Archive for 2008
www.updatefilm.de
by su on Dec.11, 2008, under Diverses
www.updatefilm.de
Neues Filmportal. Meinungen? Aus dem Newsletter:
… Seit Anfang Dezember bietet updatefilm.de mit einem innovativen Konzept die Gelegenheit, sich bereits weit im Voraus über das Geschehen in der Branche zu informieren. (continue reading…)
BURN AFTER READING
by c-laudia on Oct.15, 2008, under 5 Minuten nach dem Film
Burn after reading – warum der Film diesen Titel trägt, kann ich nur erahnen. Dreh- und Angelpunkt der Story ist tatsächlich eine selbstgebrannte CD, die unvermittelt in einem Fitnessstudio auftaucht. So viel kann man hier glaub ich verraten, ohne dem Film allzu doll vorzugreifen. Ansonsten ist der Streifen herrlich erfrischend, ohne Moral, ohne Sinn und auch ohne “kartasischen” Reinigungseffekt – und eben gerade deswegen erfrischend. Im Gegensatz zu “Fargo”, der noch annähernd so etwas wie eine moralische Komponente hatte (für die Guten – schwangere Komissarin – wird alles gut, die anderen kommen irgendwie unter), fehlt diese hier tatsächlich völlig. Es gibt kein Gut und Böse und auch die Story ist bereits nach einer halben Stunde nur noch schwerlich innerlich zu rekapitulieren. Spielt auch eigentlich keine Rolle. Am Ende geht alles irgendwie aus. Und lustig ist der Film! Ich habe an einigen Stellen herzhaft gelacht. Empfehlung: Auf jeden Fall angucken (wenn möglich im Original, aber ohne mU).
Independent Days 2009
by su on Oct.15, 2008, under Diverses
- das internationale No- und Low- Budget Filmfestival in Karlsruhe, Veranstaltungsdatum: 22.04 – 26.04.2009, Einsendeschluss: 31.12.2008. Infos: www.independentdays.de
Krabat
by su on Sep.29, 2008, under 5 Minuten nach dem Film
(Intro:
Als ich vorletztes Wochenende zum ersten Mal den idyllischen Spreewald besuchte, da musste ich irgendwann über die Teufelgeschichten schmunzeln. “Krabat”, der eine sorbische Sage nacherzählt, hatte ich schon vor einigen Wochen gesehen und da geht’s ja auch um Teufelswerk. Wie beim Spreewald, der entstand als dem Teufel der Ochsenkarren durchging. Das stelle man sich so vor, dass teilweise nur kniehohe Kanäle eine Art Delta ergeben. Wie in Venedig wird man im Boot durch die Landschaft gestakst. Der Blick auf eine Karte und es wird klar, wie die Sage zustand kam. Die Sorben siedelten auf jeden Fall in der Lausitz, wo auch “Krabat” spielt.)
Zum Film:
Ab 9. Oktober flattern schwarze Raben über ein Jammertal des Dreißigjährigen Krieges und unsere Kinoleinwände. Die sorbische Krabat-Sage hatte es Otfried Preußler von Kind an bis zu seiner Jugendbuchveröffentlichung 1971 angetan. Und nachdem er “Der Räuber Hotzenplotz” zügiger fertig bekam, entstand nach mehreren Versuchen “Krabat”. Ein Buch, das auf den Lehrplänen deutscher Schulen zu finden ist.
Darin wird der Waisenjunge Krabat (David Kross, bekannt aus “Knallhart”) von einem Traum in die geheimnisvolle Schwarze Mühle im Koselbruch gelockt, wo er mit anderen Lehrlingen bei einem strengen Meister (Christian Redl) in die Ausbildung geht. Hartes Handwerk wird dort gelehrt, aber auch schwarzmagische Zauberei, die alle Mühlenbewohner schicksalhaft zusammenschweißt.
Krabat freundet sich mit Tonda (Daniel Brühl) an und als der sich gegen den Meister wendet, ist Krabats Mut gefragt, um das Geheimnis der Schwarze Mühle zu lüften und sich für die helle Seite der Macht zu entscheiden.
Die Verfilmung unter der Regie von Marco Kreuzpaintner (“Sommersturm”, “Trade”) macht aus der schön düsteren Geschichte einen Fantasy-Historien-Schinken. Groß angelegt ist der (Specialeffekts-) Spuk, Platz für Lokalkolorit und die Härten der Lebens bleiben trotzdem im Film. Das Staraufgebot an deutschen Gesichtern ist beachtlich – neben den genannten auch Robert Stadlober und Paula Kalenberg – und die geben “Krabat” das, was ein moderner Film braucht, dass man den Schauspielern die Geschichte abnimmt.
