Archive for 2011
DIE HAUT, IN DER ICH WOHNE – Review Nr. 2
by mo. on Nov.16, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
Regisseur Pedro Almodovar hat uns schon immer einiges zugemutet, was die Abgründe der menschlichen Seele angeht. Seinem neuesten Werk, dem Thriller „Die Haut, in der ich wohne“, fehlt aber, was die früheren Filme trotz ihrer Grausamkeit verdaulich macht: die trashige Melodramatik, die einem half, das Entsetzen wegzulachen.
Zur Story sei nur kurz gesagt, dass der Chirurg Roberto Ledgard (Antonio Baderas, gut aber unattraktiv, kein Lachen, kein Charme) aus völlig überzogener und barbarischer Rache aus einem Menschen (leicht neurotisch, aber bezaubernd Elena Anaya) einen neuen Menschen näht. Es mischen sich da persönliche Motive mit den Allmachtsphantasien des wissenschaftlichen Schöpfers (die transplantierte Haut ist z.B. stabil vom Schwein, das Kreuzen von Mensch und Tier ist aber ein medizinisches Tabu). Die Frankensteinsche Kreatur namens Vera ist gänzlich Ledgards Eigentum; sie wird komplett mit Videokameras überwacht und nach Belieben untersucht und operiert. Vera kämpft um ihr seelisches Überleben durch Yoga, durch Kunst und dadurch, dass sie das symbiotische Verhältnis mit ihrem Peiniger bekräftigt.
Ledgards Verhalten wird nicht plausibel. Der Verlust von Frau und Tochter haben ihn nicht verrückt gemacht, er muss es schon immer gewesen sein. So schiebt sich der Film über zwei beklemmende Stunden an sein böses Ende heran, ohne dass der Protagonist eine wirkliche Entwicklung durchmacht, während Veras auch nur skizzenhaft bleibt.
Kurzfilmpremiere Dead Rose
by lester on Nov.03, 2011, under Diverses
Am 13. November 2011 findet um 13:00 Uhr die Premiere des Kurzfilmes “Dead Rose” der Weinertfilm-Produktion statt. Der Sektempfang ist bereits um 12:30 Uhr. Wer vorbei kommen möchte, setzt sich bitte mit info@weinertfilm.de in Verbindung. Das ganze findet in Berlin statt. Genre: Mystery.
DIE HAUT, IN DER ICH WOHNE
by c-laudia on Oct.30, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
Antonio Banderas als moderner Frankenstein – bei dem Film “Die Haut, in der ich wohne”, handelt es sich um eine Mischung aus Drama und Thriller. Der Film wird nicht linear erzählt, was die Geschichte um so spannender macht.
Bereits am Anfang des Filmes werden wir in eine skurrile Szenerie hinein geworfen: Der gutaussehnde Chirurg Robert Ledgard (Antonio Banderas) hält sich eine “Patientin” (oder doch ein Versuchskaninchen? Wir sind nicht sicher, ob sie freiwillig dort ist oder gegen ihren Willen dort gefangen gehalten wird) und experimentiert mit ihr an der perfekten, feuerfesten Haut herum, als plötzlich Zeca (Roberto Álamo), der Sohn von Ledgard’s Haushälterin Marilia (Marisa Paredes), vor der Tür steht. Mit Zecas Besuch wird eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, die mit einer Rückblende zu einer Hochzeitsfeier einer von Robertos Patientinnen sechs Jahre zuvor beginnt. Diese Rückblende scheint zuerst keinen Zusammenhang zu den aktuellen Ereignissen aufzuweisen – langsam aber sicher deckt Regisseur Almodóvar jedoch auf, was es mit all diesen Elementen auf sich hat, und wie sich am Ende zu einer Geschichte von dramatischem (und traumatischem Ausmaß) zusammen fügen.
