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Inglourious Basterds
by inna on Oct.09, 2009, under 5 min nach dem Film
Inglourious Basterds USA/D 2009
Regie Quentin Tarantino Drehbuch Quentin Tarantino
Produktion Weinstein Pictures, Universal Kamera Robert Richardson
Darsteller Brad Pitt, Eli Roth, Christoph Waltz, Diane Kruger, Til Schweiger, August Diehl, Daniel Brühl, Mélanie Laurent, Jana Pallaske, Christian Berkel, Julie Dreyfus
Was macht ein Cineast, wenn er nicht weiß was er machen soll? Klar, er macht ein Remake! (continue reading…)
Die nackte Wahrheit
by inna on Oct.04, 2009, under 5 min nach dem Film

- Image by Getty Images via Daylife
THE UGLY TRUTH, USA 2009 – Regie: Robert Luketic. Buch: Nicole Eastman, Karen Lutz, Kirsten Smith. Kamera: Russel Carpenter. Musik: Aaron Zigman. Mit Katherine Heigl, Gerard Butler, Eric Winter. Sony Pictures, 96 Minuten.
Ich hatte einen Scheiß-Tag. Erkältet, kraft- und lustlos.
Ins Kino zu gehen war keine Alternative, es war eine Rettung. (continue reading…)
The Curious Case of Benjamin Button
by inna on Jul.04, 2009, under Frisch aus der Konserve - [dvd]

- Image by Getty Images via Daylife
Der Film „Der seltsamer Fall von Benjamin Button“ ist ein seltsamer Film. Ein seltsamer Film für David Fincher, weil er so „normal“ und ruhig zu sein scheint. Wo sind die Mörder, die Blutströme und das Suspense? Die Regeln zu brechen ist eine Regel für Fincher.
Eine Geschichte von F. Scott Fitzgerald wird verfilmt. Aber Fincher täte sich Leid irgendeine, wenn auch von einem Genie geschriebene, Geschichte nur zu verfilmen. Er und der Drehbuchautor Eric Roth erschaffen sie neu. Aus einer Kurzgeschichte wird ein Epos. (continue reading…)
Dunkelblaufastschwarz – Azuloscurocasinegro
by inna on Jul.24, 2007, under 5 min nach dem Film
Was nun, denkt sich eine Frau, sind jetzt auch Männer bereit für gute Klamotten jemanden umzubringen? Oder etwas derartig Außergewöhnliches zu tun wie den Müll rauszutragen? Schh, schh. War nur Spaß. Klaro. Ihr Männer seid toll!
Der Protagonist des Filmes “Dunkelblaufastschwarz” Jorge muss jeden Tag den Müll mehrmals rauswerfen. Nach dem Schlaganfall seines Vaters muss er ihn nicht nur pflegen, sondern auch seinen Job als Hausmeister übernehmen. Und für einen jungen, gutaussehenden BWL-Studenten ist diese Situation der Hölle sehr gleich. (continue reading…)
Elementarteilchen (D 2005 )
by inna on Jun.07, 2006, under 5 min nach dem Film
Den Roman von Michel Houellebecq komplett zu lesen, ist nicht einfach. Zu düster, zu krank. Um so spannender war dafür der Film.
Einerseits handelt es sich um eine fast alltägliche Geschichte von Männern, Frauen, Familie, Sex und Liebe, die umhaut. Gleichzeitig ist es die Skurrilität der Gestalten, ihres Treibens, ihrer Fobien und Manias, die reizt.
Irgendwie wird so bestimmt jeder Mensch unter der Lupe Gottes oder eines Houellebecqs oder Dostojewskijs, genau so gesehen werden. Nicht der Mensch ist seltsam. Die Lupe ist stark, und derjenige, der sie hält, ist ziemlich furchtlos.
Bei Verfilmungen hat man immer eine paradoxe Aufgabe, wie bei der Übersetzung von Gedichten. Soll man die Worte übersetzen oder die Form oder die Gefühle oder die Gedanken?
So ähnlich ist es beim Film: man lässt sich von dem Buch faszinieren und wird auf eine gewisse Weise zum Coautor. Man schreibt ein eigenes Buch im Kopf und danach kreiert man auch seinen eigenen Film.