Erschien mir der Film etwas zu tragend, so denke ich doch, dass sich “Krabat” genrespezifisch im internationalen Vergleich nicht verstecken braucht. Ich finde ihn interessanter als die Narnia-Filme. Weil auch nicht so speziell kindlich. Die Krabat-Sage vermittelte Erwachsenwerden, den Umgang mit Macht, eigene Entscheidungen treffen und Gut von Böse zu unterscheiden. Parallel wird der Film als Lehrmaterialie für Schulen angeboten, da können sich die Schüler aufs Interpretieren freuen. Meine Schulnote für “Krabat”: eine nicht enttäuschende 3+.
Website:
www.krabat-derfilm.de
Blog zum Film:
www.krabat-blog.de
Der Baader-Meinhof-Komplex
by lx on Sep.25, 2008, under 5 Minuten nach dem Film
Es beschleicht mich, als jemand der Ende der 60er geboren wurde, ein merkwürdiges Gefühl der Vertrautheit beim betrachten des Films. Irgendwie kennt man das alles noch. Die Fahndungsplakate der 2. und 3. Generation der RAF, die überall in Banken, der Post sogar bei unserem kleinen Bäcker um die Ecke hingen. Wie bei Adventskalendern wurden immer mehr Gesichter durchgestrichen… zehn kleine Negerlein.
Plötzlich bin ich wieder der kleine Junge, der in den Nachrichten irgendwie mitbekommt, dass gerade so etwas wie Geschichte passiert. Der sich plötzlich wieder an die Odyssee der Landshut erinnern kann und den ersten großen Auftritt der GSG9(, sogar an den Überfall auf die Deutsche Botschaft in Stockholm. Da war ich sechs!) Eine kollektive Aufgeregtheit war allgegenwärtig, aber irgendwie war es auch normal, dass es Terroristen in Deutschland gab, man ist damit aufgewachsen, wie nächste Generationen mit einem Bundeskanzler Kohl. Es war irgendwie normal, dass regelmäßig Bankiers erschossen, Bombenanschläge verübt, Arbeitgeberpräsidenten entführt wurden. Polizisten oder Zollbeamte mit MPs waren normal! Das Bild Hans Martin Schleyers hat sich kollektiv ins Bewusstsein meiner Generation eingebrannt, obwohl wir damals nicht wirklich wussten, was in unserem Land los war.
Und sieht man die Bilder des Films, der fulminant mit der Schah-Demonstration 1967 beginnt, sieht wie die Polizei daneben steht während bezahlte Pro-Schah-Demonstranten auf Passanten eindreschen, wie die Polizei Studenten und Demonstranten schließlich auf Pferden vor sich herknüppeln, denkt man leise bei sich: So lange ist das noch gar nicht her.
Der Baader-Meinhof-Komplex hält, was er in den ersten Minuten verspricht. Er ist keine verklärende RAF-Schmonzette wie “Baader” (2002) aber auch keine Verurteilung der RAF, er ist ein einfühlsam brutales und offenes Zeitdokument, das keine Partei ergreift, das aufzeichnet, wie so etwas entstehen kann… so ein Terrornetzwerk, das irgendwann nicht mehr kontrollierbar ist, weder durch den Staat als noch durch seine vermeintlichen Gründer. Der Film zeichnet dazu ein Psychogramm des inneren Kerns der ersten Generation der RAF… Das Faust-Zitat von den Geistern, die ich rief, kann glaubhaft und glaubwürdig auf alle Seiten angewandt werden. Der Film lässt still werden, schockt durch die Logik, die Selbstverständlichkeit und die Brutalität der Ereignisse, diesseits und jenseits des Gesetzes. Man hat es mit Menschen zu tun, auf allen Seiten!
Das alles ist jedoch auch und vor allem möglich, weil der Film ohne Pathos und ohne pathetische Schauspieler auskommt. Man kauft Bleibtreu und Co ihre Figuren nicht nur ab, sie sind es, alle, jeder einzelne! Auch der besonnene Herlod Bruno Ganz, dem Drehbuchautor Bernd Eichinger und/oder Buchautor Stefan Aust Visionäres in den Mund legt!!!
Und so ist der Baader-Meinhof-Komplex keine Guido-Knoppsche-Doku, sondern ein zeitlos aktueller Film darüber, wie Terror entsteht, darüber, dass Gewalt unkontrollierbar und deshalb kontraproduktiv ist, darüber, dass die Globalisierung und Terrornetzwerke keine Erfindung der 90er sind, und dass ein Staat äußerst behutsam und vorsichtig mit seinen Bürgern umgehen muss!!! Und vor allem auch darüber, dass das alles hier in Deutschland vor noch gar nicht all zu langer Zeit Realität war… viele haben das offensichtlich schon wieder vergessen!