Als Zuschauer wird man lange Zeit im Dunkeln gelassen, wer die mysteriöse junge Frau namens Vera (Elena Anaya) ist, an der Ledgard seine Experimente vornimmt. Erst bei etwa der Mitte des Films wird das Rätsel gelüftet und offenbart den ganzen Schrecken dieses Experiments.
Hier geht es um Opfer und Täter, und um Rache. Und darum, dass wie im echten Leben, die meisten Täter gleichzeitig auch immer Opfer sind.
Die Haut, in der ich wohne
Spanien, ca. 117 Min.
Regie: Pedro Almodóvar
Drehbuch: Pedro Almodóvar
mit: Antonio Banderas, Elena Anaya
Deutscher Kinostart: 20.10.2011
MELANCHOLIA
by c-laudia on Oct.16, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
Zuerst mal das Positive vorneweg: Die ersten 5 – 10 Minuten des Films “Melancholia” bestechen durch absolute optische “Prallheit”: Traumhaft-magische Sequenzen, die mit einer Slow-Motion Kamera gefilmt und offensichtlich digital nachbearbeitet wurden. Hier stapft Charlotte Gainsbourg in Gummistiefeln knöcheltief durch einen Golfplatz, Kirsten Dunst wird in ihrem Hochzeitskleid von Fesseln “verschlungen” und ein Araber-Hengst fällt in Zeitlupe zu Boden. Zum Schluss sieht man den Planet Melancholia, wie er die Erde trifft und mit ihr verschmilzt.
Anschließend sehen wir “Teil 1 – Justine”, in dem es um Justine’s Hochzeit geht. Der Bezug dieses Teils des Films zum restlichen Werk hat sich mir bis jetzt nicht wirklich erschlossen. Ich habe lediglich gemerkt, dass von Trier es meisterhaft versteht, Figuren zu zeichen, die allesamt verabscheuungswürdig sind – allen voran Justine selbst, gespielt von Kirsten Dunst. Wir sehen die gesamte Familie von Justine: Schwester Claire (Charlotte Gainsbourg), Vater Dexter (John Hurt), Mutter Gaby (Charlotte Rampling), Justines frisch gebackenen Ehemann Michael (Alexander Skarsgård), ihren Chef Jack (Stellan Skarsgård) sowie dessen Lakai Tim (Brady Corbet). Keine der Figuren ist so sympathisch, dass man Empathie für sie empfindet, dass man sich emotional an sie “dranhängen” möchte (am allerwenigsten Justine selbst, die man von Anfang an eigentlich nur hassen kann). Das war schon bei Dogville so und ich fand es furchtbar. Ich bin ein einfach gestrickter Zuschauer: Wenn ich mir einen Film ansehe, erwarte ich eine Geschichte in der es mindestens eine Person gibt, mit der ich mich auf irgendeine Weise identifizieren kann, aus deren Sicht ich das Geschehen beurteilen kann (normalerweise ist das der “Held”). Dies passiert hier nicht. Von Trier lässt einen sprichwörtlich “allein”, da keine der Figuren es schafft, genug Liebenswürdigkeit aufzubauen, dass man mit ihr fühlt.
Auf die Hochzeitsszene, die damit endet, dass Justine den Lakai Tom auf dem Golfplatz fickt, ihre Stelle als Art Director kündigt, ihren Chef beschimpft und schließlich ihren frisch gebackenen Ehemann Michael in die Flucht jagt, folgt der zweite Teil des Films, in dem es um Justines Schwester Claire geht. Claire ist im Grunde eine Heldin, an die man sich emotional “dranhängen” kann: sie ist liebenswürdig, sie hat Schwächen, wir mögen sie. Aber Justine wurde bereits als so starke Figur eingeführt, dass Claire gegen sie komplett verblasst. Am Anfang des zweiten Teils sehen wir dann auch eine andere Justine, die als komplettes psychisches Wrack auf dem Gut ihres Schwagers John (Kiefer Sutherland) und ihrer Schwester eintrifft. Justine ist dermaßen neben der Spur, dass sie kaum in der Lage ist zu sprechen, zu essen, zu laufen – geschweige denn an einer normalen sozialen Situation teilzunehmen. Hier hat man schon wieder fast Mitleid mit ihr, egal, wie sehr man sie vorher gehasst haben mag. Ihre Schwester Claire fürchtet sich schrecklich vor dem Planeten Melancholia, der sich in einer rapiden Geschwindigkeit der Erde nähert, laut wissenschaftlichen Berechnungen aber an dieser vorbei fliegen soll. Claire’s Mann John übt einen beruhigenden Einfluss auf sie aus, schafft es aber nicht, alle Zweifel in ihr zu beseitigen. Justine scheint so etwas wie übersinnliche Fähigkeiten zu besitzen und “weiß einfach”, dass der Planet die Erde treffen und auslöschen wird.
