Archive for August, 2008

THE DARJEELING LIMITED

by on Aug.30, 2008, under DVD

Gestern haben wir auf Video (DVD) den Film “The Darjeeling limited” gesehen. Der Plot ist schnell erzählt: Drei zerstrittene Brüder (der älteste gespielt von Owen Wilson, der offenbar in keinem Wes Anderson Film mehr fehlt) fahren mit dem Zug auf eine spirituelle Reise durch Indien um zu sich selbst und wieder zueinander zu finden.
Wie andere Wes Anderson Filme auch, besticht auch dieser besonders durch seine leuchtenden Farben und tollen Requisiten – da der Film in Indien spielt trifft auf ihn sogar noch mehr zu, als auf seine Vorgänger (auf der DVD unbedingt das “Featurette” angucken!). Ein weiteres Element, das zu jedem von Andersons Filmen zu gehören scheint, sind die Charaktäre, die immer leicht sediert oder entrückt oder wie nicht ganz von dieser Welt wirken. Das macht die Filme zur ausgezeichneten Unterhaltung nach einem Joint, aber da ich das Kiffen vor geraumer Zeit aufgegeben habe, ist auch genau das Problem des Films: Er ist zu langsam, der rote Faden geht mitunter verloren und ebenso fühlt man sich zwischenzeitlich als (nüchterner) Zuschauer. Bei Andersons anderen Filmen wie den Royal Tenenbaums oder Life Aquatic ist das ähnlich, dennoch fand ich diese beiden insgesamt sehenswerter. Auf einer Skala von 1 bis 10 (10 = sehr gut) würde ich dem “Darjeeling limited” daher nur eine 5 geben.

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Diractors – Intern. Film Festival Luxembourg City

by on Aug.30, 2008, under Diverses

Vom 15. bis zum 19. Oktober zeigt das Festival Diractors – International Film Festival Luxembourg City Filme von Schauspielern, die ins Regiefach gewechselt sind und eine neue Karriere hinter der Kamera begonnen haben.Informationen zum Festival unter www.diractors.org

Pressetext
In der Filmgeschichte finden sich viele Schauspieler, die an einem bestimmten Punkt ihrer Karriere ihren eigenen Film gedreht haben, unabhängig davon, ob sie darin mitspielten oder nicht. Inzwischen spielen viele Schauspieler eine Doppelrolle sowohl vor als auch hinter der Kamera. Selbst Regie zu führen ermöglicht ihnen, die eigenen Vorstellungen umzusetzten – ein Grund, warum ihre Filme oftmals eine “menschliche” Note haben.

Diractors – International Film Festival Luxembourg City
findet statt von Mittwoch, 15. Oktober bis Sonntag, 19. Oktober 2008
in der Cinémathèque Luxembourg, dem Utopolis Kirchberg
und dem Cine Utopia.
Das Programm besteht aus zehn Spielfilmen der Schauspieler-Regisseure Sandrine Bonnaire, Amy Redford, Matthieu Kassovitz, Ursula Meier, Maïwenn, Isabella Rosselini u.a.

Erste Gäste, die das Festival bekannt gegeben hat, sind Sandrine Bonnaire, die als Schauspielerin/Regisseurin ihren Film Elle s’appelle Sabine vorstellt und Schauspieler/Regisseur Fabrice du Welz, der gemeinsam mit seiner Hauptdarstellerin Emmanuelle Béart seinen Film Vinyan vorstellen wird. Der Horror-Thriller feiert demnächst seine Premiere beim Filmfestival in Venedig.
Zum zweiten Mal findet außerdem die Reihe ?Carte blanche“ statt, in der Schauspieler-Regisseure bis zu vier Filme vorstellen, bei denen sie Regie geführt und/oder mitgespielt haben. ?Carte blanche“ möchte mit diesen Filmen einen Überblick ihrer Karriere zeigen. Neben den öffentlichen Vorführungen dieser Filme werden Schauspieler, Regisseure und Produzenten, die bei den Filmen beteiligt waren, diese Reihe mit Erfahrungsberichten und Diskussionsbeiträgen begleiten.