Der Baader-Meinhof-Komplex wird zu einem öffentlichen Diskurs führen… hoffentlich über die Gegenwart und damit über die Zukunft… und nicht die Vergangenheit!
Der Baader-Meinhof-Komplex ist kein Unterhaltungsfilm, er macht keinen Spaß (wenn man lacht, dann bitter) und er ist doch absolut sehenswert. Eine Reise in die (eigene Vergangenheit), die einen gewaschen, geschnitten, geföhnt und durchgemangelt wieder in Gegenwart ausspuckt!!!
Babylon A.D.
by lx on Sep.15, 2008, under 5 Minuten nach dem Film
Neulich im Kino:
War gestern in Babylon A.D. Prima Film! Geil war, dass im Kino ausschließlich Vin Diesel Fans saßen, die einen Vin Diesel Film erwartet haben. Der Schluss hat sie dann etwas überfordert. Das Pärchen neben mir im O-Ton: Sie: “Oh, das do hann ich jetzt net verstann!” (dt.: Oh, das habe ich jetzt nicht verstanden!) Er: “Da gibt’s bestimmt nen 2. Teil!” Ganz großes Kino! Man hat’s richtig rattern gehört.
Wall-E
by su on Sep.13, 2008, under 5 Minuten nach dem Film

Im Kino ab 25. September. Was für ein Spaß! Bei “Presto“, dem Vorfilm über einem hungrigen Hasen, der die Show seines Besitzers, eines Zauberkünstlers, sprengt, überfallen einen die ersten Lacher über die furiosen Späße von Pixar. Die Qual der Comicfiguren, eine wahre Freude.
Dann räumt Wall-E auf unserer total zugeschrotteten, menschenleeren Erde auf. Der letzte Roboter baut Türme aus gepresstem Schrott, sammelt sich sein kleines Menschheitsmuseum-Ersatzteillager zusammen und lernt neugierig aus Fernsehaufzeichnungen etwas, was es auf der Erde irgendwann mal gab: Emotionen – aus einem Musical.
Als ein hypermodernes Raumschiff Eve, eine Roboterdame, die alles abscannt und Bodenproben nimmt, absetzt, hat Wall-E seine Partnerin gefunden, der er bis auf ihre Raumstation folgt.
(continue reading…)
Aaltra
by su on Sep.10, 2008, under 5 Minuten nach dem Film
Ein Publikumspreis und die Teilnahme bei internationalen Festivals liessen mich dieses unverständliche und (meiner Meinung nach) komplett unkomische Werk ausleihen. Irgendwo mag Aaltra zynisch sein, wie einige Pressestimmen behaupten, und politisch unkorrekt, na ja, das geht schärfer. “Das ultimative Rollstuhl-Movie” ist die einzige Bezeichnung, die zutrifft, aber nur mangels Alternativen. Kein Tipp, sondern ödes Zeittotschlagen. Aki Kaurismakis lakonische Charaktere haben mehr Biss, nicht nachzuvollziehen, dass er sich damit schmückt.
http://www.aaltra.de/
Gomorrha – Reise in das Reich der Camorra
by su on Sep.03, 2008, under 5 Minuten nach dem Film
Vor einiger Zeit als internationaler Roman-Erfolg ganz oben auf den Bestsellerlisten kommt am 11.9.08 die Verfilmung von Roberto Savianos “Gomorrha – Reise in das Reich der Camorra” in die deutschen Kinos. Der mit dem Großen Preis von Cannes ausgezeichnete Film aus Italien ist realistisch inszeniert und handelt vom kriminellen Clangeschäften: Drogenhandel, Müllentsorgung oder dem Geschäft mit Designermoden. “Ich habe ein Angebot für dich, dass du nicht ausschlagen kannst.”, so drückt es der ‘Pate’ der Filmgeschichte aus. Glaubt man dem Film, läuft es in die Realität nicht viel anders ab. Bei dieser Art Geschäfte geht es ums Überleben.
Die semifiktionale Erzählung, die in den Regionen Neapel und Caserta spielt, und für die der Romanautor wegen Morddrohungen unter Polizeischutz steht, beschreibt einzelne Personen im Netz des ‘Systems’. Im sozialen Brennpunkt Scampìa, wo sich zwei Banden bekriegen, geraten der 13-jährige Totò, der ‘Buchhalter’ Don Ciro, der Schneider Pasquale und ein Halbstarken-Duo zwischen die Fronten. Denn Arbeit gibt es nur innerhalb des ‘Systems’.