Und so sollte es auch kommen: Am Ende ist alles futsch.
Was für ein positives Ende! Mehrmals innerhalb des Films (vor allem im ersten Teil) habe ich überlegt, ob ich das Kino verlasse. Im zweiten Teil sind zwar die Figuren nicht mehr so furchtbar, aber “Kinospaß” sieht für mich eben anders aus. Im Gegensatz zu Dogville (der letzte von Trier Film, den ich gesehen habe), muss ich jedoch die Bildwelt bzw. die Optik von “Melancholia” loben. Die Kameraführung (Methode: wackelige Handkamera) finde ich allerdings mindestens so furchtbar wie den Film insgesamt. Dieses Stilmittel trägt für mich zu einem großen Teil mit zu dem Unwohlsein bei, das der Film gerade in der ersten Hälfte erzeugt. Ferner fällt auf, dass von Trier hier eigentlich gar keine Geschichte erzählt. Es geht im Grunde die ganze Zeit nur um die Figuren und deren Beziehung zueinander. Die Tatsache, dass ein Planet die Erde zerstören könnte, rückt in den Hintergrund. Da ich gerne eine gute Geschichte sehe mit einem Helden, mit dem ich mitfühlen kann, ließ dieser Film mich mit einem Gefühl von Frustration und ein bißchen Wut zurück. Nun ja, ich bin halt ein einfach gestrickter Zuschauer.
Dänemark, Schweden, Frankreich, Deutschland, ca. 136 min.
Regie: Lars von Trier
Drehbuch: Lars von Trier
mit: Kirsten Dunst, Charlotte Gainsbourg, Kiefer Sutherland, Charlotte Rampling u.a.
Deutscher Kinostart: 06.10.2011
Münchner Filmwerkstatt e.V. – Filmseminare 2011/12
by su on Sep.07, 2011, under Diverses
Das neue Seminarprogramm (pdf-Download) ist draussen, die Münchner weisen in ihrem neuesten Newsletter darauf hin. Mehr Infos unter www.filmseminare.de
Filmbüro Saar informiert: Filmschau Großregion
by su on Sep.02, 2011, under Diverses
Aus den Pressemitteilungen:
(zur Website filmbuero-saar.de). Vom 2.-10. September 2011 findet zum zweiten Mal die Filmschau Großregion / La Grande Région en Images in Saarbrücken und Nancy statt. Die Veranstaltung zeigt, was sich im Filmbereich der Großregion tut. Im Programm sind Kurz- und Dokumentarfilm sowie Medienkunst. Wichtig ist den Veranstaltern außerdem junge Filmtalente vorzustellen, und innovative oder ungewöhnliche Arbeiten zu präsentieren. Bei Bedarf wird bei dem zweisprachigen Festival untertitelt, Diskussionrunden werden übersetzt. Die Veranstaltungen finden in Saarbrücken im Passage Kino, im Kino achteinhalb und im KuBa statt. Eröffnung ist am 2.9. im Passage Kino mit dem Film Wagner sucht das Glück von Michael Koob mit zahlreichen Gästen: Programm_2.9. / Programm_3.9. / Programm_4.9. / Programm_5.9. / Programm_6.9. / Programm_8.9. / Programm_10.9.