Diractors – International Film Festival Luxembourg City bietet außerdem ein spezielles Programm für Schulen und Kurzfilme des Stummfilmstars Max Linder. Das Festival zeigt seine ?Max“-Filme aus der Zeit von 1910-1914 mit musikalischer Begleitung der Gruppe OCTUOR DE FRANCE. Max Linders Tochter Maud Linder wird beim Festival anwesend sein und die Filme ihres Vaters persönlich vorstellen. Gezeigt wird auch Victor Sjöströms Film “He who gets slapped” (1924), mit orchestraler Begleitung der Gruppe ARTEFACT.
Die künstlerische Leitung des Festivals Diractors liegt bei Pierre-Henri Deleau (Mitbegründer der Quinzaine des réalisateur in Cannes und u.a. seit 1987 Hauptdelegierter des FIPA in Biarritz). Das Festival wird organisiert von a.s.b.l. Cinema Festival – Luxembourg City.

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Babylon A.D.

by on Aug.28, 2008, under 5 Minuten nach dem Film

Ab 11.9.08 im Kino. Das französische Cine-Wunderkind Mathieu Kassovitz (Filmemacher und Akteur) hatte es jetzt also zum internationalen Blockbuster geschafft. Und was macht er daraus? Ungewöhnliches!
Babylon A.D.” ist ein aktiongeladenes Endzeitdrama nach einem als unverfilmbar geltenden Buch von Maurice Dantec (Kassovitz meint, das hat ihn besonders gereizt) und mit einem Name-dropping der charismatischeren Art.
Neben Vin Diesel – dem Kassovitz seine alte Stärke zurückgibt, respektive ihn die Rolle eines unantastbaren Helden wie in “Pitch Black” verkörpern läßt – spielen Martial Arts Ikone Michelle Yeoh, Gerard Dépardieux, Charlotte Rampling oder Lambert Wilson mit. Etwas unbekannter noch, jedoch im Reigen der besonderen Gesichter ganz oben sind das Model Mélanie Thierry und für echte Martial-Arts-Insider Jérôme Le Banner, der K1 Kämpfer, der aufgrund seiner lässigen Aggressivität seinen Weg beim Film machen wird. Im neusten Asterix-Film hat er schon mitgespielt.

“Babylon A.D.” – zuviel über den Plot verraten darf man leider nicht, weil er sonst zuviel an Spannung einbüßt – beginnt mit einer im coolsten Sinne endzeitlichen Zukunftsvision: Anarchie, Waffen, Blut und Spiele, Gesetzlosigkeit und Traue-Niemandem-Niemals regieren. Der Ort: Osteuropa, Serbien.
Toorop (Vin Diesel) kennt sich perfekt in dieser rauhen Welt aus und ist scheinbar der Einzige, der sich ein wenig Rest-Ethik bewahrt hat. Mit dem Auftrag zwei Frauen unversehrt (klar, fast unmöglich) von Europa nach New York zu bringen, will er seine Freizügigkeit wiedererlangen, denn er darf nicht mehr in seine Heimat Amerika einreisen. Toorop holt also die Nonne (Michelle Yeoh) und ihr Mündel Aurora (Mélanie Thierry) in einem abgelegenen Kloster ab und begibt sich auf den explosiven Weg richtung Freiheit für sie alle. Um Auroras Geheimnis, darum dreht sich der Film.
Der Weg nach Amerika zieht sich aktiongeladen durch Schnee und Wasser, ist hitzig, brutal, unmenschlich. Noch ein Hint zum Thema des Films: “Die purpurnen Flüsse” stammen von Mathieu Kassovitz. Tendentiell sind dieselben Themen von Interesse.