Über den Film schreibt der 1979 in Neapel geborene Romanautors Saviano: ?Im Prinzip unterscheidet sich das Zuschauen im Kino nicht wirklich vom Leben im Gebiet der Camorra und anderswo. … Aber nur hier kann man ‘Scarface’ sein. Das allerdings bis zur letzten Konsequenz.“
Karg, hart und drastisch wirken die Bilder, die Regisseur Matteo Garrone für “Gomorrha – Reise in das Reich der Camorra” eingefangen hat. Er schildert das, was auf Italienisch nur das ‘System’ genannt wird, die Funktionsweisen der verschiedenen Clans der Camorra (Neapel und Umland), Cosa Nostra (Sizilien) oder Ndrangheta (Kalabien). Im Epilog stellt er dem eine mörderische Statistik und glänzende Umsätze entgegen (Handelsvolumen 150 Milliarden Euro im Jahr). Ein Totentanz. Sehenswert!
>> Italien 2008; R: Matteo Garrone; D: Toni Servillo, Gianfelice Imparato, Maria Nazionale, Salvatore Cantalupo u.v.m.; V: Prokino
>> Start: 11. Septeber 2008
>> www.gomorrha-derfilm.de/
THE DARJEELING LIMITED
by c-laudia on Aug.30, 2008, under DVD
Gestern haben wir auf Video (DVD) den Film “The Darjeeling limited” gesehen. Der Plot ist schnell erzählt: Drei zerstrittene Brüder (der älteste gespielt von Owen Wilson, der offenbar in keinem Wes Anderson Film mehr fehlt) fahren mit dem Zug auf eine spirituelle Reise durch Indien um zu sich selbst und wieder zueinander zu finden.
Wie andere Wes Anderson Filme auch, besticht auch dieser besonders durch seine leuchtenden Farben und tollen Requisiten – da der Film in Indien spielt trifft auf ihn sogar noch mehr zu, als auf seine Vorgänger (auf der DVD unbedingt das “Featurette” angucken!). Ein weiteres Element, das zu jedem von Andersons Filmen zu gehören scheint, sind die Charaktäre, die immer leicht sediert oder entrückt oder wie nicht ganz von dieser Welt wirken. Das macht die Filme zur ausgezeichneten Unterhaltung nach einem Joint, aber da ich das Kiffen vor geraumer Zeit aufgegeben habe, ist auch genau das Problem des Films: Er ist zu langsam, der rote Faden geht mitunter verloren und ebenso fühlt man sich zwischenzeitlich als (nüchterner) Zuschauer. Bei Andersons anderen Filmen wie den Royal Tenenbaums oder Life Aquatic ist das ähnlich, dennoch fand ich diese beiden insgesamt sehenswerter. Auf einer Skala von 1 bis 10 (10 = sehr gut) würde ich dem “Darjeeling limited” daher nur eine 5 geben.
Diractors – Intern. Film Festival Luxembourg City
by su on Aug.30, 2008, under Diverses
Vom 15. bis zum 19. Oktober zeigt das Festival Diractors – International Film Festival Luxembourg City Filme von Schauspielern, die ins Regiefach gewechselt sind und eine neue Karriere hinter der Kamera begonnen haben.Informationen zum Festival unter www.diractors.org
Pressetext
In der Filmgeschichte finden sich viele Schauspieler, die an einem bestimmten Punkt ihrer Karriere ihren eigenen Film gedreht haben, unabhängig davon, ob sie darin mitspielten oder nicht. Inzwischen spielen viele Schauspieler eine Doppelrolle sowohl vor als auch hinter der Kamera. Selbst Regie zu führen ermöglicht ihnen, die eigenen Vorstellungen umzusetzten – ein Grund, warum ihre Filme oftmals eine “menschliche” Note haben.
Diractors – International Film Festival Luxembourg City
findet statt von Mittwoch, 15. Oktober bis Sonntag, 19. Oktober 2008
in der Cinémathèque Luxembourg, dem Utopolis Kirchberg
und dem Cine Utopia.
Das Programm besteht aus zehn Spielfilmen der Schauspieler-Regisseure Sandrine Bonnaire, Amy Redford, Matthieu Kassovitz, Ursula Meier, Maïwenn, Isabella Rosselini u.a.