GERHARD RICHTER PAINTNG Previewtermine
by su on Aug.31, 2011, under Diverses
Ab 8. September im Kino ist der Film (Website mit Kinofinder: gerhard-richter-painting.de) bereits vorab auf folgenden Previews zu sehen:
Sa, 3.09.11 Bonn, Neue Filmbühne, 16 Uhr Preview in Anwesenheit der Regisseurin Corinna Belz
Sa, 3.09.11 Köln, Filmforum im Museum Ludwig, 19:30 Uhr Welturaufführung in Anwesenheit der Regisseurin Corinna Belz, Protagonisten und Team
So, 4.09.11 Kassel, Bali-Kino im Kasseler Hbf, 11.30 Uhr Matinée-Preview
So, 4.09.11 Berlin, Kino International, 15 Uhr Premiere in Anwesenheit von Regisseurin Corinna Belz und Teammitgliedern
So, 4.09.11 Kiel, KoKi Die Pumpe, 16 Uhr Preview mit Einführung durch die Kunsthistorikerin Agnes Köhler
So, 4.09.11 Mannheim, Odeon, 20:15 Uhr Preview in Zusammenarbeit mit ARTGENOSSEN e.V.
So, 4.09.11 Bremen, Schauburg Kino, 15 Uhr Preview
Mo, 5.09.11 Dresden, Programmkino Ost, 19:30 Uhr Premiere in Anwesenheit der Regisseurin Corinna Belz
Di, 6.09.11 Hamburg, Abaton Kino, 20 Uhr Premiere in Anwesenheit der Regisseurin Corinna Belz Abaton
LOLLIPOP MONSTER
by su on Aug.23, 2011, under Diverses
Ziska Riemann’s (siehe Seyfried&Ziska) LOLLIPOP MONSTER startet am 25.08.2011 im Kino. Hier die Premieren und Previews:
23.8. Berlin, Kulturforum – Open Air
24.8. München, Monopol Kino
25.8. Berlin, Babylon Kreuzberg
10.9. Wiesbaden, Caligari
Weitere Infos, Termine, Trailer hier:
http://www.lollipop-monster.de/
und natürlich müsst ihr euch auf facebook befreunden!!!!
https://www.facebook.com/pages/Lollipop-Monster/148058581922359
Ab dem 25.8. (teilweise später) läuft der Film in folgenden Städten (continue reading…)
THE KING’S SPEECH (2010)
by mo. on Aug.23, 2011, under 5 Minuten nach dem Film, DVD
The THE KING’S SPEECH von Regisseur Tom Hooper verbindet geschickt menschliches Drama (das Stottern von Prinz Bertie, dem Herzog von York) mit wahren historischen Begebenheiten. Prinz Bertie (Colin Firth) leidet seit früher Kindheit unter einer Sprachstörung. (continue reading…)
Frankfurt Sparks sucht kreativen Autoren und Social Media Publizisten
by su on Aug.16, 2011, under Diverses
LAST CALL – meldet Euch noch diese Woche (!), wenn Ihr Interesse habt bei nochallesoffen@newthinking.de für dieses Projekt: Gesucht werden noch potenzielle KandidatInnen (5 Autoren + 3 Social Media Publizisten) aus der „Storytellingecke“, die mit jeweils verschiedenen Medien arbeiten: z.B. Film, Kurzgeschichten, Gaming, Theater, Comic…
Die digitalen Initiative der Frankfurter Buchmesse (= Frankfurt Sparks) bietet Kreativen die Mitwirkung an einem spannenden, crossmedialen Projekt an. Im Gegenzug erhalten die KandidatInnen diverse Präsentationsmöglichkeiten für sich und die eigenen Projekte, Dauerkarte für die Frankfurter Buchmesse, das StoryDrive Konferenzticket sowie Anreise und Hotel (3 Nächte). Beeilt Euch!
