Archive for February, 2007

Ein guter Heimatfilm ist drei Minuten lang!

by on Feb.28, 2007, under Diverses

“Keine Heimat” sang die Gruppe Ideal in den 80ern. Der Song war ca. drei Minuten lang und hat nicht alles zu dem Thema endgültig und ausführlich gesagt. Er hat jedoch deutlich gemacht, dass es auch andere künstlerische Annäherungen an das Thema gibt als den großen Wurf von Edgar Reitz, der mit ca. 48 Stunden zu Buche schlägt.
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Once Upon a Time in Mexico

by on Feb.28, 2007, under 5 Minuten nach dem Film

Robert Rodriguez ist ganz sicher einer der fähigsten Filmemacher überhaupt. Deswegen schafft er es auch, ein laues Drehbuch mit überkompliziertem Plot (das leider von ihm selbst stammt) stilsicher und leidlich unterhaltsam umzusetzen. Der Freund technischer Spielereien findet hier visuelle Darstellungen von Geräuschen und Gerüchen, überraschende Jumpcuts, Flashbacks, die jedes Mal anders umrahmt werden, und natürlich mit permanentem Braunfilter eingefangene staubige mexikanische Straßen. Sehr schön so weit.

Absolut alles dient aber nur als Aufhänger für endlose Schießereien, auf die offensichtlich eigentlich niemand Lust hatte. Selbst die Stuntmen fliegen nur gelangweilt zehn Meter durch die Luft, und mitten im Fliegen wird auch schon auf die nächsten Stunts umgeschnitten, die kein Stück weniger gelangweilt ausgeführt sind. Da hilft es wenig, dass alle drei Showdowns vorhersehbar und kurz sind und auf ihre eben anderthalbstündige Exposition auch verzichten hätten können.

Willem Dafoe spielt, gute Güte!, Willem Dafoe; Antonio Banderas wechselt nicht mal in den Flashbacks seinen einzigen Gesichtsausdruck; und Mickey Rourke kommt vor lauter Chihuahuastreicheln kaum dazu, unter seinem Hut sein Gesicht zu zeigen. Da überrascht es nicht, dass Johnny Depp wie immer allen die Show stiehlt – schließlich ist sein Charakter der einzig ausgearbeitete.

Schade drum, denn Regie, Kamera, Schnitt und Musik, die anderen Aufgaben von Rodriguez, lassen nichts zu wünschen übrig. Beim nächsten Mariachi-Film also vielleicht weniger Tarantino, denn das kann Tarantino einfach besser.

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LITTLE MISS SUNSHINE

by on Feb.26, 2007, under 5 Minuten nach dem Film

Ein großartiger Film! Berührend und lustig zugleich. Eine Familie fährt mit einem alten VW-Bus zu einem Schönheitswettbewerb für “little misses” von Albuquerque nach Californien. Auf Ihrem etwa 800 Meilen langen Weg gibt nicht nur das Auto immer weiter den Geist auf, sondern auch die Familie wird mit einigen Zerreißproben konfrontiert – was die sechs unterschiedlichen Charaktere jedoch am Ende nur umso mehr zusammen schweißt. Zum Schluss gibt es noch eine lustige Überraschung, die im Zuschauer die Frage aufwirft, wer in diesem Film die richtigen Freaks sind… Was mir an diesem Film am besten gefallen hat war, dass er nicht die Standard-Moral à la “Loser sind am Ende doch die eigentlichen Gewinner” vertritt, sondern dass die Loser in diesem Film einfach mal verdammt cool sind und damit zeigen, dass es eigentlich ganz okay ist, auch mal ein Loser zu sein.

