein Freund warnte vor ihren Lebensgeschichten. Die wären meist frei erfunden, …”

Falscher Bekenner
Fiction: Christoph Hochhäusler
Zitat: “In jeder Gruppe von Menschen, in der die Macht und die Liebe ungleich verteilt sind, gibt es Konflikte, gibt es Konkurrenz. Ich glaube, Menschen sind immer so grausam wie möglich.”

Futschicato
Fiction: Olav F. Wehling
Zitat: “Der Spagat zwischen persönlichen Egoismen und familiärer Verantwortung ist für mich das zentrale Thema des Films. Die ideologischen Altlasten ersticken den spontanen Geist von einst in dieser WG.”

Gambit
Dokumentarfilm: Sabine Gisiger
Inhalt: 1976 explodierte nahe der italienischen Stadt Seveso ein Atomreaktor. Hochgiftiges Dioxin entweicht …

Gisela
Fiction: Isabelle Stever
Zitat: “Der Film handelt von zwei Jungs, die hinter demselben Mädchen her sind und beide so tun, als fänden sie sie Scheiße. Für mich ist es ein Film über Freiheit. Georg, Paul und Gisela wollte ich nicht verurteilen, sondern ihnen eine Authentizität geben.”

Keller
Fiction: Eva Urthaler
Zitat Produzenten Franz Novotny: “Die Urthaler zu produzieren habe ich gegen jede Vernunft entschieden (absoluter no name, kein Meterchen Film belichtet). Und das war gut so. Mir reichte die ausgezeichnete Qualität ihrer Schreibe, um mir zu suggerieren, dass sie ebensolche Qualität auch inszenatorisch liefern würde.”

Ladybug
Fiction: Sebastian Ko
Inhalt: Die Geschichte zweier Menschen, die wie Aliens in die Welt der Einfamilienhaussiedlungen und Einkaufspassagen gefallen sind.

Liebeskind
Fiction: Jeanette Wagner
Zitat: “Meine Recherche begann mit Missbrauch und endetet mit einer Liebesgeschichte zwischen Vater und Tochter. Mir war klar, dass ich mich an ein Tabu wage und trotzdem wollte ich Vater und Tochter nicht bewerten.”

Mañana al mar
Dokumentarfilm: Ines Thomsen
Inhalt: “Vor ein paar Jahren habe ich in Barcelona gelebt. Ich lief am Strand entlang und hörte eine Frau Boleros trällern, die fröhlich ihre Pirouetten im Wasser drehte. Am Ufer stand ihre Krücke und wartete auf sie.”

Mondscheinkinder
Fiction: Manuela Stacke
Zitat: “Traurig, aber versöhnlich finde ich die Geschichte um Lisas Erfahrungen zwischen liebevoller Verantwortung für den todkranken Bruder und ihrer ersten Liebe. Die drei Hauptfiguren schöpfen Hoffnung aus ihren nächtlichen Abenteuern.”

Prinzessin
Fiction: Birgit Grosskopf
Zitat: “Schauplatz ist eine westdeutsche Vorstadt. Alles ganz sauber und monoton, gleichförmig. So dass man eigentlich nur weg will. Meine Protagonistinnen suchen sich Auswege. Mit fünf war jeder noch ganz klar, was mal aus ihr werden soll: eine Prinzessin.”

Schläfer
Fiction: Benjamin Heisenberg
Zitat: “Schläfer ist ein Film über einen gesellschaftlichen Zustand der Verunsicherung, mehr als über die Gefahr durch den islamischen Terror oder die Schuld oder Unschuld einzelner Charaktere …”

Swingerclub
Fiction: Jan Schütte
Zitat: “Lässt sich die Vision eines treu liebenden Paares heutzutage noch verwirklichen?”

Unter der Sonne
Fiction von Baran bo Odar
Zitat: “Wir sind zwar eine Generation, die nicht in einem Krieg und in Hungersnot aufgewachsen ist und dennoch hatten auch wir unsere Probleme. Über dieses Gefühl wollte ich erzählen.”