Erste Gäste, die das Festival bekannt gegeben hat, sind Sandrine Bonnaire, die als Schauspielerin/Regisseurin ihren Film Elle s’appelle Sabine vorstellt und Schauspieler/Regisseur Fabrice du Welz, der gemeinsam mit seiner Hauptdarstellerin Emmanuelle Béart seinen Film Vinyan vorstellen wird. Der Horror-Thriller feiert demnächst seine Premiere beim Filmfestival in Venedig.
Zum zweiten Mal findet außerdem die Reihe ?Carte blanche“ statt, in der Schauspieler-Regisseure bis zu vier Filme vorstellen, bei denen sie Regie geführt und/oder mitgespielt haben. ?Carte blanche“ möchte mit diesen Filmen einen Überblick ihrer Karriere zeigen. Neben den öffentlichen Vorführungen dieser Filme werden Schauspieler, Regisseure und Produzenten, die bei den Filmen beteiligt waren, diese Reihe mit Erfahrungsberichten und Diskussionsbeiträgen begleiten.
Diractors – International Film Festival Luxembourg City bietet außerdem ein spezielles Programm für Schulen und Kurzfilme des Stummfilmstars Max Linder. Das Festival zeigt seine ?Max“-Filme aus der Zeit von 1910-1914 mit musikalischer Begleitung der Gruppe OCTUOR DE FRANCE. Max Linders Tochter Maud Linder wird beim Festival anwesend sein und die Filme ihres Vaters persönlich vorstellen. Gezeigt wird auch Victor Sjöströms Film “He who gets slapped” (1924), mit orchestraler Begleitung der Gruppe ARTEFACT.
Die künstlerische Leitung des Festivals Diractors liegt bei Pierre-Henri Deleau (Mitbegründer der Quinzaine des réalisateur in Cannes und u.a. seit 1987 Hauptdelegierter des FIPA in Biarritz). Das Festival wird organisiert von a.s.b.l. Cinema Festival – Luxembourg City.
Babylon A.D.
by su on Aug.28, 2008, under 5 Minuten nach dem Film
Ab 11.9.08 im Kino. Das französische Cine-Wunderkind Mathieu Kassovitz (Filmemacher und Akteur) hatte es jetzt also zum internationalen Blockbuster geschafft. Und was macht er daraus? Ungewöhnliches!
“Babylon A.D.” ist ein aktiongeladenes Endzeitdrama nach einem als unverfilmbar geltenden Buch von Maurice Dantec (Kassovitz meint, das hat ihn besonders gereizt) und mit einem Name-dropping der charismatischeren Art.
Neben Vin Diesel – dem Kassovitz seine alte Stärke zurückgibt, respektive ihn die Rolle eines unantastbaren Helden wie in “Pitch Black” verkörpern läßt – spielen Martial Arts Ikone Michelle Yeoh, Gerard Dépardieux, Charlotte Rampling oder Lambert Wilson mit. Etwas unbekannter noch, jedoch im Reigen der besonderen Gesichter ganz oben sind das Model Mélanie Thierry und für echte Martial-Arts-Insider Jérôme Le Banner, der K1 Kämpfer, der aufgrund seiner lässigen Aggressivität seinen Weg beim Film machen wird. Im neusten Asterix-Film hat er schon mitgespielt.
“Babylon A.D.” – zuviel über den Plot verraten darf man leider nicht, weil er sonst zuviel an Spannung einbüßt – beginnt mit einer im coolsten Sinne endzeitlichen Zukunftsvision: Anarchie, Waffen, Blut und Spiele, Gesetzlosigkeit und Traue-Niemandem-Niemals regieren. Der Ort: Osteuropa, Serbien.
Toorop (Vin Diesel) kennt sich perfekt in dieser rauhen Welt aus und ist scheinbar der Einzige, der sich ein wenig Rest-Ethik bewahrt hat. Mit dem Auftrag zwei Frauen unversehrt (klar, fast unmöglich) von Europa nach New York zu bringen, will er seine Freizügigkeit wiedererlangen, denn er darf nicht mehr in seine Heimat Amerika einreisen. Toorop holt also die Nonne (Michelle Yeoh) und ihr Mündel Aurora (Mélanie Thierry) in einem abgelegenen Kloster ab und begibt sich auf den explosiven Weg richtung Freiheit für sie alle. Um Auroras Geheimnis, darum dreht sich der Film.
Der Weg nach Amerika zieht sich aktiongeladen durch Schnee und Wasser, ist hitzig, brutal, unmenschlich. Noch ein Hint zum Thema des Films: “Die purpurnen Flüsse” stammen von Mathieu Kassovitz. Tendentiell sind dieselben Themen von Interesse.