Ausstellung „Storyboards von Hitchcock bis Spielberg”, Berlin
by su on Aug.15, 2011, under Diverses
„Storyboards von Hitchcock bis Spielberg” gibt es bis 27. November 2011 im Museum für Film und Fernsehen in der Potsdamer Straße 2, Mitte zu sehen. Eintritt 6 Euro. Mehr z.B. in der BZ oder über Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen.
EASY MONEY / SNABBA CASH
by su on Aug.15, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
Vielleicht wäre es eine Idee, ein Scarface-Genre einzuführen für Streifen wie GOMORRHA – IM REICH DER CAMORRA, EASTERN PROMISES oder DEPARTED: UNTER FEINDEN, die schematische Einordnung von EASY MONEY wäre genau da (ab 15. September 2011). Dicht und real begleitet man in Stockholm drei charismatische Lead-Charaktere – smarter Schwede, aus dem Gefängnis entflohener Serbe und ein Geldeintreiber – wie sie nach Macht und Geld streben in einem modernen, harten Gangsterdrama.
JW, der gut aussehende, smarte Student (Joel Kinnaman), verdient sein Geld als Taxifahrer. In einer Gruppe zwielichtiger Araber wittert er seine Chance und wird ihr Geldverwalter. Verliebt in eine reiche Frau ist es sein Traum, zu den Reichen und Schönen Stockholms zu gehören. Jorge (Matias Padin Varela) bricht zu Beginn des Films aus dem Gefängnis aus. Er wird verfolgt und versteckt sich, will Schweden verlassen, aber vorher noch Geld besorgen für sich und eine Angehörige. Und Mrado (Dragomir Mrsic), Geldeintreiber eines erbarmungslosen Chefs, ist hinter Jorge her, plötzliche aber für seine kleine Tochter verantwortlich. Alle drei spüren ihr Talent, wittern ihre Chance und werden zerrieben im Gesellschaftsspiel um Drogen, Geld und Macht.
Ohne weitere Details des spannenden Inhaltsgeflechts vorweg zu nehmen, EASY MONEY zeigt keine italienischen Verpflechtungen, sondern paneuropäische Kriminalität. (continue reading…)
FILMSTARTS.de
by su on Aug.10, 2011, under Diverses
Die verantwortungsvolle Aufgabe des Vorkosters übernehmen Filmkritiker und –redakteure. Klar geht’s da viel um Geschmack und Stil, aber eben auch um gute Meinungen, Hintergründe, Ingredienzen, etwas, an dem die wirklichen und treuen Filmenthusiasten sich laben.
Die Pioniere des inzwischen bekannten Online-Filmmagazins FILMSTARTS.de bewiesen Instinkt nicht nur für gute Filme, auch fürs Medium Web. 2002 gründeten Filmkritiker Carsten Baumgardt und Programmierer Tobias Leckeband FILMSTARTS.de. Eine goldrichtige Entscheidung, denn was gab es damals auf dem deutschen Markt als Messlatte außer ‚seriöser Filmkritik’? Diese gab es in Zeitschriften oder Branchenblättern am Kiosk. Oder man surfte sich die Infos auf einschlägigen Netzseiten zusammen.
Ambitionierten Online-Plattformen* wie FILMSTARTS.de ist es zu verdanken, dass in der Film- und Entertainmentwelt schillernde News, Blockbuster und Independent Filmstarts, sowie Kinos und andere Abspielstätten in Deutschland mittlerweile für Fans leicht zu überblicken sind, genauso wie technisch verfügbar via Feeds und mobiler Dienste. Auf Entertainment-Plattform wie FILMSTARTS.de kann man heute Trailer durchstöbern oder in Archiven wühlen, deren Sortierung nach Genre, Zeit oder Land sinnvolle Standards erfüllt (continue reading…)
TRUE GRIT
by mo. on Aug.04, 2011, under DVD
Manche Film verpasst man, und weiss genau, dass sie nachgeholt werden müssen. TRUE GRIT von Ethan und Joel Cohen gehört definitiv dazu. Der Film überrascht durch nichts, außer durch seine Makellosigkeit und seine brillianten Darsteller.