Zeit ohne Eltern
Dokumentarfilm: Celia Rothmund
Zitat: “Mit 10 Jahren ist die Kindheit für Franziska und Jana mit einem Schlag zu Ende, als die Stasi sie gewaltsam von ihren Eltern trennt. Ich wollte einen Film darüber machen, was innerhalb der Familie passiert, nachdem die politische Unterdrückung der DDR eigentlich vorbei ist.”

Zur falschen Zeit am falschen Ort
Dokumentarfilm: Tamara Milosevic
Zitat: “Der Mord gab mir den Anstoß zum Film, aber er sollte keinen zentralen Platz in der Handlung des Filmes einnehmen. Vielmehr hat mich der Alltag und das soziale miteinander dieser Menschen in diesem Dorf interessiert. Vielleicht haben manche Schwierigkeiten damit, weil ich keine Moral oder Antworten vorgebe, aber Kontroversen gefallen mir.”

Der Festivalkatalog mit allen Filmen und Beschreibungen kostet 6 Euro.
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Die grosse Depression – Konstantin Faigle

Wednesday, August 31st, 2005

August 2005: Konstantin Faigle stand Frage und Antwort zu seinem Dokfilm.
“Die Grosse Depression” – made in Germany.

Michael Moore hätte es schwer in Deutschland …

Demoskopie kann super bekömmlich sein! Der gebürtige Schwabe Konstantin Faigle beweist das augenzwinkernd in “Die Grosse Depression”. Wie der Zufall es will drehte der Filmemacher 2004 in Zusammenarbeit mit den ZDF einen lebensbejahenden Dokumentarfilm über einen wunden Punkt der deutschen Volksseele, das Miesepetrig sein. Wie die Faust aufs Auge zur Wahl Mitte des Monats passend, startet die Komödie ab 01. September in unseren Kinos.

Faigle und sein Team begaben sich dazu mit dem Kleinbus auf eine Reise durch Deutschland – ausgestattet mit einem irgendwann untrüglichen iss-was-Lächeln, tollen Ideen bezüglich Umsetzung und deutscher Gründlichkeit bei der Recherche. Zu Wort kommt Faigles Vater genauso wie öffentliche Personen aus Glauben, Gesellschaft und Lehre.

?Wie kamst du auf die Idee zum Film?
Konstantin Faigle: Die Welt war voll Hiobsbotschaften, Fußballdeutschland lag danieder, ich sollte, wie ich es ja auch im Film berichte, Vater werden und Friedrich Merz sagte den Satz: jedes neugeborene Kind kommt mit 16500 DM Schulden zur Welt. Es waren eindeutig die vielen apokalyptischen Reiter. Ich wollte die Stimmung im Land einfangen und etwas über die Selbstsicht der Deutschen erfahren. Jeder sagt über sich, er sei optimistisch, doch man kennt das, es gelingt nicht wegen der vielen anderen Deutschen. Es bewegte mich persönlich, bin ja genauso.

?Bist du ein politischer Mensch?
Faigle: In anderer Form. Ich engagiere mich nicht auf die üblichen Arten. Politik und Gesellschaft interessieren mich, weil es mich umgibt. Filmemachen ist meine Art Stellung zu beziehen. Oft fällt in diesem Zusammenhang der Name Michael Moore, der im Cowboystil Amerika befragte. Da bin ich natürlich anders und Amerika ist anders. Michael Moore hätte es schwer in Deutschland. (more…)

Antikörper – Christian Alvart & Wotan Wilke Möhring

Tuesday, July 26th, 2005

Das Interview mit Christian Alvart (Regie & Buch) und Wotan Wilke Möhring (s.u.) entstand im Juli 2005.

Wer die Wucht deutscher Krimis wie “Das Experiment” oder “Tattoo” liebt, dem bietet das junge Regietalent Christian Alvart ab 7. Juli 2005 mit “Antikörper” die gegensätzlichen Psychopathologieen eines Serienmörders und eines strenggläubigen Katholiken. Die Rolle des sich verzehrenden Landpolizisten spielt Wotan Wilke Möhring sehr glaubhaft, die fiesen Machtspielchen des Mörders mimt André Hennicke und Heinz Hoenig spielt einen rauen Großstadt-Kommissar, der wie auf seinen Leib geschneidert ist.

