SCOTT PILGRIM VS. THE WORLD

by on Jun.28, 2011, under 5 Minuten nach dem Film

Scott Pilgrim vs. the world FilmplakatWow, was für ein Spektakel an Film!!! Ich bin komplett weggefegt: Eine Mischung aus Manga, Matrix und Kill Bill. Darum geht es in dem Film: Der Junge Scott Pilgrim (Michael Cera) spielt in einer kleinen Amateur-Rockband namens Sex Bob-Omb und dated nebenbei die Highschool-Schülerin Knives (die, wie ich erst nachlesen musste, fünf Jahre jünger sein soll als er – gespielt von Ellen Wong), als er Ramona (Mary Elizabeth Winstead) begegnet. Ramona ist alles, was Scott will, also bandelt er mit ihr an, was auch anfänglich gut funktioniert – aber die Sache hat einen Pferdefuß: Ramonas “Seven exes of evil” oder “seven evil exes”. Dabei handelt es sich um Ramonas Verflossene, die sich auf den Weg machen, Scott das Leben und seine Beziehung zu Ramona gründlich zu vermiesen. Aber nicht irgendwie! In klassischer Video-Spiel Manier muss Scott gegen einen nach dem anderen antreten und ihn besiegen. Da wäre zuerst Matthew, der Scott in vollem Emo-Outfit während eines Konzerts angreift, anschließend der Schauspieler Lucas Lee, den Ramona ebenfalls gedatet hat, dann ihr veganer Ex-Lover und Bassist Todd Ingram sowie Roxy Richter, mit der Ramona offenbar eine kurze lesbische Phase durchlebt hat, und schließlich die beiden Katayangai Zwillinge, die Ramona gleichzeitig gedatet hat. Gegen alle diese Gegner gewinnt Scott mehr oder weniger lässig und gewitzt – bis er Gideon Graves (Jason Schwartzman) trifft, der als Musikmanager arbeitet, sich inzwischen an Ramona heran gemacht hat und gleichzeitig noch Scotts Band Sex Bob-Omb unter Vertrag genommen hat. In einem spektakulären Endkampf in einem geheimen Club muss Scott sich ein letztes Mal beweisen.

Da der ganze Film wie ein Videospiel aufgebaut ist, wirkt die gesamte Handlung komplett surreal (ist sie ja auch). Sämtliche Charaktere wirken einem Comic, Videospiel oder Tarantino-Film entsprungen, und sind dabei gleichzeitig schwer auf dem Emo-Trip (mit schwarzem Lidstrich, Nietenhalsbändern, Lack und Leder und quietschbunten Haaren). Lustig, da ich früher ganz genauso herum gelaufen bin, nur dass es da noch keine Emos gab. Schön auch, dass der Film im schönen Toronto, Canada, spielt, und nicht wie üblich in den USA.

Scott Pilgrim vs. the world ist unglaublich schnell und wild, und gleichzeitig unheimlich witzig. Einzig verstörendes Element war für mich Michael Cera als Hauptdarsteller Scott Pilgrim: Er sieht aus als wäre er 15, während nicht nur alle in seinem Umfeld offensichtlich deutlich älter sind, sondern gleichzeitig ständig von seinen zahlreichen Exes sowie davon, dass er seit Monaten keinen Sex mehr hatte, die Rede ist. Das hab ich irgendwie nicht ganz zusammen bekommen. In Wirklichkeit ist Cera 23 – zu der Zeit, als der Film gedreht wurde, war er 22 und ich gehe schwer davon aus, dass auch die Figur die er spielt – Scott Pilgrim – in diesem Alter sein soll, denn nur so macht die Handlung wirklich Sinn (okay, ob in einem Film, in dem der Alltag eines Teenagers – Entschuldigung, Twens – als ein Computerspiel dargestellt wird, von “Sinn machen” geredet werden kann, lasse ich mal dahin gestellt).

Web:
http://www.scottpilgrimthemovie.com/ (internationale Webseite)

Scott Pilgrim vs. the world (2010)
USA, Canada, GB, 2010, ca. 112 Min.
Regie: Edgar Wright
Drehbuch: Michael Bacall & Edgar Wright
mit Michael Cera, Mary Elizabeth Winstead, Jason Schwartzman u.v.m.
Deutscher Kinostart: 21.10.2010
Verleih: Universal Pictures

DVD bei amzone.de: Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

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