Tödliche Versprechen – Eastern Promises

by on Jan.07, 2008, under 5 Minuten nach dem Film

Hier ist noch ganz klar der Regisseur der Star – allein der Name David Cronenberg war Grund genug für mich ins Kino zu finden. Und ich sah ein überzeugendes Werk. Die Russenmafia in London – oder besser gesagt die Bruderschaft der Wory w Sakone (die es tatsächlich gibt) bildet das zentrale Motiv, aber es geht viel mehr um die Personen und deren Werte, als um einen Thrillerplot wie dem überschätzten Departed. Und Cronenberg findet eine rauhe und präzise Formsprache, in der bittere Gewalt und schlimme Tattowierungen neben normalem Familienleben stehen – ohne in Pathos zu verfallen.

Besonders begeisterte mich dann auch der russische Akzent, den ich sowieso schon mag, das klingt absolut authentisch aus dem Mund von Viggo Mortensen (bei dem man vermutlich immer hinschreibt: der Aragorn aus Herr der Ringe) – der wahrhaft brilliert als “nur der Fahrer” Nikolai.
Die meißten Russen waren etwas weniger russisch als ich das kenne – bzw. mir mein Klischeedenken vorgaukelt, aber wen störts, der Film ist eine wahrhaft meisterhaft dicht erzählte Unterweltgeschichte.

Offizielle Website (engl.)

Tödliche Versprechen - Eastern Promises

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