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Fuck

by on Feb.22, 2007, under 5 Minuten nach dem Film

DVD Release. Let’s talk about …. Muss mal über ein privates Gelüst ein Hohelied loswerden. So selten wie in allen anderen Genres gibt es in der pornografischen Cinematografie wahre Meilensteine in Sachen Ästhetik. (andere Milestones sind genre-impliziert häufiger: mehr, größer respektive dicker … manchmal will man’s nicht gesehen haben ;) ).
Nach Michael Ninn’s “Latex” vor circa einer Dekade und vielen Folgefilme, die laut Freundinnengespräch für viele Frauen ‘Porno schauen ästhetisch überhaupt erst erträglich machten’, hat sich Einiges getan. Neu auf dem deutschen DVD-Verleihmarkt ist vom amerikanischen Verlag Wicked Pictures u.a. ein Film mit dem simplen Titel “Fuck” (Regie: Brad Armstrong), der lustvolle, fürs Auge schmeichlerische, pompöse Szenen aneinander reiht, in zum Schwärmen schönen Kostümen, Layouts und – wie der Amerikaner sagt ‘bigger than life sets’. Label und Film lohnen den Weg in die dunklen Ecken eurer Videothek.

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Teddy Award 2007

by on Feb.21, 2007, under Diverses

teddy_award.jpg
Ein riesiger Hangar2 des Flughafen Tempelhof voll froher und entspannter Menschen beim größsten internationalen queeren Filmpreis. Den spanischen Schauspieler Javier Bardem fand ich besonders schnucki mit Wimpern.

bardem_by_serwe.jpg
Hier Fotos vom lachenden Wowereit und Judy Winter, der magische von Praunheim und vielen vielen anderen.

Die Teddy Netsite www.teddyaward.org
und eine genaue Beschreibung des Abends auf www.teddyaward.tv

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Paris Je t’aime

by on Feb.17, 2007, under 5 Minuten nach dem Film

Eine Stadt, Eine Leidenschaft, Eine Sprache: Liebe. sagt der Untertitel. Vergessen wurde: Viele Regisseure, viele Amerikaner, viel Leerlauf. Ich glaube insgesamt 16 Kurzfilme, die alle in Paris spielen und mehr oder weniger sich um Liebe drehen – Zeit pro Film also ca. 5 min. Einige sind an der Kürze regelrecht gescheitert (auch sehr namhafte Regisseure – Wes Craven – was für ne blöde Geschichte – das kannst Du doch besser) andere haben doch sehr Interessantes zustande gebracht. Der Film teilt sich deutlich in zwei Qualitätshälften. Die erste Stunde empfand ich als durchgehend schwach und eher ideenlos, dann steigerte sich aber doch das ganze um Längen und machte Spaß, rückblickend gewannen dadurch selbst die ersten Filme. Leider interagieren die Filme nicht miteinander, irgendwie wartet man a la Short Cuts darauf, wann endlich die Verknüpfungen beginnen, im Abspann wird es dann kurz probiert, irgendwie schade. Also Prädikat Gut bis Zwiespältig von mir.

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2nd NoBudget VideoFilmfestival

by on Feb.17, 2007, under Diverses

Call for entries 2nd NoBudget VideoFilmfestival Heilbronn/Weimar
Ein Festival in (fast) neu und anders für unabhaengige
Filmemacher von ueberall.
Das Motto GELD SPIELT KEINE ROLLE ist die Kurzfassung
unserer Idee von guten Filmen, es zaehlen Kreativitaet und Eigenheit!
DU = Filmemacher narrativer Filme, unabhaengig in
Geist & Ausdruck, der seine Ideen mit einem begeisterungsfaehigen
Publikum teilen will

Schnell sein und Film einschicken! Das Einreichformular und weitere
Infos gibt’s auf der Homepage.

Deadline 1. Mai 2007

http://www.filmsharing.eu/

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I was a swiss banker

by on Feb.12, 2007, under 5 Minuten nach dem Film

Der Film hatte Premiere auf dem Forum der Berlinale – und kurz und knackig zusammengefaßt, ich fand das Werk ausgesprochen bescheiden.
zum Schluss war die Hälfte des Kinos weg, die andere spendete frenetisch Applause, – und das war für mich das einzig Bemerkenswerte. Was treibt Menschen dazu, sich für so einen drögen Film zu begeistern? Das können doch nicht alles Familienmitglieder der Crew gewesen sein? Na ja, egal, wieder mal Pech mit meiner Berlinale-Auswahl, mal sehen ob ich mir nochwas ansehe die Woche …

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