Die Story dürfte bekannt sein. Die 14jährige Mattie Ross (Hailee Steinfield; Talent, ick hör dir trapsen!)) möchte den Tod ihres Vaters rächen und heuert dafür den abgehalfterten US Marshall Rooster Cogburn (Jeff Bridges) an. Der will die vorwitzige, aber um so eloquentere Göre nicht mitnehmen, aber die setzt sich durch. Gemeinsam mit dem Texas Ranger LaBoeuf (Matt Damon) durchqueren sie das Indianergebiet, erledigen Outlaws und stellen sich im finalen Showdown dem Mörder Chaney und seiner neuen Bande. (continue reading…)
EAT DRINK MAN WOMAN (1994)
by c-laudia on Aug.01, 2011, under 5 Minuten nach dem Film, DVD
Es passiert mir häufig, dass ich morgens aufwache, und mein erster Gedanke am morgen gilt dem Film, den ich am Abend zuvor gesehen habe. So auch heute. Je nach Film kann diese Erfahrung sehr unterschiedlich sein. Der Film, den ich gestern Abend gesehen habe, heißt “Eat Drink Man Woman” und hat mich mit einem sehr schönen Gefühl der Ruhe und inneren Zufriedenheit aufwachen lassen.
Das liegt vielleicht daran, dass in dem Film die ganze Zeit gekocht wird: Taipeh, Mitte der neunziger Jahre: Die drei Schwestern Jia-Ning, Jia-Chien und Jia-Jen leben mit ihrem Vater zusammen unter einem Dach. Die Mutter ist vor einiger Zeit gestorben. Alle drei Schwestern sind unverheiratet und partnerlos und führen ganz unterschiedliche Leben. Die jüngste Schwester Jia-Ning jobbt in einem Fast Food Restaurant, die mittlere Jia-Chien ist erfolgreiche Geschäftsfrau in einer Fluggesellschaft und die älteste Jia-Jen hat sich dem Christentum zugewendet und arbeitet als Lehrerin. Vater Chu hilft als ehemaliger Chefkoch nach wie vor in der Küche eines teuren Hotels in Taipeh aus und bekocht seine drei Töchter jeden Sonntag aufs Üppigste mit traditioneller Chinesischer Küche (was Chu da alles zubereitet sieht wirklich köstlich aus!!!). Diese Sonntagsessen stellen gleichzeitig die Wendepunkte des Films dar, denn zu jedem Essen (ich zähle vier insgesamt) hat mindestens einer der Beteiligten den anderen etwas Wichtiges mitzuteilen.
(continue reading…)
IM BAZAR DER GESCHLECHTER
by su on Aug.01, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
Informieren und mit diskutieren: Premiere Mittwoch, 3. August, 20 Uhr, Köln, Odeon, in Anwesenheit der Regisseurin Sudabeh Mortezai und der Produzenten. Zum Kinostart wird die Regisseurin auch am 5. August um 20.00 Uhr im Rollberg Kino in Berlin zu Gast sein – dabei sein und mit diskutieren wird dort die Frauenrechtlerin und Buchautorin Seyran Ateş. Alle Aufführungstermine (3.8.-16.9.) hier.
