MEGAMIND

by on Mar.09, 2011, under 5 Minuten nach dem Film

Mal wieder ein sehr knuffiger 3D Zeichentrickfilm aus dem Hause DreamWorks Animation (Shrek, Monsters vs. Aliens).

Ich muss sagen, dass der Film mich durchaus begeistert hat. Ich hatte die Trailer dazu mehrmals im Kino gesehen und er hat mich eigentlich nie wirklich vom Hocker gehauen. Um so überraschter war ich, dass der Film eigentlich doch ganz gut ist, und ich die Geschichte so in der Art auch vorher noch nicht gesehen hatte.

Am meisten “beeindruckt” hat mich die Szene, in der Megamind von Roxanna “gedumpt” wird (siehe Plot Summary unten) – sein Gesichtsausdruck in dem Moment spricht Bände und hat mich fast zum Weinen gebracht; und, hey, wir reden von einer Zeichentrickfigur! So etwas habe ich vorher noch nicht gesehen.

Im Amerikanischen Original sind die Stimmen hochkarätig besetzt: Will Ferrell als Megamind, Brad Pitt als Metro Man, Tina Fey als Roxanna und Ben Stiller als Bernard. Da es sich um einen Zeichentrickfilm handelt sind die Sprecher gut zu verstehen, und wer nur halbwegs des Englischen mächtig ist, sollte sich den Film auf jeden Fall im Original angucken.

Zur Story – Achtung Spoiler:
Der Film fängt (fast) so an wie eine klassische Superheldengeschichte: gleichzeitig mit dem Superhelden “Metro Man” wird Megamind von seinen Eltern in einer Kapsel in den Weltraum entlassen, um dem drohenden Untergang des eigenen Planeten zu entgehen. Megaminds einziger Begleiter ist „Minion“, ein sprechender Fisch. Es ergibt sich, dass Megamind und Metro Man auf den gleichen Planeten (= Erde) und dort auf die gleiche Schule kommen. Alles, was Metro Man anfasst, wird zu Gold, alles was Megamind anfasst, mißlingt. Letztendlich ist Megamind so enttäuscht davon, alles immer nur zu vergeigen, dass er aus Trotz beschließt, böse zu werden. Von da an entwickelt sich die klassische Superhelden-Dichotomie: Metro Man als muskelbepackter, edler Held auf der einen Seite, Megamind als glatzköpfiges, böses Genie auf der anderen – bis zu jenem Tag, an dem es Megamind tatsächlich gelingt, Metro Man zu eliminieren. Die Freude über den Sieg währt jedoch nur kurz, denn schon bald merkt Megamind, dass es ziemlich langweilig ist, alles zu bekommen, was man will, und keine Grenzen mehr zu haben. Es fehlt einfach die Herausforderung! Außerdem hat er sich heimlich in Metro Mans potentielle Freundin, die Journalistin Roxanna Ritchie verliebt, seine Chancen bei ihr tendieren jedoch gegen null, da diese Megamind abgrundtief verabscheut. Doch ergibt es sich zufälligerweise, dass Roxanna doch die Bekanntschaft von Megamind macht, und zwar undercover. Um nicht aufzufliegen, verwandelt Megamind sich in den langweiligen Laborassistent Bernard. Roxanna ist von Bernards Wesen sofort begeistert und beschließt, mit ihm zusammen Megamind zu jagen. Dieser Plan funktioniert ganz gut, bis Megamind versehentlich von Roxanna enttarnt wird (und das natürlich, während die beiden sich küssen). Natürlich ist Roxanna außer sich vor Wut und lässt Bernard alias Megamind fallen wie eine heiße Kartoffel.

In der Zwischenzeit war Megamind auch an anderer Front nicht untätig und hat ein Klonelexier seines ehemaligen Feindes Metro Man hergestellt. Dieses wird versehentlich dem Ober-Nerd Hal, Roxannas Kameraassistenten, injiziert, der ebenfalls Avancen für selbige hegt. Entgegen Megaminds Erwartungen entwicklet sich Hal jedoch nicht zum Superhelden, sondern zieht es vor, sich mit Hilfe seiner neuen Superkräfte ein schönes Leben zu machen und möchte sich sogar mit Megamind verbünden! So war das natürlich nicht geplant! Nachdem sich Hal (der jetzt Titan, oder besser “Tighten” heißt) sowohl von Roxanna, als auch von Megamind einen Korb geholt hat, gerät dieser außer sich vor Wut und beginnt in wildem Zorn die Stadt Metrocity zu zerstören. Ein neuer Held muss her um Metrocity und Roxanna zu retten, doch Metro Man ist nicht verfügbar! Wer könnte da wohl in Frage kommen…?

www.MegamindFilm.de

Regie: Tom McGrath
Produktion: Lara Breay, Denise Nolan Cascino
Drehbuch: Alan J. Schoolcraft, Brent Simons
US-Sprecher: Brad Pitt, Will Ferrell, Jonah Hill, Tina Fey
Dt. Synchronsprecher: Oliver Welke, Bastian Pastewka und Oliver Kalkofe
Kinostart: 2. Dezember 2010
Verleih: Paramount Pictures Germany

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