?Welche Filme schaust du dir am liebsten an? Hast du ein Lieblingsgenre?
Christian Alavart: Ich schau mir alle Filme gerne an. Das Genre, ob Komödie oder Krimi, ist mir dabei egal.

?Ich habe gelesen, dass die Faszination bei Filmen für dich die Spannung ist?
Christian: Das wichtige dabei ist für mich die Bedrohung, die eine Figur dadurch erfährt. Letzte Woche habe ich die zweite Staffel der “Sopranos” gesehen und es genossen, weil die Hauptfigur sich ständig in Bedrohung befindet. Ich finde die Spannung auch ganz wichtig für andere Sachen. Auch bei einer Liebesgeschichte ist es spannend wie die beiden sich finden oder ob oder wie sie bedroht werden von aussen.

? Was geht dann emotional bei dir ab?
Christian: Ich kann mich zwei Stunden vollkommen hingeben. Ich weiss nicht, wann ich im richtigen Leben zum letzten Mal geweint habe, aber wenn ein Film gut gemacht ist, dann kommt das schon mal vor. Im Leben, glaube ich, sind die Schutzfunktionen da zu stark, aber im Kino kann ich mich voll hingeben.

? Wie entstand “Antikörper”?
Christian: Ich habe einen Pool von Ideen in Notizform. Die warten in der Schublade auf ihre Gelegenheit wie in Falle von “Antikörper”, wo ich vor Schönfelder (der Produzent, die Red.) gepitcht habe. Ich bekam einen Buchvertrag, das war vor drei Jahren.

? Wie kamst du zum Thema?
Christian: Das waren für mich alles starke interessante Themen und dazu extrem gegensätzliche.

? Wie kamst du zu deinen Schauspielern?
Christian: Alle haben wegen des Buches zugesagt. Wir hatten wenig Geld, alle bekamen das gleiche. Ich habe meine Traumbesetzung gefunden, Heinz Hoenig war zum Beispiel direkt dabei. Dagegen war die Rosa (Frau des Dorfpolizisten) sehr schwierig. Ich bin froh, dass wir Ulrike Krumbiegel gefunden haben. Es gibt von “Antikörper” eine eine halbe Stunde längere Fassung für die DVD. Darin spielt sie eine wichtigere Rolle.

? Wie stehtst du persönlich zu Gut und Böse?
Christian: Ich denke sehr oft, dass sich in kurzen Abschnitten alles zum schlechten kehrt, habe aber die Hoffnung, dass die Menschheit es lernt.

? Du hast viel gelesen über Serienkiller und ihre Persönlichkeitstruktur. Was ist so faszinierend an ihnen?
Christian: Warum sind sie so geworden? Gibt es das Böse? Sind sie Opfer ihrer Gene? Serienkiller sind in der Popcultur sehr beliebt. Die Jugend will schockieren, er steht für die ultimative, radikale Freiheit. Di e Freiheit auf Kosten anderer ist Teil unserer Populärkultur.

? Sag den POTAO-Leser spntan, warum sie “Antikörper” sehen müssen!
Christian: Erstens, damit sich das deutsche Kino mehr traut, allein deshalb muss jeder schon reingehen. Und zweitens, weil ich glaube, dass er extrem gut ist und sie nicht enttäuscht werden.

Wotan Wilke Möring zählt noch zu den unverbrauchten Gesichtern im Flimmeruniversum. Höchste Zeit für ihn selbst, cool und bescheiden wie er ist, sich vorzustellen.

? Wenn du selbst deinen Werdehang beschreiben solltest, dann würdest du das wie tun …?
Wotan: Schule, dann Schule unterbrochen, dann Punkbands, dann bin ich in die USA gegangen für einerthalb Jahre, wollte da eigentlich bleiben. Dann bin ich nach Berlin. Dort zur HDK und habe dort studiert. Dann habe ich in Berlin einen illegalen Club gehabt und mit letzter Kraft mein Studium gemacht. Eine Schreinerlehre habe ich noch gemacht zwischendurch. Und lange Musik gemacht.

