THE KING’S SPEECH

by on Jun.05, 2011, under 5 Minuten nach dem Film

THE KING’S SPEECH hat mir sehr gut gefallen. Erstaunlicherweise passiert in diesem Film jedoch nicht viel. Was hier erzählt wird, ist nicht in erster Linie eine Geschichte im klassischen Sinne, sondern die Entwicklung einer Person und einer Freundschaft. Und obwohl das eigentlich relativ unspektakulär klingt, fesselt der Film von der ersten Minute. Am Ende hat man zwei Stunden im Kino gesessen und kann sich selbst nicht erklären, wo die Zeit geblieben ist.

Worum es in dem Film geht, ist wohl hinreichend bekannt – Albert Frederick Arthur George, Herzog von Yorkshire und Vater von Elizabeth II. (ja genau, DIE Queen Elizabeth) stottert. F-f-f-fürchterlich. Er hat schon diverse Ärzte ausprobiert und eigentlich die Hoffnung aufgegeben, als seine Frau (die reizende Helena Bonham Carter – u.a. bekannt aus Fight Club oder Harry Potter) ihn zu dem australischen Sprachtherapeuten Lionel Logue (Geoffrey Rush) schleift. Die beiden äußerst starrköpfigen Männer entwickeln über die Zeit hinweg aus ihrer Arzt-Patienten-Beziehung eine richtige Freundschaft. Am Ende soll “Bertie” (wie er von Logue genannt wird) zum König gekrönt werden und anlässlich des Eintritts Großbritanniens in den zweiten Weltkriegs eine Rede im Rundfunk halten. Mit dieser Rede endet der Film dann auch.

Dass der Film so fesselt liegt mit Sicherheit nicht zuletzt an den großartigen Schauspielern – immerhin hat Colin Firth einen Oscar für seine Performance als stotternder, englischer Thronanwärter bekommen! An der im Film verwendeten Farb-Ästhetik kann es m.E. jedenfalls nicht gelegen haben, denn die ist die ganze Zeit über düster (grau, braun, gedeckte Farben). Nicht gerade ein Augenschmaus, aber es passt sehr gut zum Film.

Wie ebenfalls ausreichend bekannt, beruht die Geschichte auf waren Begebenheiten. Was genau in der Geschichte jedoch Fakt ist, und was Fiktion – dazu fehlt mir leider das Tiefenwissen. Sollte der Plot tatsächlich lediglich auf einigen wenigen historischen Tatsachen beruhen, hat Regisseur Tom Hooper hier ganze Arbeit geleistet und die harten Fakten um herzallerliebste Anekdoten ergänzt, die sich gut und gerne so zugetragen haben können (und immerhin hat auch er einen Oscar für seine Leistung in THE KING’S SPEECH bekommen).

Web:
http://www.kingsspeech.com/ (internationale website)
http://www.thekingsspeech.senator.de/ (Deutsche Webseite)

The King’s speech (2011)
USA, 2011, ca. 118 Min.
Regie: Tom Hooper
Drehbuch: David Seidler
mit Colin Firth, Geoffrey Rush, Helena Bonham Carter u.v.m.
Deutscher Kinostart: 17.02.2011
Verleih: Senator Film

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