Wenn der Filmplot sich etwas zu sehr selbst konstruiert, dann machen das abgefahrene Kulissen und die krassen Charaktere wett. Matthieu Kassovitz läßt sich die Freiheit seiner Vision nicht durch kleine Unstimmigkeiten rauben, er ist lieber mutig und zeigt, was er abgefahren findet. Das ist ungewöhnlich genug und eben genau der Punkt, warum Genrefans sich “Babylon A.D.” ansehen müssen! Im Kino der Ausstattung und Kulissen wegen!

www.babylon-ad-film.de

Kassovitz gibt mittlerweile zu verstehen, dass er unglücklich mit dem Film ist. Nachzulesen zum Beispiel bei www.ropeofsilicon.com

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Weirdsville

by on Aug.24, 2008, under 5 Minuten nach dem Film

Die drogenfreudigen Dexter und Royce haben sich eine kleine Ansammlung von Ärgernissen zusammengesucht: Schulden bei einem Dealer mit gröberen Bodyguards, eine überdosierte Freundin und ein paar Hobbysatanisten, die gerade Menschenopfer suchen. Daraus entspinnt sich eine lockere Geschichte mit vielen überraschenden Wendungen. Der kanadische Film bleibt immer gut im erzählerischen Flow, es ist ein wirkliches Vergnügen sich den Verwicklungen hinzugeben. Regisseur Allan Moyle – vielleicht bekannt durch Hart auf Sendung – Pump up the Volume von 1990 meldet sich damit eindrucksvoll zurück. Schöner Film für den Herbst. Gesehen auf dem Fantasy Film Fest – gibts den Film von 2007 inzwischen schon auf DVD.

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Filmplakateflohmarkt am 6.9.08 in Saarbrücken

by on Aug.22, 2008, under Diverses

Vor zehn Jahren noch verkauften viele Arthousekinos Filmplakate um ihre Kassen aufzubessern. Irgendwann legten die Rechteinhaber (Verleiher, Produzenten) ihr Veto ein. Spezialgeschäfte und Internetversandhandel übernehmen seither das Hauptgeschäft mit der Lizenzware Filmplakat bzw. -Merchandising. Ab und an bindet sich jedoch ein Kinoliebhaber die Organisation eines Filmplakateflohmarktes ans Bein. Einer der Umtriebigsten in der Repubik ist sicherlich der Leiter des FILMHAUS in Saarbrücken Albrecht Stuby, der am 6.9.08 zu sich einlädt. Dieser Link führt zur seiner aktuellen Bestandsliste (1250 Motive). (continue reading…)

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Fantasy Film Fest: Mom & Dad

by on Aug.20, 2008, under 5 Minuten nach dem Film, Diverses

Hurra – ich habs mal wieder zum Fantasy Film Fest geschafft. Irgendwie ist das in der Sommerhitze stattfindende Festival immer leicht zu verpassen.
Mom & Dad – das Erstlingswerk von Steven Sheil – startet in der Kategorie “Fresh Blood” und es geht da auch beinhart zur Sache. Lena gerät in eine Familie mit dem “Hobbykeller”, der alles für den Folterknecht beherbergt. “Die Familie ist das allerwichtigste” sagt der Dad zwischen einem seiner bestialischen Anwandlungen und Lena kann in die Familie aufgenommen werden, sie entscheidet sich doch für die Rolle des “letzten Überlebenden” und der “mutigen Kriegerin”. Irgendwie kennt man das schon, trotzdem ist der Film Satire, alle Familienklischees werden da aber doch sehr anders dargeboten. Wenn man dieses Genre mag, dann ist das durchaus empfehlenswert – Leute mit Blutphobie sollten die Finger davon lassen.

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The Dark Knight

by on Aug.15, 2008, under 5 Minuten nach dem Film

HA HA HA HA!!! Fantastisch!!!

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Fantasy Filmfest 12.08. bis 10.09.08

by on Aug.11, 2008, under Diverses

Infos und Tagesplaner über fantasyfilmfest.com
Festivalstädte:
Berlin 12–20 August 2008 – Cinemaxx Potsdamer Platz + Kino in der Kulturbrauerei, Hamburg 13–20 August 2008 – Cinemaxx Dammtor, Köln 20–27 August 2008 – Cinedom, Dortmund 20–27 August 2008 – Cinestar, Frankfurt 27 Aug – 03 Sept 2008 – Cinestar Metropolis, Nürnberg 27 Aug – 03 Sept 2008 – Cinecitta’, Stuttgart 03–10 September 2008 – Metropol und München 03–10 September 2008 – Cinema + City