Auffällig viele Filme mit Geschichten über islamische Kulturen streifen gerade unseren Horizont. In einer unerwartet heiteren Variante gibt der Dokumentarfilm IM BAZAR DER GESCHLECHTER der iranisch-österreichischen Regisseurin Sudabeh Mortezai einen Einblick in die iranische Gesellschaft und das Phänomen der Zeitehe, das weitgehend unbekannt und für unsere Vorstellungen wie vereinbar mit dem rigiden muslimischen Glaubenssystem dort sein soll? (continue reading…)
NICHTS ZU VERZOLLEN
by mo. on Aug.01, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
Mit NICHTS ZU VERZOLLEN reist Dany Boon zum zweiten Mal in den Norden Frankreichs und zudem in das wackere Königreich Belgien. Diesmal hat sich Monsieur Boon der angespannten Beziehungen zwischen den Franzosen und den Belgiern angenommen. Während Belgier Franzosen für versnobt halten, finden Franzosen Belgier ungehobelt und sprachbehindert. Mit anderen Worten, Belgier sind für die Franzosen so etwas wie die Ostfriesen für die Deutschen. Schweizer kommen übrigens gleich nach den Belgiern.
Boon selbst mimt Mathias Ducatel, einen französischen Zollbeamten, der kurz vor dem Schengener Abkommen, seinen Dienst in einem verschlafenen Kaff leistet. Auf der belgischen Seite des Schlagbaums arbeitet Ruben Vandevoorde (Benoit Poelvoorde), der seinen Hass auf die Franzosen in langen Schimpftiraden, erniedrigen Leibesvisitationen und gelegentlichen Handgreiflichkeiten Luft macht. (continue reading…)
Beginners
by admin on Jul.30, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
Oliver ist 38 und glaubt nicht mehr daran, dass man sich in seinem Alter noch einmal richtig verlieben kann. Hal ist 75
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ARSCHKALT
by su on Jul.21, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
Ab 21. Juli 2011 eine deutsche Komödie im Kino:
Der zynische Tiefkühlkostlieferant Berg (Herbert Knaup) muss wegen betrieblicher Umstrukturierungsmaßnahmen den nahezu talentfreien Kollegen Moerer (Johannes Allmayer) mit auf die tägliche Auslieferungsfahrt nehmen und anlernen. Für den Ex-Unternehmer anfangs schlicht eine Demütigung mehr. Abgesehen davon haben die gegensätzlichen Charaktere Berg und Moerer lebenstechnisch etwas gemeinsam: Beiden geht sprichwörtlich gerade „der Arsch auf Grundeis”.
Berg hat den Geburtstag seines alten Vaters vor sich und es gibt Einiges, was der nicht weiss. Der naiv-sonnige Moerer stiftet zwar allgemein Chaos, doch auch er versucht nur finanziell die Dinge wieder richtig zu biegen. Das schweißt zusammen, bringt Spaß und nebenbei erwärmt Chefin Lieke van der Stock (Elke Winkens), die Berg das alles eingebrockt hat, sein Herz. (continue reading…)
KLEINE WAHRE LÜGEN
by lester on Jul.20, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
Nach einer denkwürdigen ersten Szene in der die Kamera minutenlang jemanden verfolgt, dem ein Unfall widerfährt, ist man schon gleich zu Beginn mitten im Film und weiß, es geht nicht nur an die Lachmuskulatur, sondern noch in die Magengrube.
Nach dem Unfall kommen die Freunde des Verunglückten an sein Krankenbett und beschließen, den geplanten Urlaub auch ohne ihn anzutreten. Da er eh im Koma liegt, halten es alle in der achtköpfigen Gruppe für das Beste ihn zu Kräften kommen zu lassen, statt sinnlos an seinem Krankenbett zu sitzen.
Damit beginnt der jährliche Urlaub der kleinen Gruppe im Haus an der Atlantikküste (continue reading…)
FASTEN AUF ITALIENISCH
by c-laudia on Jul.17, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
Nachdem ich das Wochenende davor Almanya gesehen hatte, habe ich mir letzten Montag “Fasten auf Italienisch” (L’Italien) angesehen, denn ich dachte, das reiht sich da vielleicht ganz gut ein. Der Film ist okay, aber ich hatte mir offen gesagt etwas mehr davon erhofft. Ich hatte auf so etwas wie wie das Französische Pendent zu Almanya gehofft, das ist es jedoch leider nicht.
