HARRY POTTER UND DIE HEILIGTÜMER DES TODES (TEIL I)
by c-laudia on Dec.23, 2010, under 5 Minuten nach dem Film
So, Harry Potter also… Leider gibt es über den Film nicht wirklich viel zu sagen. Nicht viel Gutes – aber auch nicht viel Schlechtes. Wie schon der letzte Harry Potter Film (mein Post zu HARRY POTTER UND DER HALBBLUTPRINZ) ist auch dieser keiner, der einem besonders im Gedächtnis bleibt. Daher muss ich mich mit meiner jetzigen Rezension beeilen, bevor alle Erinnerungen und Eindrücke an den Film “auf magische Weise” für immer aus meinem Hirn verschwunden sind.
Worum geht es also? Lord Voldemort hat die Herrschaft über die Zauberwelt übernommen und ist auf dem Wege, eine Art Drittes Reich in der magischen Welt aufzubauen, mit Gestapo, Deportierungen, einer magischen Rassenideologie und allem, was sonst noch so dazu gehört. Harry Potter und seine Freunde Ron und Hermine können daher nicht mehr an die Zauberschule Hogwarts zurück kehren. Stattdessen begeben sich die drei Freunde auf die Suche nach den vier verbliebenen Horcruxen (den “Seelengefäßen” von Lord Voldemort; dieser hat nämlich seine Seele in sieben Teile gespalten und jedes davon in einen magischen Gegenstand “gesperrt”; drei dieser Gefäße wurden im Lauf der Harry-Potter-Saga bereits zerstört). Doch wo anfangen? Genau das ist leider auch programmatisch für den Film: Er plätschert so dahin und hat nicht wirklich einen roten Faden oder Spannungsbogen. Das mag auch daran liegen, dass hier der Stoff aus einem Buch in zwei Filme gepackt wurde. Ich bin mir nicht sicher, ob das so gut ist – für die Geldbeutel der Filmemacher sicherlich, aber für den Stoff des Buches und für den Zuschauer eher weniger.
Wie gesagt, begeben Harry, Ron und Hermine sich also auf die Suche nach den Horcruxen. Dabei müssen sie permanent auf der Hut vor Voldemorts Schergen sein, die sich selbstverständlich nichts sehnlicher wünschen, als die drei Teenager dingfest zu machen und an Voldemort auszuliefern. Dies führt dazu, dass Harry, Ron und Hermine die gesamte
Zeit untertauchen und aus dem Koffer leben (den Hermine in Form einer verhexten Handtasche mit sich führt).
Schließlich machen sie das erste Horcrux ausfindig und bringen es in ihren Besitz. Auch das Schwert von Griffindor, das zufälligerweise der einzige Gegenstand ist, der sich in der Lage zeigt, die Horcruxe zu zerstören, findet auf magische Weise seinen Weg zu Harry. Abschließend führt ein Hinweis, den Dumbledore ihnen hinterlassen hat, die drei auf die Spur der letzten drei verbliebenen Horcruxe. Der Film endet damit, dass der Elf Dobby stirbt (sorry for Spoiling!) und die drei Freunde sich vorerst erst einmal wieder an einem sicheren Ort befinden.
Während der gesamten Erzählung gewinnt die Liebesgeschichte zwischen Ron und Hermine an Boden (und es gibt sogar eine Sexszene!!! Jaaaa!!! Aber man sieht leider nicht viel) und auch dass Harry und Ginny Weasley offensichtlich füreinander bestimmt sind wird dem Zuschauer mehr als deutlich vor Augen geführt.
Insgesamt aber leider ein Film, dem für meine Begriffe ein wenig das Profil fehlt. Das mag auch an der literarischen Vorlage liegen, denn auch im Buch geht es ja nicht zuletzt darum, lose Ende zu verknüpfen, die Rowling im Laufe der vorigen sechs Bände eingeführt hat. Das wirkt leider manchmal ein wenig sehr “gewollt”. Daher wäre der Film nicht unbedingt eine Empfehlung von mir, dennoch werde ich mir natürlich den 2. Teil der “Deadly Hollows” ebenfalls ansehen.
Kinostart: 18. November 2010