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Isaac Hayes gestorben

by on Aug.11, 2008, under Diverses

Der große Soul-Hero Isaac Hayes ist gestern im Alter von 65 Jahren gestorben. Für das Kino ist er in erster Linie als Musiker in Erinnerung – Shaft war vermutlich auch wegen seiner Musik so erfolgreich. Zu hören war Hayes auch als Stimme von Chef (also der Koch) in Southpark, wo ja auch das ein oder andere subversive Liedchen angestimmt wurde – lick my salty choclate balls bleibt unvergessen, das es das ins amerikanische Fernsehen geschafft hat.
Isaac Hayes – Shaft – live 1973 – on Youtube
Isaac Hayes – South Park Chef Tribute – on Youtube

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Die Girls von St. Trinian

by on Aug.11, 2008, under 5 Minuten nach dem Film

Ein Sturz von besonderer Fallhöhe und ein Uniformen-Fetisch (Stichwort: Max Mosley), so stellt man sich doch echte Briten vor. Zur genauen Verankerung dieser und anderer Wesenszüge im britischen Charakter muss man das in der Süddeutschen Zeitung erschienene, sehr witzige Interview mit Michael Palin von Monty Python lesen! Man kapiert dort, wie das Knacken eines besonders steifen Rückrades gelingt.
Seit 7.8. gibt es “Die Girls von St. Trinian” in Kino. Es ist (nur) übertriebener britischer Humor, kein Monty Python, basierend auf einer gleichnamigen Serie aus den 50er Jahren und den Cartoons von Ronald Searle, in der es um ein ganz ‘ungezogenes’ Mädchenkollege geht, in dem außer der adretten Schuluniformen komplette Anarchie herrscht. Im aufrecht im Schlamm versinken übt sich Schulleiterin Camilla Fritton, eine Camilla Parker Bowles verkörpert von Rupert Everett, die dringend Geld für ihre Institution besorgen muss. Everett spielt auch gleichzeitig ihren durchtriebenen Bruder Carnaby.

St. Trinians hat nun bereits seinen guten Ruf verloren, was echte Briten (hier mehr Britinnen) nur peripher zu tangieren scheint, so lange die Uniform sitzt. So gelingt es dem profilierungssüchtigen Bildungsminister Geoffrey Thwaites (Colin Firth) nur solange St. Trinian in Sachen Schließung auf die Pelle zu rücken bis er sich das Rückrat als Kerl bricht. Camilla Parker Bowles und ihren gut gestylten Girls – hier gibt es für die diversen Geschmäcker Emos, Chavs, Geeks, Posh Totties – kann nämlich kein Mann widerstehen. Was sie in St. Trinian gelernt haben, ist Zusammenhalt und kreativen Umgang mit Stolpersteinen respektive Männern oder gegnerischen Mädchencolleges zum Beispiel bei Quizshows im Fernsehen.
Das ist größtenteils schmunzelnd mit anzusehen. Wenn gut aussehende Mädels à la “3 Engel für Charly” die Welt zu ihren Gunsten ausrichten, geschieht das mit einem Lächeln und dem Gefühl, das die Szene auf High Heels elegant zu Ende geführt wird. Der sozusagen am Schwanz gepackte und hinter ihnen hergeschleifte Mann komplettiert und hat auch was davon. Schulsprecherin Kelly (Gemma Arterton) hat da eine besonders schicke Rolle inne. Ich war amused alles in allem.
In der Schulnotenwertung würde “Die Girls von St. Trinian” von mir eine 3+ kriegen, denn das Make Up tragen sie dick auf. Cartoon like.

www.diegirlsvonsttrinian.de

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24 Stunden von Nürnberg

by on Aug.08, 2008, under 5 Minuten nach dem Film

Der Festivalname ist zugleich das Programm! Bei den 24 Stunden von Nürnberg werden ab Freitag, 07.11.2008, 21 Uhr bis Samstag, 08.11.2008, 21 Uhr, also 24 Stunden lang, ununterbrochen Kurzfilme aufgeführt – und zwar in der Reihenfolge ihrer Einreichung bei der Festivalorganisation.

