Archive for February, 2011

SCHULTZE GETS THE BLUES

by on Feb.22, 2011, under 5 Minuten nach dem Film

Wieder so ein kleiner, herrlicher Film, der vom ZDF ins Nachtprogramm gepackt wurde. Aber immerhin…

Im Mittelpunkt steht Schultze. Seinen Vornamen lernen wir den ganzen Film über nicht kennen. Mit seinen Kumpels Manfred und Jürgen hat er erst im Kaliwerk des Ortes jahrelang gearbeitet und wurde dann mit ihnen nach der Wende in den Vorruhestand verfrachtet. Nun verbringt man zusammen den Tag in der Kneipe, im Schrebergarten oder beim Angeln auf einer Eisenbahnbrücke. Im örtlichen Musikverein spielt Schultze Akkordeon, immer schön Polka, so wie es sich alle wünschen. Und ab und an besucht er noch seine demente Mutter im Altersheim. Sein Leben läuft in ruhigen, geregelten Bahnen, leidenschaftslos, gerade und korrekt. So wie Schultze selbst ist, immer brav das Hütchen lüftend, wenn er jemanden begrüßt und beim Fahrradfahren mit dem Arm in 90-Grad-Haltung das Abbiegen anzeigend. Reden tut Schultze nicht viel. Aber wozu auch. Das erledigen schon seine Kumpels Manfred und Jürgen, die sich auch gern mal lautstark zoffen. (continue reading…)

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127 STUNDEN (127 HOURS)

by on Feb.22, 2011, under 5 Minuten nach dem Film

Manche Reaktion auf die Story ist zwiegespalten. Ein Film über jemanden, der sich seinem Arm unter einem Felsen einquetscht, und dazu die Zeitspanne im Titel. Unappetitliche Kombination? Nein.
6 Oscar® Nominierungen bekam Danny Boyles neuer Film zugesprochen, u.a. für Bester Film, adaptiertes Drehbuch, Hauptdarsteller (James Franco) und Originalscore (A.R. Rahman). Nachvollziehbar, denn 127 STUNDEN ist sehenswert, es brauchte Vision und Empathie die Attitüde so zu setzen. Der Film ist prickelndes Kinoerleben. (zu wikipedia: Oscar® Verleihung am 27. Februar 2011, alle Nominierungen)

Nach einer wahren Begebenheit macht sich der Freizeit-Abenteurer Aron Ralston übers Wochenende auf in die Einsamkeit der Wüste Utah und dann passiert das. Im Zeitalter von Handys unmöglich, könnte man meinen, doch da geben Ralstons Erlebnisse viel unheimlichen Stoff ab zum erzählen. Überirdisch, unmöglich, aber wahr. (continue reading…)

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KurzFilmFestival Hamburg: Flotten-Dreier-Wettbewerb 2011

by on Feb.17, 2011, under Diverses

Der Flotten-Dreier-Wettbewerb 2011 beim 27. Internationalen KurzFilmFestival Hamburg (7. bis 13. Juni 2011) ruft auf zum Mitmachen:
Erstellt einen Film mit maximal 3 Minuten Länge zum Thema “Wer oder was ist deutsch?”.
Einsendeschluss ist der 1. April 2011:
Hier die Pressemitteilung (continue reading…)

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ANOTHER YEAR

by on Feb.13, 2011, under 5 Minuten nach dem Film

Kinostart: 27.01.2011. Was ist Glück? Tom und Gerri, das zentrale Paar im neuen Film von Mike Leigh, scheinen dies auf jeden Fall in Massen gebunkert zu haben. Ende 50, Anfang 60 sind sie immer noch verliebt ineinander. Sie sind mit ihren Eigenarten und Gewohnheiten miteinander alt geworden, vertrauen sich blind und ergänzen einander perfekt. Als Krönung des Ganzen haben sie auch ein enges, freundschaftliches Verhältnis zu ihrem Sohn Joe.

Fast wird einem dieses Übermaß an Glück zuviel. Und wo viel Licht, da auch viel Schatten. Und während Tom und Gerri ein harmonisches Londoner Vorstadtleben führen, quält sich ihr Umfeld mehr schlecht als recht durch selbiges.

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PLASTIC PLANET, Green me Lounge 10.-12.02.2011

by on Feb.11, 2011, under Diverses

Zum Auftakt der Berlinale konzentriert sich die Lounge von Green me Film (www.greenme.de) drei Tage lang auf Filmproduktionen mit umweltpolitischen Themen. Auf der Website gibt es u.a. Infos zur Drehbuchförderung Green Me Story. Gepitcht wird am Samstag (s.u.).

PLASTIC PLANET von Werner Boote am Donnerstag, 10.02.2011

Gestern gab es PLASTIC PLANET zu sehen (www.plastic-planet.at – Kinostart: 25.02.2010). Der Wiener Dokumentarfilmer Werner Boote macht sich in seinem Film auf die Reise nach den von der Großchemie geheim gehaltenen, giftigen Einzelkomponenten im unserer Plastik geprägten Welt, zeigt Belastungen von Mensch und Natur. Ein sehenswertes Werk, das u.a. mit dem Deutschen Umweltmedienpreises in der Kategorie Film Anerkennung erhielt. (continue reading…)

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NO ONE KILLED JESSICA

by on Feb.02, 2011, under 5 Minuten nach dem Film

No One Killed Jessica
NO ONE KILLED JESSICA von Raj Kumar Gupta ist ein sozialkritischer Film aus Indien und auch dort hab ich ihn gesehen – auf Hindi. Jedoch gemischt mit einigem Englischanteil war die Story für mich gut zu verfolgen. Jessica, ein hübsches Mädchen aus Delhi, die in einer Disko arbeitet, wird vom Manish, dem Sohn eines einflussreichen Politikers ganz offen erschossen, weil sie ihm keinen Drink mehr servieren will. Ihre Schwester Sabrina kämpft um die Verurteilung von Manish, besucht die Zeugen. Doch hier greift Indiens Korruption, Zeugen werden eingeschüchtert, seltsame Untersuchungsergebnisse u.ä. führen zum Freispruch Manishs. Dieser Teil und auch die Trauer der christlichen Familie Jessicas ist sehr eindringlich und gut gemacht. Sabrina, gespielt von Vidya Balan, ist sehr überzeugend. (continue reading…)

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