Also muß man vielleicht auch so urteilen: hat man den Film vor Augen und das Buch im Kopf, oder mindestens im Hinterkopf, ergänzen die Bilder des Regisseurs den Geist des Schriftstellers. Wenn es nur so einfach wäre…
Aber mir ging es auf jeden Fall so: ich war zutiefst gerührt von der Schutzlosigkeit der Helden zueinander und dieses Gefühl wurde durch die Erinnerung an den Roman noch stärker.
Der Roman war so dunkel, so aussichtlos, so psychotisch und genau deswegen so gut geschrieben. Man glaubt, nicht unbeschadet bleiben zu können, wenn man ihn durchliest. Man macht das Buch also immer wieder zu und lebt weiter.
An dem Film konnte ich mich nicht satt sehen. So kraftvolle, saftige Gestalten mit so abartigem Geschmack zur Selbstdarstellung oder eben Antidarstellung. Die Schauspieler sind hervorragend — jeder hat ein Teil von sich selbst in die Rolle gelegt und das ist gut so.
Bruno (Bleibtreu) ist so farbenfroh, so erschreckend nah und irgendwie so altbekannt, dass es einen schaudert, wenn er wieder was Erschreckendes und Fieses tut.
Sind wir alle so? Jeder hat hin und wieder böse Gedanken. Die Grenze zwischen dem Denken und dem Tun ist erstaunlich durchsichtig…
Auch die gefallene Christiane (Gedeck) ist ein schauspielerisches Meisterwerk. Abgesehen davon, sieht sie bestialisch gut aus.
Die Geschichte, in der sich praktisch Jeder wiederfinden kann, ist, wenn man die sexuellen Exzesse wegnimmt oder dazugibt, sehr menschlich.
Zwei tolle, ziemlich gegensätzliche Männer: Bruno Klement, Lehrer und Möchtegern-Schriftsteller und Michael Djerzinskli, aufgehender Star in der Wissenschaft sind Halbbrüder und beide — vollkommene emotionelle Krüppel. Sie sind die Söhne einer echten Hippie-Mama. Die Frau Mutter kann man nur hassen und verachten, so gnadenlos wie sie mit den Gefühlen und dem Leben ihrer Kinder umgeht. Dabei “Sie wollte nur jung bleiben”, wie Michael an ihrem Sterbebett sagt. Vor allem im Roman, aber auch im Film, findet eine Abrechnung mit der Hippie-Generation statt.
Bruno ist auf dem steilen Weg nach unten, wie die Moralisten aus früheren Zeiten sagen würden. Er reicht seinem Baby eine Schlaftablette im Flächschen, damit er Ruhe zum Schreiben haben kann und onaniert auf den Aufsatz seiner Schülerin. Er lässt die Frau, die er liebt, im Stich und liefert sich selbst in die psychiatrische Anstalt ein. Sollte man Angst vor den Menschen haben oder vor allem vor sich selbst…?
Michael (Ulmen) ist auf den ersten Blick harmloser — er lebt nur für die Wissenschaft und ist mit Mitte-Ende Dreißig immer noch Jungfrau. Er entwickelt eine neue Theorie, die Fortpflanzung ohne menschlicher Beteiligung in Form vom Geschlechtsverkehr, ermöglicht. Michaels kalte Abweisung der existierenden Welt ist vielleicht noch erschreckender.
Brunos Hemmungslosigkeit ist mitreissend und lässt erschaudern. Es lässt uns auf unser eigenes Leben zurückblicken, um festzustellen, wie nah man an der Grenze zwischen Wahnsinn und Verbrechen kommen kann. Nicht nur der Generationskonflikt ist das Thema des Filmes, es ist der Mensch selbst, der schwach und stark sein kann, fies und mutig.
Dem Regisseur ist gelungen einen guten tiefsinnigen Film aus dem unerzälbaren Roman zu machen und sich dabei treu zu bleiben.
D 2005 Constantin Film
Regie und Drehbuch: Oskar Roehler
Besetzung: : Moritz Bleibtreu (Bruno), Christian Ulmen (Michael), Martina Gedeck (Christiane), Franka Potente (Annabelle), Nina Hoss (Jane), Uwe Ochsenknecht (Vater Bruno), Corinna Harfouch (Dr. Schäfer), Ulrike Kriener (Annabelles Mutter),
Dt.Start: 23. Februar 2006
Premiere: Februar 2006 (Berlinale, Deutschland)
Genre: Drama
Länge: 113 min
FSK: ab 12