Am Ende des Festivals werden 3 Preise verliehen:

1. Der Zuschauerpreis wird von der Festivalorganisation dem tapfersten Zuschauer verliehen.
2. Der Publikumspreis wird vom Publikum dem seiner Meinung nach besten Film verliehen.
3. Der Nachwuchsförderpreis wird von einer Jury des Filmbüro Franken an hoffnungsvolle junge Talente verliehen.

Einreichformular und weitere Infos auf der Festivalseite:

www.nonstopfilm.info

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Siggraph 2008

by on Aug.05, 2008, under Diverses

Vom 11. bis 15. August findet in LA das weltweit ranghöchste Festival für Computeranimation und digitale Techniken statt. Dieses Jahr sind viele deutsche Beiträge dabei. Die Filmakademie Baden-Württemberg (Ludwigsburg) muss ein wahres Genie hervor gebracht haben: eine Tina Ohnmacht ist mit fünf oder sechs Animationsbeiträgen im Wettbewerb dabei!
Um sich vorab einen Überblick zu verschaffen, schaue man sich diese Seite an. Nach der Veranstaltung gab es letztes Jahr eine Site, von der fast alle Filmbeiträge der Teilnehmer zu erreichen waren (hier Teilnehmer siggraph 2007). Sobald es sie gibt, wird sie hier veröffentlicht.

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Hancock

by on Aug.05, 2008, under 5 Minuten nach dem Film

Wenn wer Kassengarant für amerikanische Blockbuster ist, dann neben Angelina Jolie Will Smith. Könnte nach “Hancock” vorbei damit sein. Der Film strauchelt ganz schön zwischen schlechtem Style (der nicht viele Pointen hervorbringt) und einer Story, die keinen roten Faden, sondern via Brechstange ihre Ziele verfolgt. Der sonst coole Will Smith macht daraus nur einen durchstehbaren Film. Kurz ist er, hosianna, danach ist der Kopf leer. Bei der Flut der Superhelden gibts auch Abstürze.

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Küss mich bitte

by on Aug.05, 2008, under 5 Minuten nach dem Film

Ab 7. August 2008. Manchmal wird behauptet, Küssen sei besser als Sex. Der französische Film “Küss mich bitte” stellt auf jeden Fall die These auf, dass es nicht bei einem Kuss bleibt, wenn erstmal gekostet wurde.

Küss mich bitte

Sympathie oder vielleicht ein erster Gedanke an einen Kuss liegt beim zufälligen Zusammentreffen der Geschäftsreisenden Emilie und des Restaurators Gabriel irgendwo in einer französischen Kleinstadt in der Luft. Im Laufe eines Abends überredet er sie immer wieder auf eine weitere Stunde zu bleiben, wobei sie ihm die Geschichte einer Freundin erzählt, bei der es nicht beim ersten Kuss blieb. Eine amour fou zum Anzecken für die Gedanken ihres Gesprächspartners und des Kinozuschauer, der die turbulente Geschichte ihrer Freundin (wird in Paris spielen) auf der Leinwand miterlebt. In Szene gesetzt ist “Küss mich bitte” wie man sagen könnte ‘sehr französisch’, mit einer Kamera, die die Affäre der Akteure ausspioniert. Selbstredend verwendet niemand so viele Worte über die Liebe wie die Franzosen.

Der Film passt zur Tendenz wieder Romantik statt nur viel Haut zu zeigen, was ja nicht weniger knistert. Die Zuschauerphantasie bespielt der Film in der Nachbetrachtung, weil man nicht anders kann als ins eigene Leben überzugleiten. Ich sag mal: ich könnte mir vorstellen, dass mit der richtigen Person gesehen, “Küss mich bitte” weitere Konsequenzen nach sich zieht.
Wertung: passabel

Frankreich 2007, 100 Min.
Originaltitel: Un baiser, s’il vous plaît
Ein Film von Emmanuel Mouret
mit Virginie Ledoyen, Emmanuel Mouret, Julie Gayet, Michael Cohen
Kinostart: 7. August 2008 im ARSENAL Filmverleih
kuessmichbitte.de

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