? Ist die Schauspielerei dein Traumberuf?
Wotan: Sie erfüllt für mich momentan alles, was man sich wünschen kann. Sie ist okay im Sinne von nicht verbiegen/ buckeln, ist gut bezahlt und ich kann an etwas künstlerischen arbeiten. Was toll ist, man kann an einem Produkt arbeiten. Man kann sehen, was man gemacht hat, was für viele nicht der Fall ist. Das ist eben nicht in eine Fabrik gehen. Traumberuf heißt ja, dass man davon geträumt hat und das war bei mir nicht.

? Verräst du uns deine Favoriten, unter den Filmen deiner bisherigen Schauspielkarriere?
Wotan: Das hat jetzt nichts mit der Öffentlichkeit zu tun, was ich jetzt sage: wichtig für mich waren “Das Experiment (2001)” und der Fernsehfilm (2000) “Hat er Arbeit?”. “Anatomie”, weil es ein richtig großes Set war, und fürs TV “Die Hoffnung stirbt zuletzt”, weil ich

? Wie kam es zu “Antikörper”?
Wotan: Der Christian gab mir das Drehbuch so einerthalb Jahre vor dem Film, wir kannten uns aus Berlin. Und dann las ich in einem Rutsch, weil das so super spannend war. Was auf jeden Fall nicht gilt für alle Drehbücher, dass du es nicht weglegen kannst. Du wolltest immer wissen, wie geht es weiter. Es ist vielleicht sogar das einzige Buch, an dem ich nichts ändern wollte. Sonst gibt es mehrere Versionen, da schleichen sich logische Fehler ein, man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Und dies hier, das war einfach super. Da war alles durchdacht und du konntest immer Fragen stellen und hast eine klare Antwort bekommen. Das ist doch egal, diese Einstellung gab es in keiner Phase des Projekts.

? Große Zukunft für Christian Alvart, was denkst Du?
Wotan: Die Zukunft ist ja leider abhängig von der der äußeren Welt, die das beurteilen muss. Eine große Zukunft weiss ich nicht, aber ein großes Talent. Vielleicht ja auch in den USA, das passt zum Film. Die arbeiten mit einer ähnlichen Art von Akrebie und dass man nicht klein beigibt, das haben die uns voraus.

?
Oft ist es so, dass der Hauptdarsteller relativ moderat sein muss. Hier trifft es sich, dass der Hauptkonflikt des Films innerhalb dieser Figur spielt. Es ist der innere Kampf, er muss nur die Fassade behalten. Er muss vornehmlich an sich als guter Mensch entdecken, dass auch er nicht gegen den Kem des Bösen gefeit ist. Dass man, wenn man alles versucht richtig zu machen auch ein Härte mit ins Spiel bringt, wie bei seinem Jungen, die unmenschlich ist. Jemand wie er ist verbohrt in as Gute. Das hat mich sehr gereizt, denn ich bin eben nicht mit der Kirche groß geworden.

?
Wotan: was ist Gut, was ist böse? Ist eigentlich eine alltägliche Frage, der man sich nicht entziehen kann bzw. entziehen sollte. Diese ständige Entscheidung hat was mit Verantwortung zu tun, die heutzutage eben auch versucht wird zu umgehen. Die Kirche hat in den vergangenen Jahrhunderten, und das werfe ich ihr eben vor, gesagt, ich nehme euch diese Entscheidung ab. Es sind eben alle dieser Verantwortung beraubt worden. Und so ist es mit ihm, dass er eben in der Beiche merkt, das iss es nicht. Es ist das interessante zu sehen, wie jemand der an etwas so sehr glaubt, zu zweifeln beginnt.

? Du hast eine Rolle wie Jodie Foster in “Schweigen der Lämmer”. Wie fühlt man sich, wenn man stetig eine drauf bekommt?
Wotan: Es kommt ja auf die Perspektive an, die man einnimmt. Er hat eben dieses Loch, und weil er es hat, beginnt es dadurch zu pusten. Weil er einmal nicht aufgepasst hat, einmal … ! Dieser Mensch muß lernen, dass Versagen menschlich ist.

? Warum muss man sich “Antikörper” anschauen?