Wenn der Filmplot sich etwas zu sehr selbst konstruiert, dann machen das abgefahrene Kulissen und die krassen Charaktere wett. Matthieu Kassovitz läßt sich die Freiheit seiner Vision nicht durch kleine Unstimmigkeiten rauben, er ist lieber mutig und zeigt, was er abgefahren findet. Das ist ungewöhnlich genug und eben genau der Punkt, warum Genrefans sich “Babylon A.D.” ansehen müssen! Im Kino der Ausstattung und Kulissen wegen!
Kassovitz gibt mittlerweile zu verstehen, dass er unglücklich mit dem Film ist. Nachzulesen zum Beispiel bei www.ropeofsilicon.com
Weirdsville
by macro on Aug.24, 2008, under 5 Minuten nach dem Film
Die drogenfreudigen Dexter und Royce haben sich eine kleine Ansammlung von Ärgernissen zusammengesucht: Schulden bei einem Dealer mit gröberen Bodyguards, eine überdosierte Freundin und ein paar Hobbysatanisten, die gerade Menschenopfer suchen. Daraus entspinnt sich eine lockere Geschichte mit vielen überraschenden Wendungen. Der kanadische Film bleibt immer gut im erzählerischen Flow, es ist ein wirkliches Vergnügen sich den Verwicklungen hinzugeben. Regisseur Allan Moyle – vielleicht bekannt durch Hart auf Sendung – Pump up the Volume von 1990 meldet sich damit eindrucksvoll zurück. Schöner Film für den Herbst. Gesehen auf dem Fantasy Film Fest – gibts den Film von 2007 inzwischen schon auf DVD.
Filmplakateflohmarkt am 6.9.08 in Saarbrücken
by su on Aug.22, 2008, under Diverses
Vor zehn Jahren noch verkauften viele Arthousekinos Filmplakate um ihre Kassen aufzubessern. Irgendwann legten die Rechteinhaber (Verleiher, Produzenten) ihr Veto ein. Spezialgeschäfte und Internetversandhandel übernehmen seither das Hauptgeschäft mit der Lizenzware Filmplakat bzw. -Merchandising. Ab und an bindet sich jedoch ein Kinoliebhaber die Organisation eines Filmplakateflohmarktes ans Bein. Einer der Umtriebigsten in der Repubik ist sicherlich der Leiter des FILMHAUS in Saarbrücken Albrecht Stuby, der am 6.9.08 zu sich einlädt. Dieser Link führt zur seiner aktuellen Bestandsliste (1250 Motive). (continue reading…)
Fantasy Film Fest: Mom & Dad
by macro on Aug.20, 2008, under 5 Minuten nach dem Film, Diverses
Hurra – ich habs mal wieder zum Fantasy Film Fest geschafft. Irgendwie ist das in der Sommerhitze stattfindende Festival immer leicht zu verpassen.
Mom & Dad – das Erstlingswerk von Steven Sheil – startet in der Kategorie “Fresh Blood” und es geht da auch beinhart zur Sache. Lena gerät in eine Familie mit dem “Hobbykeller”, der alles für den Folterknecht beherbergt. “Die Familie ist das allerwichtigste” sagt der Dad zwischen einem seiner bestialischen Anwandlungen und Lena kann in die Familie aufgenommen werden, sie entscheidet sich doch für die Rolle des “letzten Überlebenden” und der “mutigen Kriegerin”. Irgendwie kennt man das schon, trotzdem ist der Film Satire, alle Familienklischees werden da aber doch sehr anders dargeboten. Wenn man dieses Genre mag, dann ist das durchaus empfehlenswert – Leute mit Blutphobie sollten die Finger davon lassen.
The Dark Knight
by lx on Aug.15, 2008, under 5 Minuten nach dem Film
Leave a Comment :Action, Christian Bale more...Fantasy Filmfest 12.08. bis 10.09.08
by su on Aug.11, 2008, under Diverses
Infos und Tagesplaner über fantasyfilmfest.com
Festivalstädte:
Berlin 12–20 August 2008 – Cinemaxx Potsdamer Platz + Kino in der Kulturbrauerei, Hamburg 13–20 August 2008 – Cinemaxx Dammtor, Köln 20–27 August 2008 – Cinedom, Dortmund 20–27 August 2008 – Cinestar, Frankfurt 27 Aug – 03 Sept 2008 – Cinestar Metropolis, Nürnberg 27 Aug – 03 Sept 2008 – Cinecitta’, Stuttgart 03–10 September 2008 – Metropol und München 03–10 September 2008 – Cinema + City
Isaac Hayes gestorben
by macro on Aug.11, 2008, under Diverses
Der große Soul-Hero Isaac Hayes ist gestern im Alter von 65 Jahren gestorben. Für das Kino ist er in erster Linie als Musiker in Erinnerung – Shaft war vermutlich auch wegen seiner Musik so erfolgreich. Zu hören war Hayes auch als Stimme von Chef (also der Koch) in Southpark, wo ja auch das ein oder andere subversive Liedchen angestimmt wurde – lick my salty choclate balls bleibt unvergessen, das es das ins amerikanische Fernsehen geschafft hat.