Worum es geht: Dino Fabrizzi (Kad Merad – u.a. “Willkommen bei den Sch’tis“) ist erfolgreicher Verkäufer bei Maserati, seit einem Jahr glücklich in einer Beziehung zu Helené (Valérie Benguigui) und auch sonst ist in seinem Leben eigentlich alles in Butter. Die Sache hat nur einen Haken: Dino Fabrizzi ist eigentlich Mourad Ben Saoud. Um es im Alltag leichter zu haben, hat sich der Algerisch-stämmige Mourad einfach eine zweite Identität als lebenslustiger Italiener zugelegt. Das hat auch ganz gut funktioniert, bis Mourads Vater ernsthaft erkrankt und Mourad ihm verspricht, für ihn den Ramadan zu halten. (continue reading…)
kino.to wird KinoX.to (?)
by su on Jul.12, 2011, under Diverses
Zwei Fundstücke von heute (danke lx). Ein Urteil müsst ihr euch selber bilden. Auf jeden Fall berichten n-tv.de unter dem Titel “Kino.to reloaded: Illegales Filmportal wieder online” und der Blog gulli.com in “Kino.to wird unverändert weitergeführt: KinoX.to neue Domain des Portals” über die aktuellen Wendungen im Fall der illegalen Plattform Kino.to, die jetzt wieder online ist unter KinoX.to
Ob die neue Webadresse funktioniert, bleibt gerade ein Geheimnis, denn sie meldet “Der Server ist zur Zeit Überrlastet…Wir arbeiten daran
KinoX.to” (continue reading…)
LE HAVRE
by mo. on Jul.08, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
Aki Kaurismäki ist ein bisschen soft geworden. In seinem neuen Film LE HAVRE sind (fast) alle Menschen gut, und alles wird auch gut, obwohl laut der kranken Arletty (berührend Kati Outinen, insbesondere, wenn sie französisch spricht) in ihrem Viertel keine Wunder geschehen.
Kurz zur Story. Marcel Marx (André Wilms) ist ein ehemaliger Autor und Bohemian, der jetzt zurück gezogen und leise mit seiner Frau Arletty und der Hündin Laika in Le Havre lebt und sich seinen bescheidenen Lebensunterhalt als Schuhputzer verdient. Kaurismäki ist ansonsten seiner Handschrift treu geblieben. Er zeigt Menschen mit bemerkenswerten Fressen in einem brökelnden Lebensumfeld, das von Melancholie durchzogen ist. Le Havre könnte auch in der Ukraine liegen, würden die Menschen nicht ihren Wein in einer Bar Tabac trinken und über Essen schwatzen. (continue reading…)
THE WAY BACK – DER LANGE WEG
by su on Jul.06, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
Vom Regisseur von MASTER AND COMMANDER Peter Weir ist seit 30.06.11 mit THE WAY BACK wieder ein ruhiges und die Lebensbedingungen erforschendes Filmwerk in den Kinos. Erzählt wird die (wahre) Geschichte eines Polen und seiner Leidensgenossen, die von stalinistischen System ausgesiebt ihr Ende in einem sibirischen Arbeitslager fristen sollten. Trotz Minusgraden sahen diese Männer nur einen schnellen Ausbruch als Ausweg. Aus diesem wurde ein unvorstellbarer, über 5000 Kilometer langer Marsch bis in die Freiheit über die Mongolei und China, Tibet und Indien. (continue reading…)
TRANSFORMERS 3
by su on Jun.28, 2011, under 5 Minuten nach dem Film
The dark site of the moon wird von der Filmwelt entdeckt (vgl. auch die Nazi in IRON SKY – Filmstart 2012).
Als sehr fett aufgemachter 3D-Actionfilm mit exquisiten Designs und Effekten, und Witz (!) beginnt TRANSFORMERS 3 mit der Apollo-Mondmission von 1969. Was (fast) niemand weiß, Armstrong und Co. haben in ihren 20 Minuten auf dem Mond mehr entdeckt als offiziell verkündet (continue reading…)