Der Kampf zwischen Gut und Böse wird hier unmittelbar geführt und diese Frage nimmt der Zuschauer mit. Und obwohl es ein Genrefilm ist, ist er außergewöhnlich, weil er nicht das bringt, was man erwarten würde. Ich finde den Film mutig von A bis Z. Dieser Film will kein Publikum bedienen, er fordert.
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Bin ich sexy? – Marie-Luise Schramm

Tuesday, June 21st, 2005

Think Pink

“Bin ich sexy?” – das fragt sich jeder. Die Antwort gehört oft zu den harten Lektionen im Leben.
Das Interview mit der Schauspielerin Marie-Luise Schramm fand im Juli 2005 statt.

Der erste Langfilm von Regisseurin Katinka Feistl, der am 23. Juni 05 in den deutschen Kinos anläuft, erzählt schwungvoll und schonungslos von der Phase jugendlicher Selbstfindung. An der Schauspiel-Front glänzt die selbstbewusste 21-jährige Berlinerin Marie-Luise Schramm, die vor zwei Jahren den Max Ophüls Preis als “Beste Nachwuchsdarstellerin’ erhielt. “Bin ich sexy?” wurde der Aktrice, die die Schule vorzeitig abbrach und schon mit ihren jungen Jahren eine echte self-made Woman ist, von Drehbuchautorin Sabine Brodersen auf den Leib geschrieben. Zum Inhalt: Pink gehört absolut zu Mareike Falkens Lieblingsfarben. Sie ist 15 und wohnt mit ihrer verwitweten Mutter und zwei Geschwistern in einem Vorort von Mannheim. Sie möchte Model werden, ohne die dafür nötigen Idealmaße zu besitzen. Aber Mareike glaubt an ihre Chance und sie will sich durchsetzen. “Heute reicht Schönheit nicht mehr, um ein Model zu werden. Da musste schon was Besonderes haben.”

? Weshalb muss man sich “Bin ich sexy?” ansehen?
Marie-Luise Schramm: Weil sich jeder an seine Jugend und die Probleme, die man mit der Schönheit hatte, zurück erinnert fühlt: der perfekte Body oder soundso sieht eine schöne Nase aus. Und … weil er noch viel viel wichtigere Sachen beinhaltet.

? Was fasziniert(e) dich an der Filmfigur Mareike?
Marie: Ihre vielen Seiten. Man bewundert und verachtet sie, man empfindet Mitleid mit ihr, sie macht sich ihre Probleme aber auch selbst. Der Schwung über die Gefühle von “schön, sonst bin ich nichts” bis zu dem, was sie über das Leben lernt. Persönlich bin ich nicht so der Modetyp, doch es machte riesigen Spaß, die ganzen verrückten Frisuren zu tragen.

? Du bevorzugst eher lässige Klamotten. Wie ist es dir im Film so perfekt gelungen, mit riesig hohen Stöckelschuhen Fahrrad zu fahren?
Marie: Ist es nicht wirklich. Wir haben die Szene sehr oft gedreht, weil ich es nicht hingekriegt habe. Ich bin immer abgerutscht. Man macht es dann irgendwie.

? Hast du einen Tipp für die Modesaison?
Marie: Da bin ich immer noch die Falsche für. Schlabberige Jeans, schlabberiges T-Shirt.

? Der Sexappeal ist eine subjektivere Sache. Worauf fährst du besonders ab?
Marie: Für mich strahlt das Schöne von Innen heraus. Natürlich stellt sich da nicht jemand hin und ich sehe seinen tollen Charakter. Das kommt mit der Zeit. Ich stehe außerdem auf schöne Hände.

? Wie hast du dich beim Catwalken gefühlt, was dir im Film prächtig gelingt?
Marie: Fand ich ganz furchtbar. Mit dem Maskenbildner habe ich den Hotelflur zum Catwalk umfunktioniert und geübt und geübt. Das hat schon Spaß gemacht. Beim Drehen war es dann schwieriger. Jeder, der rumstand, gab seinen Tipp dazu ab: das musst du so und so machen.

? Wie stehst du zum aktuellen Menschenbild, das in den Medien vermittelt wird?
Marie: Find ich nicht gut. Die ganzen Modemagazine vermitteln ein verfälschtes Bild. Das fördert nur den Realitätsverlust. Das Äußere zählt, und man wird auch schnell abgestempelt, wenn man dem nicht entspricht.