Isaac Hayes – Shaft – live 1973 – on Youtube
Isaac Hayes – South Park Chef Tribute – on Youtube
Die Girls von St. Trinian
by su on Aug.11, 2008, under 5 Minuten nach dem Film
Ein Sturz von besonderer Fallhöhe und ein Uniformen-Fetisch (Stichwort: Max Mosley), so stellt man sich doch echte Briten vor. Zur genauen Verankerung dieser und anderer Wesenszüge im britischen Charakter muss man das in der Süddeutschen Zeitung erschienene, sehr witzige Interview mit Michael Palin von Monty Python lesen! Man kapiert dort, wie das Knacken eines besonders steifen Rückrades gelingt.
Seit 7.8. gibt es “Die Girls von St. Trinian” in Kino. Es ist (nur) übertriebener britischer Humor, kein Monty Python, basierend auf einer gleichnamigen Serie aus den 50er Jahren und den Cartoons von Ronald Searle, in der es um ein ganz ‘ungezogenes’ Mädchenkollege geht, in dem außer der adretten Schuluniformen komplette Anarchie herrscht. Im aufrecht im Schlamm versinken übt sich Schulleiterin Camilla Fritton, eine Camilla Parker Bowles verkörpert von Rupert Everett, die dringend Geld für ihre Institution besorgen muss. Everett spielt auch gleichzeitig ihren durchtriebenen Bruder Carnaby.
St. Trinians hat nun bereits seinen guten Ruf verloren, was echte Briten (hier mehr Britinnen) nur peripher zu tangieren scheint, so lange die Uniform sitzt. So gelingt es dem profilierungssüchtigen Bildungsminister Geoffrey Thwaites (Colin Firth) nur solange St. Trinian in Sachen Schließung auf die Pelle zu rücken bis er sich das Rückrat als Kerl bricht. Camilla Parker Bowles und ihren gut gestylten Girls – hier gibt es für die diversen Geschmäcker Emos, Chavs, Geeks, Posh Totties – kann nämlich kein Mann widerstehen. Was sie in St. Trinian gelernt haben, ist Zusammenhalt und kreativen Umgang mit Stolpersteinen respektive Männern oder gegnerischen Mädchencolleges zum Beispiel bei Quizshows im Fernsehen.
Das ist größtenteils schmunzelnd mit anzusehen. Wenn gut aussehende Mädels à la “3 Engel für Charly” die Welt zu ihren Gunsten ausrichten, geschieht das mit einem Lächeln und dem Gefühl, das die Szene auf High Heels elegant zu Ende geführt wird. Der sozusagen am Schwanz gepackte und hinter ihnen hergeschleifte Mann komplettiert und hat auch was davon. Schulsprecherin Kelly (Gemma Arterton) hat da eine besonders schicke Rolle inne. Ich war amused alles in allem.
In der Schulnotenwertung würde “Die Girls von St. Trinian” von mir eine 3+ kriegen, denn das Make Up tragen sie dick auf. Cartoon like.
24 Stunden von Nürnberg
by macro on Aug.08, 2008, under 5 Minuten nach dem Film
Der Festivalname ist zugleich das Programm! Bei den 24 Stunden von Nürnberg werden ab Freitag, 07.11.2008, 21 Uhr bis Samstag, 08.11.2008, 21 Uhr, also 24 Stunden lang, ununterbrochen Kurzfilme aufgeführt – und zwar in der Reihenfolge ihrer Einreichung bei der Festivalorganisation.
Am Ende des Festivals werden 3 Preise verliehen:
1. Der Zuschauerpreis wird von der Festivalorganisation dem tapfersten Zuschauer verliehen.
2. Der Publikumspreis wird vom Publikum dem seiner Meinung nach besten Film verliehen.
3. Der Nachwuchsförderpreis wird von einer Jury des Filmbüro Franken an hoffnungsvolle junge Talente verliehen.
Einreichformular und weitere Infos auf der Festivalseite:
Siggraph 2008
by su on Aug.05, 2008, under Diverses
Vom 11. bis 15. August findet in LA das weltweit ranghöchste Festival für Computeranimation und digitale Techniken statt. Dieses Jahr sind viele deutsche Beiträge dabei. Die Filmakademie Baden-Württemberg (Ludwigsburg) muss ein wahres Genie hervor gebracht haben: eine Tina Ohnmacht ist mit fünf oder sechs Animationsbeiträgen im Wettbewerb dabei!