? Was gibst eine 21-Jährige den 15-Jährigen mit auf dem Weg?
Marie: Alles ein bisschen locker sehen.
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Netto – Robert Thalheim

Monday, May 2nd, 2005

“Imbissbudenverkäufer sind die Therapeuten der Deutschen Einheit”

Ophüls Preisträger NETTO kommt in die Kinos

Für seinen Debütfilm NETTO erhielt Robert Thalheim beim Max Ophüls Festival 2005 den “Förderpreis Spielfim’ — bares Geld für einen Filmemacher. Bei der Berlinale kam die wichtige Auszeichnung “Dialogue en perspective’ hinzu, die das junge deutsche Kino dem französischen Publikum nahebringen soll. Kurz vor Filmstart am 05.Mai telefonierte POTATO mit dem 1974 geborenen Regietalent in einem Hotel in Krakau, wo er für seinen neuen Film recherchiert.

Netto - Robert Thalheim

?Was möchtest du gerne in Zukunft im Kino sehen?
Robert Thalheim: Filme, die die Welt um uns herum behandeln und nicht nur eine Abschussrampe darstellen, um später weiter zu leben wie zuvor. Das Reale gefällt mir.

?Du hast gesagt: “Imbissbudenverkäufer sind die Therapeuten der Deutschen Einheit”. Für NETTO hast du an Ort und Stelle recherchiert?
Robert Thalheim: Ich bin da nicht hingegangen wie zu einer Feldstudie, sondern habe eher versucht aus Erfahrung und Beobachtung Bedürfnisse herauszulesen. Einige traurige Begegnungen waren dabei.

?Hast du das Geld vom Max Ophüls Preis bereits verplant?
Robert Thalheim: Das läuft in die Vorbereitungen zum neuen Film.

?Wegen dem du gerade in Krakau bist: “Oswiecim”. Was heißt das?
Robert Thalheim: Auschwitz.

?Wie NETTO basiert der Film auf eigenen Erlebnissen? Wie fühlst du dich gerade?
Robert Thalheim: Gut, denn ich verbinde mit Auschwitz, dass ich Freundschaften geschlossen habe. Meinen Zivildienst in der Gedenkstätte habe ich mit einem großen Begriff begonnen, für den ich mich interessierte. Hineingetragen wurde ich in ein konkretes, spannendes, aufregendes Land. Einen tollen Teil meines Lebens habe ich hier verbracht.

?Weshalb hast du dich für Polen entschieden?
Robert Thalheim: Ich bin West-Berliner. Nach der Schule wollte ich ins Ausland und mit meinen Eltern war ich bis dato in Amerika, Asien und sonstwo. Das 60km entfernte Polen war das Fremdeste, was man machen konnte. Das hat mich gereizt und seine Geschichte hat mich interessiert.

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Kurzinhalt:
Mit NETTO ist Robert Thalheim eine tragikomische Milieustudie gelungen, eine Vater-Sohn-Geschichte mit vorwitziger Digicam gefilmt. Sebastian (Sebastian Butz) möchte lieber wieder bei seinem Vater am Prenzlauer Berg wohnen, wenn die Mutter mit ihrem neuen Lebensgefährten von Berlin aufs Land zieht. Der Vater (brilliant: Milan Peschel) ist ein arbeitsloser Sicherheitstechniker und liebenswürdiger Thekenexperte. Der Film beschreibt eine Kameradschaft, in der der Vater vom Sohn eine Menge lernen kann.

NETTO
Deutschland, 2004
Buch und Regie: Robert Thalheim; u.a. mit Milan Peschel, Sebastian Butz
Kinostart: 5. Mai 2005
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Kebab Connection – Nora Tschirner & Denis Moschitto

Saturday, April 2nd, 2005

Döner auf dem Vormarsch

Am 21. April 05 ist Kinostart von “Kebab Connection”, der beim Publikum des Max Ophüls Festivals bereits für viel Spaß sorgte. Nora Tschirner und Denis Moschitto spielen die Hauptrollen in der ultimativen deutschen Culture Clash Komödie.