Um sich vorab einen Überblick zu verschaffen, schaue man sich diese Seite an. Nach der Veranstaltung gab es letztes Jahr eine Site, von der fast alle Filmbeiträge der Teilnehmer zu erreichen waren (hier Teilnehmer siggraph 2007). Sobald es sie gibt, wird sie hier veröffentlicht.
Hancock
by su on Aug.05, 2008, under 5 Minuten nach dem Film
Wenn wer Kassengarant für amerikanische Blockbuster ist, dann neben Angelina Jolie Will Smith. Könnte nach “Hancock” vorbei damit sein. Der Film strauchelt ganz schön zwischen schlechtem Style (der nicht viele Pointen hervorbringt) und einer Story, die keinen roten Faden, sondern via Brechstange ihre Ziele verfolgt. Der sonst coole Will Smith macht daraus nur einen durchstehbaren Film. Kurz ist er, hosianna, danach ist der Kopf leer. Bei der Flut der Superhelden gibts auch Abstürze.
Küss mich bitte
by su on Aug.05, 2008, under 5 Minuten nach dem Film
Ab 7. August 2008. Manchmal wird behauptet, Küssen sei besser als Sex. Der französische Film “Küss mich bitte” stellt auf jeden Fall die These auf, dass es nicht bei einem Kuss bleibt, wenn erstmal gekostet wurde.

Sympathie oder vielleicht ein erster Gedanke an einen Kuss liegt beim zufälligen Zusammentreffen der Geschäftsreisenden Emilie und des Restaurators Gabriel irgendwo in einer französischen Kleinstadt in der Luft. Im Laufe eines Abends überredet er sie immer wieder auf eine weitere Stunde zu bleiben, wobei sie ihm die Geschichte einer Freundin erzählt, bei der es nicht beim ersten Kuss blieb. Eine amour fou zum Anzecken für die Gedanken ihres Gesprächspartners und des Kinozuschauer, der die turbulente Geschichte ihrer Freundin (wird in Paris spielen) auf der Leinwand miterlebt. In Szene gesetzt ist “Küss mich bitte” wie man sagen könnte ‘sehr französisch’, mit einer Kamera, die die Affäre der Akteure ausspioniert. Selbstredend verwendet niemand so viele Worte über die Liebe wie die Franzosen.
Der Film passt zur Tendenz wieder Romantik statt nur viel Haut zu zeigen, was ja nicht weniger knistert. Die Zuschauerphantasie bespielt der Film in der Nachbetrachtung, weil man nicht anders kann als ins eigene Leben überzugleiten. Ich sag mal: ich könnte mir vorstellen, dass mit der richtigen Person gesehen, “Küss mich bitte” weitere Konsequenzen nach sich zieht.
Wertung: passabel
Frankreich 2007, 100 Min.
Originaltitel: Un baiser, s’il vous plaît
Ein Film von Emmanuel Mouret
mit Virginie Ledoyen, Emmanuel Mouret, Julie Gayet, Michael Cohen
Kinostart: 7. August 2008 im ARSENAL Filmverleih
kuessmichbitte.de
The NEW Look of Love
by macro on Jul.28, 2008, under Diverses
Nun, wie ihr seht, setzen wir voll auf einen behutsamen und kaum merkbaren Relaunch
Ab heute alles neu und je nach Zeit mit verschiedenen Bildern rund um Filme, die wir gerade mögen.
Der dunkle Ritter macht also den Anfang – hier gibts Trailer und Infos thedarkknight.warnerbros.com/.
Features kommen noch hinzu, aber Kommentare sind schon jetzt sehr willkommen.
Der Wettbewerb viraler Internetfilme!
by macro on Jul.21, 2008, under Diverses
CALL FOR VIRAL VIDEOS
Videos zum forward – international viral video award senden!
Im Rahmen des 24. Internationalen Kurzfilmfestival Berlin, das vom 04. bis 09. November 2008 stattfindet, rufen die Agentur Zucker.Kommunikation und interfilm Berlin mit forward – international viral video award den ersten Wettbewerb für virale Filme auf einem Filmfestival in Deutschland aus.
Es werden zwei Preise, einer vom Publikum und einer von einer Fachjury vergeben. Dem Sieger winken jeweils 500,- Euro.
(continue reading…)