? Dein erstes Kebab Erlebnis?
Denis Moschitto: Sehr früh. Ist mir sozusagen in die Windeln gelegt. Mit scharfer Soße.
Nora Tschirner: Da bin ich erst spät dazu gekommen. Auf jeden Fall nach 1989, bin ja Ostkind. Ich muß zugeben erst mit 14. Großartig. Ohne Sauce, ohne Zwiebeln.

?Weshalb wolltest du bei “Kebab Connection” mitmachen?
Denis: Ich musste schon beim Lesen des absolut coolen Drehbuchs lachen. Fatih Akin (u.a. “Gegen die Wand”) ist ein super Dialogschreiber. Als er keine Lust hatte, den Film selber zu machen, stieg Anno Saul als Regisseur ein. Witzige und wichtige Entscheidung.
Nora: Ich fand die Geschichte gut. Die Titzi hat mir damals noch nicht gefallen, sie war nichts Besonderes. Die Produktion hat damals gesagt, sie lassen das nacharbeiten. Das haben sie tatsächlich getan. Toll.

Schön, erfolgreich und nie um Worte verlegen – das ist Nora Tschirner. Die 24jährige singt und schauspielert “so lange ich denken kann”. Improvisationstalent und Natürlichkeit vor der Kamera wirken angeboren und als MTV- und Radio-Moderatorin hat das Multitalent einen perfekten Platz für Verbalorgien gefunden. Sehr souverän lässt sie ein ernstes Gespräch gar nicht erst zu.
Nora: “Denis bewundere ich ja. Er spielt alles – türkischer Koch, Gastarbeiter oder Jugendlicher. Die bescheuersten Szenen spielt er mit totaler Gelassenheit. Nur so konnte die Komik in “Kebab Connection” gelingen. Babywindel-Szenen spielen ertrage ich nur mit ihm. Der spielt gegen den Schwachsinn der Situation an.”

?Die Titzi ist ein erstaunlicher Charakter?
Nora: Ich kann fünf bis sechs Frauen nennen, die genauso sind. Bei der Titzi im Film ist das ein gestraffter Prozeß. Sie ist kraftvoll, gerne allein und bestimmt die Glücksmomente der Beziehung. Wenn es nicht klappt, wird sie das Kind allein kriegen. Eigentlich eine totale Romantikerin.

?Wie hast du dich der Figur Ibo genähert?
Denis: Der Flair von Hamburg ist sehr speziell, eine tolle Stadt. Ich bin viel durch die Stadt geskatet, weil das Teil meiner Rolle war. In Hamburg besteht ein besonderer Zusammenhalt unter den Türken. Das habe ich auch beim Filmteam gemerkt. Köln ist dagegegen ein Nest. Doch ich bin froh da zu wohnen. Köln ist die Anti-Herzinfakt-Stadt.

Denis Moschitto ruht in sich. Er verrät, dass er Johann Sebastian Bach liebt und gerne Klavierspielen gelernt hätte. In Videotheken und im TV finden sich einige Titel des 1977 geborenen Sohnes türkisch-italienischer Eltern. Seine Schauspielkunst zeigte er unter anderem in ARD-Tatorten, “Verschwende deine Jugend” oder “Süperseks”. Der Film liegt ihm am Herzen.
Denis: “Reden wir Klartext. “Süperseks” ist gefloppt an der Kinokasse. Aber auf DVD läuft der Film gut, die Türken sprechen mich darauf an. Ich bin froh, dass ich den Film gemacht habe.”

?Du bist zwischen zwei Kulturen aufgewachsen?
Denis: Ich merke jetzt erst, dass andere diese Erfahrung nicht gemacht haben.

?Was wäre für dich eine Herausforderung?
Nora: Etwas durchzuhalten, was mir nicht zufällt. Bis jetzt war das meistens so. Fleiß ist eine Tugend.

?Brauchtest du Kung Fu?
Denis: Nein, ich habe ich es aber schon früh erlernt. Kampfsport hält Geist und Körper zusammen. Wer sich verteidigen kann, braucht keine Konfrontation.

?Wie muss ein Mann sein, der dich erobern will?
Nora (trocken): Ich wünsch mir einen Mann, der 24 Stunden am Tag die Kraft hat, gegen mich an zu reden.
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